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Der Orden Bne Briss · 1923-05-01 · Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1923) · p. Seite 46

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1923
Issue
Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1923)
Date
1923-05-01
Page
Seite 46 (sequence 8)
Language
German
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löge erhöht wird. Das Finanzkomitee, das am 4. Februar getagt hat, schlägt eine solche von M. 1000,— für das Jahr, zahlbar in halbjährlichen Raten, vor. Als Abschluß der sich anschließenden Debatte wird ein Großiögenbeitrag von M. 2000,— — zahlbar im April er. — beschlossen. Den Logen wird empfohlen, für ihre Logenbeiträge Selbsteinschätzung einzuführen, die bei verschiedenen Logen bereits eingeführt ist. 3< Bericht der Bürokommission. Der Bericht der Bürokommission wird dntgegengenommen und die vorgeschlagene Festsetzung der’Bürogehälter genehmigt. 4. Bericht des Kulturfond-Ausschusses. Br. Baeck berichtet über die von den einzelnen Logen eingegangenen Beträge, die in ihrer Gesamtheit, in ihrem Wert je nach der Zeit, in der;sie einliefeh, wie nach der Zahl der Brüder der. einzelnen Logen ein interessantes Bild ergeben. Man könnte eine charakteristische Geschichte der Logen danach schreiben. Die Hoffnungen, die wir auf den Kulturfond gesetzt hatten; daß er nämlich eine entscheidende Hilfe für unsere notleidenden - Kulturinstitutionen bringen würde, haben sich nicht gprtz erfüllt Der Gedanke marschierte zu langsam; es dauerte zu lange, bis er sich überall in den Logen kjärle oder durchsetzte, die Beiträge liefen zum Teil zu spät 'und infolgedessen in entwertetem Geldeein. Aber trotzdem ist ein Wesentliches und Wichtiges erreicht worden. Unseren Kullurinstitutionen ist über ihre schwerste Zgjt durch uns mit hinweggeholfen worden, sie haben unsere Hilfe dankbar empfinden können, das Prestige unserer Logen ist gewachsen Und ein ebenso Wesentliches upd vielleicht noch Wesentlicheres ist das ändert, daß jn unsere Logen der Gedanke hirieingetragen worden ist daß ihnen die Verpflichtung obliegt, .für den Standard der jüdischen .Kultur in Deutschland einzustehen, sich als Träger der dahirt gehenden Aufgabe dauernd zu fühlen. Dasr was wir gegeben haben, so wichtig es ist steht an Bedeutung hinter dem zurück, was unsere Logen durch die Beschäftigung mit dieser Kulturaufgabe für ihr geistiges Leben und ihr geistiges Seibstbewußtsein empfangen haben. Schon aus diesem Grunde ist es erforderlich, daß die Arbeit für - den Kultur- , fond fortgesetzt werde. Durch das amerikanische Joint distribution Comittee sin4 jüngsi den deutschen Kulturinstitutionen zunächst für ein Jahr Mittel zur Verfügnng 1 gestellt worden, die ihnen die schwersten Sorgen abnehmen. Aber es wird von dem amerikanischen Komitee vorausgesetzt, daß wir selber in Deutschland alles, was 'in unseren Kräften steht, leisten. Unsere Logen werden dies sicherlich tun, um der großen Sache willen wie um ihrer selbst willen Idee wird immer nur durch neue Opi man für sie bringt, lebendig erhalten, für die Diskussion gibt Br. Baeck darauf! Richtlinien!.; « - *- Ih der Diskussion wird von verschiedenen Seiterf der Vorschlag gemacht, da für die notleidenden Institute zur Zeit vom Joint distribution Comiltee erheblich größere Mittel zur Verfügung gestellt werden, als wir imstande sind zuj leisten, die bei der Großloge vorhandenen Mifttel zur Bücherbeschaffung für Kulturträger, insbesondere Lehrer zu verwenden. Stark wird der V^unsch betortt, die Kulturfond - Sammlung seitens der Oroßloge fortzusetzen, wie dies namentlich die drei Hamburger Logen zum Ausdruck gebracht haben. Br. Jeselsohn faßt das Resultat1 der Debatte lin folgende Punkte zusammen: | 1. ber Beschluß der Großloge, die Kulturfond- Sammfung für drei Jahre fortzusetzen, bleibt tfestehen,! 2. Es sollen für den. Kulturfond Möglichst auch außerhalb der Logen stehende Kreise interessiert werden, ■ 3. Insbesondere sollen sich diejenigen Brüder, aie in den Gemeindeverwaltungen sitzen, für den Kulturfond nach Kränen einsetzen,; 4. fine Thesaurierung soll nicht erfolgen, 5. fjine verbilligte Bücherbeschaffungj für Interessenten, insbesondere notleidende Lehrer i^nd Rabbiner wird dringend empfohlen. Ihdem Br. Großpräsident sich zur Erholung zurüejeziehen will, trägt nunmehr Br.! Baumann ein stimmungsvolles, Br. Timendorffer. gewidmetes Gedicht vor, das sehr beifällig aufgenomnjen wird. 46 -

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