Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1923)
- Date
- 1923-05-01
- Page
- Seite 54 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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ders den Vertreter der GroBtoge, Herrn Sanitätsrat Goldschmidt, und den Vertreter der sechs Berliner bogen, Herrn Rechtsanwalt Rosenberg. Sie gibt in ihrem Bericht der Ueberzeugung Ausdruck, daß das Jahr, das. seit der Dresdener Tagung verflossen,- ein * Jahr der Saat für die Zukunft gewesen sei. Sie-bemerkt, daß wir unser Auglenmerk besonders 'auf die Pionierarbeit in den kleinen Logen richten-müßten. Sie teilt mit, daß,sie einen Brief treuen Gedenkens nach Essen geschickt habe* und verliest den Antwortbrief der Vorsitzenden der Essener Logenfrauenvereinigung, Schw. foni Herzberg, der mit allgemeinem,^tiefgefühltem Interesse angehört wird. - Herr Sanitätsraf Gold Schmidt führt in längerer Ansprache aus, daß die Frauen, | in richtiger Erkenntnis der Notwendigkeit, die charitative Tätigkeit vorbildlich ausüben. Als wesentliche Aufgabe für die Frauen neben der Tat bezeichnet er die Erfassung der Form. Er spricht von der notwendigen Einfachheit in Kleidung und ^esen undschließt mit den Worten: »die wissende und taktvolle Frau wird die gleichberechtigte sein*. Nach herzlichem Dank |der Vorsitzenden an den Redner erfolgt die Verlesung des Protokoßs der bresdener Verbandstagung von Schw. Franziska Goldschmidt. Schw. Schlesinger-Frankfurt a.M. bemerkt, daß die Delegierten diesmal mitschreiben müßten, um ihren Bericht in den Vereinen darnach zu geben, da dieTeuerung die'Verschickung von Protokollen an die Einzelvereine verbiete. Auf Vorschlag der Schriftführerin werden nunmehr die Beschlüsse und Anregungen der Dresdener Tagung in Uebereinstimmung mit der vorliegenden Tagesordnung der Reihe nach durchgesprochen. ln Vertretung der zu allgemeinem Bedauern am Kommen .verhinderten Kassenführerin, Schw. Oppenheimer-Mainheim, verliest Schw. Kochmann-Berlin den Kassenbericht sowie den Antrag von Schw. Oppenheimer auf Erhöhungdes Mitgliederbeitrages der Frauenvereiriigungen arj den Verband, ln Anbetracht der Tausche,'daß das Verbandsvermögen aus der traurig. geringen Summe von M. 72^0,60 besteht, wird über den Antrag von Schw. Oppenheimer weit hinausgehend (Schw. Oppenheimer wünschte eine Erhöhung der Att, daß mindestens auf jedes Mitglied eines Vereins ein Beitrag von 10 M. entfalle) dem Wunsche, Ausdfuck gegeben: Eine zeit- ” . i , | | gemäße und schleunige Erhöhung der Beiträgei, entsprechend dem Vereinsvermögen der einzelnen Vereine, und freiwillige Ergänzung der für 1923 bereits gezahltem Beiträge zu erwirken. Nacq eifriger Diskussion über Neugründungen vbn Logenfrauenvereinigungen und deren möglichst gleichmäßig zu gestaltende Satzungen, an der si :h fast alle Delegierten beteiligen, wird — da ein Beschluß in der Vorstandssitzung nicht ang ingig ist — der Vorschlag angenommen, diese Frage bei der Delegiertentagung im Herbst auf die T igesordnung zu setzen. Es folgen die Beratungen über die Fürsorge für erholungsbedürftige Schwestern. - Es wird eine kleine Aenderung des dabei in Betracht kommencen § 4 vorgeschlagen dergestalt, daß das ärztlfche Attest nicht unbedingt, sondern nur möglichst das eines Logenbruders sein solle. Auch bei § 5 muß naturgemäß der Höchstbetrag eijies Zuschusses eine entsprechende Erhöhung erfahren. Und wieder wird, da der Erholungsfc nd in Mannheim did ^Summe von M. 13 39C auf weist, also infolge der Entwertung des Oeldes überhaupt nicht in Betracht kommt, der Wulnsch auf zeitgemäße Erhöhung der Beiträge für den ErholungsfoTnd laut, wobei Schw. Pleßner- Breslau die bemerkenswerte Anregung gibt: die Schwestern und auch die Logenbrüder mögen anläßlich ihrer eigenen Sommerreisen dfcm Er-' holungsfond Spenden zuweisen.; Ueber den Austausch von Lögenangehörigen spricht die Anregend dieses vorzüglichen Gedankens, Schw. Martha Schlesinger-Frankfurt a. M. Sie möchte die Austauscharbeit finanziell gesichert wissen durch Zuschuß von der Großloge und ev. Zuschüsse der einzelnen Logen. Schw. Schwabe-jBerlin, die rührige Vertreterin der. Austauschafbeit, die von schönen Erfolgen berichtet, stimmt den finanziellen Forderungen bei, indem sie auf die . nicht unbeträchtlichen Unkosten, die durch Briefe, Telefongespräche usw. erwachsen, hinweist. Sie erwähnt, daß bei 150 Zuschriften nur bei acht Briefen 3orto von je M. 20 beigelegt wär .Es wird infolgedessen der Wunsch ausgesptochen, daß alla, die die Austauschstelle in Anspruch nehmen, nachher die entstandenen Unkosten begleichen! Auch dürfte die Auskunftsstelle bei 54