Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1923)
- Date
- 1923-05-01
- Page
- Seite 47 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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5. Bewilligung« i seit der letzten Generalkomltee- Sitzaag. Br. Oinsberg berichtet Ober die in der Zwischenzeit genachten Bewilligungen. Das GeneraIkomitee spricht die Genehmigung aus. Br. Jeselschn schlieftt die Sitzung, indem er Ober das Leben in den westlichen Logen, insbesondere de i von ihm| besuchten Logen in Kaiserslautern, Worms, Heilbronn, berichtet. Er nimmt Veranlassung auf die sehr anstößigen in einer bekannten jüdischen Zeitung aufmerksam zu machen und bittet die Brüder im Inter;sse der jüdischen Oeffentlichkeit, für Abstellung zu sorgen. Ebenso erhebt er Bedenken gegen die auf der ersten Seite des Berliner Logen-Milteilungsblattes befindliche zwischen den JV und den ihnen Annonce, insbesondere mit Rücksicht;auf die Tatsache, daß die Nummer dem Tinjendorfer- Jubiläum gewidmet ist. Er begrüßt sodann besonders die beiden neugewählten Vizegroßpräsidenten ' Baeck und Walter und sagt ihnen die Unterstützung aller Generalkomitee-Mitglieder zu. Br. Baumann regt mit Rücksicht auf die gegenwärtige Zeitlage eine Aenderung der Statuten, Verkleinerung des Qeneralkomitees an. Beide Anregungen werden dem Oeschäftsausschuß zur Prüfung überwiesen. ‘ t Br. Baumann dankt sodann Br. Vizegroßpräsidenten Jeselsohn für seine-nach dem Weggang des Br. Timendorfer bewiesene erfolgreiche Leitung der Sitzung. Schluß der Sitzung 121/, Uhr.’ ,.J*\ Generalkomitee itad Einzellogen. Von Maximilian Stein - Berlin. Zwecks Herstellung engerer Beziehungen itgliedem des Generalkomitees ^geteilten Logen hatte Br. Expräsident Ollendorff-Baronen dem Generalkomitee für die der Vertagung anheimgefallene Sitzung am 10. Dezember v. Js. eine kurze Denkschrift überreich , die den Gegenstand eingehender Erörterungen bilden solltet. Der geschäftsführende Ausschuß der Oroßjloge hat beschlossen, das Wesentliche der Anregungen des Br. Ollendorf aut diesem Wege zur Kenntnis der Logen zu bringen. Ls erscheinen hierzu einige klarlegend«: Bemerkungen am Platze. Zunächst sei darauf hin gewiesen, daß gleiche Darlegungen Br. Ollendorffs bereits in einer Sitzung des Gen:ralkomite :s am 25). April 1920 zur Debatte stan Jen und in ihren wichtigsten Schlußfolgerungen im Gioßlogenbericht vorfi Juli 1920 den Legen zur , Beachtung empfohlen wurden. Daß Br. Ollendorf f sich veranlaßt fühlt, seine damaligen Vorschläge aufs neue aufzugreifen, beweist allerdings, daß siel sich seither praktisch nicht ausreichend verwirklicht haben. Der Geschäft sausschul I der Großloge teilt alljährlich den M tgliedern des Geperalkomitees eine Anzahl Logen zu, deren Besuch ihnen zur Pflicht gemacht wird. Soweit die Aufstellung des Tableaus, wie Br. Ollendorf ahnimrfit, ohne vorangehende Mitwirkung des Generalkomitees vor sich geht, ist den Mitgliedern Gelegenheit geboten, die Einteilung zu revidieren: Wünsche ejer einzelnen Brüder, je nach ihren besonderen persönlichen Beziehungen zu bestimmt«! Logen, nach deren geographischer Lage und den Verkehrsverbindungen werden berücksichtigt. Br. Ollendorf vermißt nun jede gesetzliche Festlegung und Umgrenzung der Pflichten und Befugnisse der Mitglieder des Gemaralkomitees in, Bezug auf die ihnen gestellte besondere Aufgabe. Er fügt jedoch selbst hinzu, daß sich ein Expräsident und Mitglied-der. Oroßloge »selbst sagen könne, auf welche Ziele- , $eme Besuche ausgehen sollen.« Es bedarf hierzu in der Tat nicht erst von Gesetzes wegen besonderer Instruktion. -Die regelmäßigen Logenbesuche können nichts anderes bezwecken, als eine ständige Fühlungnahme mit den; Logen, eine rege Anteilnahme an ihren Arbeiten, die Pflege und Förderung des Kontaktes zwischen Oroßloge und Einzelloge. Die Mitglieder des Generalkomitees haben in eben dem Maße als Vertrauensmänner der Großloge, wie als Vertrauensmänner der einzelnen Logen bei der Großloge zu gelten. Um diese Stellung zu'rechtfertigen, 47