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Der Orden Bne Briss · 1923-05-01 · Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1923) · p. Seite 48

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1923
Issue
Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1923)
Date
1923-05-01
Page
Seite 48 (sequence 10)
Language
German
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müssen sie von den Vorgängen in den Logen, von deren Arbeiten, Wünschen, Borgen, Freuden unterrichtet sein. Auch für die Schlichtung von etwaigen Unstimmigkeiten, die zumeist auf Mißverständnissen beruhen, ist das persönliche Ein- 1 greifen eines Mittelmannes der Qroßloge von Nutzen. Es ist das, Verdienst Br. Ollendorffs, auf den Mangel an ausreichender Fühlung zahlreicher Mitgliederdes Generalkomitees mit den ihnen zugeteilten Logen nachdrücklich aufmerksam gemacht zu haben. Eine grundlegende Besserung dieser Verhältnisse kann nur dadurch erfolgen, daß die Mitglieder des Generalkomitees und die Logen in ihre Beziehungen zu einander Regelmäßigkeit, Ordnung, Stabilität bringen und sich eines wechselseitigen Verkehrs befleißigen, der den Zwecken der Institution entspricht. Die ^Besuche’ der Mitglieder des Generalkomitees in den Logen werden jetzt mehr denn je ins Gewicht failen.- Eine Aenderung int Präsidium der Großloge ist bevorstehend. Der hochwürdige Großpräsident Br. Timendorfer denkt leider ernstlich daran, nur noch bis zur Großlogentagung im Amte zu bleibend) Mit ihm zugleich hegen die zwei weiteren dienstältesten Mitglieder des Präsidiums, Br. Kuznitzky als Vizepräsident und der Verfasser dieser Zeilen als Großschatzmeister, aus Gesundheitsgründen den Wunsch, sich in ihren Aemtem von frischen Kräften ablösen zu lassen. . Erfreulicherweise verfügt die. Großloge über vortrefflichen tatkräftigen Nachwuchs; sie hat in der glücklichen Zuwahl der Brüder Dr. Baeck und Dr. Walter als wettere Vizepräsidenten zur Entlastung und Vertretung des Großpräsidenten zwei neue ausgezeichnete Männer berufen, die den Marschallstab der Nachfolge Br.; Timendorfers im Tornister tragen. . Dessen ungeachtet bleibt ein stärkeres Hervortreten der Mitglieder des Oeneralkomitees als Vertreter der Oroßloge geboten. Wie mit den ihnen unterstellten Logen hätten die Mitglieder des Generalkomitees auch ') Der Aufsatz ist der Redaktion vor dem 25. Februar •ingesandt worden. mitder Logenverbänden intensiver zusammen zu arbeiten. Die Logenverbände haben sich nicht n ar als eine Instanz zur Verwirklichung lokaler Wünsche und Forderungen der Logen bewährt sondern als eine Dezentralisation zur Entlastung der Großloge im allgemeinen Jede mit der Einheitlichkeit der Ordensleitung vereinbare Zentralisation ist willkommen zu heißen. Wenn auf diesem Wege das Schwergewicht der Ordensarbeit sich mehr den Einzellogen zuneigen würde, so wäre dies durchaus zu begrüßen. Dasj Problem ist: wechselseitige Befruchtung von Logen und Großloge. Es gilt, nicht nur Anregungen in die Logen zu tragen, sondern auch, sije dort zu empfangen, um sie über die Oroßlog^ der Gesamtheit nutzbar zu machen. Auch inj kleinen Logen ruhen vielfach ungehobene Schätze an Oeist, Intelligenz und Schöpferkraft, dip für den Orden auszumünzen wären. Das Ec^io der Logen ist von bestimmendem Einfluß für die Großloge. Die regelmäßige Einberufung der >großen Versammlung« der Oroßloge erfordert einen nahezu unerschwinglichen Kostenaufwand. Man wird darjan denkerr müssen, entweder die Anzahl der Repräsentanten wesentlich einzuschränken oder unter Ausdehnung der Zwischenfristen der Plenarversammlungen mehr noch als bisher das Generalkpmitee mit den Aufgaben der Großloge zu betreuen.. Die Machtbefugnis und Verantwortlichkeit des Generalkomitees wird an Bedeutung gewinnen und somit auch die persönliche Mitwirkung der einzelne^ Mitglieder des Qeneralkpmitees als deren Funktionäre im Verkehr mit Iden Logen. Die | Mitglieder des Oeneralkomitees sind berufen, Einzello; lieh zu Distrikte: |die Beziehungen der Großloge zu den :n zu erhalten, auszupauen und herzestalten. Bei-der Ausdehnung unseres und der Vielgestaltigkeit seiner Aufgaben bleibt das Präsidium der Großloge auf die tatkräftige Mitarbeit des Generalkomitees angewiesen. Diese Mitarbeit mehr zu systematisieren, werden sich die, führenden Männer der Großloge lassen. sicherlich gerne angelegen sein 1 I 48 - f

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