Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 3/4 - März/April (3.1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- Seite 31 (sequence 16)
- Language
- German
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bisher Ihren Rat und zu stellen, daß Oo t frisch und froh zfl tätig zu sein! Lassen Sie m< Bitte richten, nach ' Groß Präsidenten d Ihren Plätzen erheb Ihre Hilfe dem Orden zur Verfügung Ihnen Kraft und Stärke geben möge, Ehren und zu Gunsten des Ordens ch an Sie, m;ine lieben Brüder, die amerikanischer 'Art unsera Bruder $durch zu ehren, daß Sie sich alle von en. (Geschieht) der Enge unserer vor diese illustre yersammlung. der Beklommenheit Zug des Oefeierten Br. Dr. F.PInkus, Delegierter der Schweizer Logen: Hochwürdiger G oßpräsident, liebe Schwestern und Brüder! Mit einem Gefühl innerer Befangenheit trete ich aus kleinen schweizerischen Verhältnisse Dieses Gefühl ähnelt die wir vor einem ragenden Hochgipfel unserer Alpef weit empfinden, und vor einem Gipfef menschlicher Tätigksit,. einem Lebenswerk, zu glücklicher Höhe geführt, befi iden wir uns heute angesichts der 25jährigen Großpri sidentschaft» Br. Timendorfers. Aus den Reden, die ich hörte, klang als wesentlicher Charakterimmer wieder hervor seine Gewissenhaftigkeit und Pflichttreue. dieser Beziehung einen kleinen, aber cas Bild des Oroßpräsidenten durch bedeutsamen Zug ergänzen? Als im Jahre 1909 die Augustin Keller-Loge im Beisein /von Ordenspräsidenten dorfer gegründet u Red.e, die voll war Kellers, erfüllt war Judenemanripators. war Kenntnis dieser Berlin herbeigeeilte das Lob auf Darf ich in Kraus und Großpräsidenten Timentjurde, da hielt Br. Timendorfer eine von Kenntnis der Werke Augustin vom Ideengehalt des aargauischen Der Mehrzahl der Schweizer Brüder -Werke nicht gegeben, aber der aus —..B- Oroßpräsident hatte in seiner Gewissenhaftigkeit nicht verabsäumt, sich über die Wesenhaftigkeit des Schutzpatrons der neuen Züricher Loge zu I unterrichten. - So war von Anfing an das Verhältnis der Schweizer Logen, in deren Nanen ich Orüße und innige Verehrung dem hochwürdigen Oroßpräsidenten überbringe mit dem Wunsche einer weiteren segensreichen Amtsführung zur deutschen Großloge, die das Exekutivkomitee uns gegenüber vertrat, gegeben. Ein Verhältnis gegenseitiger brüderlicher Liebe und Hilfsbereitschaft, das dem Drängen und der Zeiten Not stami hielt. Stand hielt, weil im Wirken des Großpräsidentei i der hervorstechende Zug seine Friedensliebe und großzügiges Verständnis war und ist, alles Andersartige zu verstehen und in seiner Wesensart zu begreifen. Dieser Zug charakterisiert auch die Forderung des Tages, soweit der Olden in Betracht kommt. Friedensbringer muß der Orden in unseren Tagen jüdischer Be- — wir können uns nicht den Luxus aufs Messer bekämpfender Parteien Jnserem Statut den Friedensausschuß zwischen den Brüdern beseitigen irden im jüdischen Leben sein als ein riesiger, über die ganze Welt verbreitet':r Friedensausschuß, bereit, in Streit und Kampf durch die Autorität seiner führenden, drängnis sein. Dem sich gegenseitig bis leisten. Wie wir in li haben, der Konflikte soll, so muß der O nichts anderes heutt allen jüdische» Parte en angjehörenden, durch Bruderliebe verbundenen Persönl chkeiten einzugreifen. d ein zweiter bedeutsamer Zug , in der Tätigkeit des Gfroßpräsfdenten, den alle Redner hervorhoben: Seiq sieghafter Optimismu i, der nicht verzweifelt, auch nicht in den schwierigster Lagen. Optimismus, die zweite Forderung des Tages: Eine Oemeinschäft mit einer mehr als fünftausendjährigen Geschichte muß nicht verzweifeln in der Not des Augeiblicks. j Völker kamen und gingen, tauch! en auf im Wech lei der Geschichte und verschwanden. Wir J uden aber blieb en und Werden bleiben. Ueberleben sicher die Völker, di e uns hjeute in Unverständnis und Ungerechtigkeit bedriuen. j . Wie könnten wir such verzweifeln, Wenn immer und immer wieder aus der Mitte dies Volkes Führespersönlichkeiter auferstehen wi: der Gefeierte, den wir alle’herzlich verehren.; I m so schmerzt eher war! es mir, als ich von den Rücktrittsabsichten Br ider Timendorfers hörte. Wir wollen bei seiner Anwesenhe t in Zürich, in einem augenblicklich glück! icheren Lande < ls Ihr arjnes Vaterland, seine gute . Stimmung benutzen, um ihm ] seine Rücktrittsgedanken - auszureden. Denn dis Judentum, der Orden, braucht heute jeden Mann. j So bitte ich Sie, Br. Timendorfer, auch im'Namen der Schweizer .Logen, bleiben Sie bei uns, entziehen Sie uns nicht Ihren bewä irten Rat und Ihre Tatbereit Schaft. Dienen Sie noch lanj e Jahre iri voller Gesundheit dem Ordensgedanken, dess;n Herrsch er Sie heute sind. Br. Maurice Mynrs, Vertreter der „Hrst Lojdge of England“: Heute habe ich in einem alten deutschen Buch gelesen: „Es sind nur di : kleinen Geister, welche die großen Worte lieben“. Nun, li< be Brüder, hier gibt'es keine-kleinen Geister, infolgedessen brauche ifch kein großes Wort zu sagen. i 1 ch hatte die Absi :ht, zu Ihnpi ein paar Worte englisch zu‘redtEri. Ich m einte nämlich, daß die B’nai B’rith einer Briten verstehet würden, wenn, er sich seiner Mutt trsprache bediene Doch hat e ich mich entschlossen, deut tch zu reden, ob vohl die B ifürchtung besteht, daß Sie i rein gutes Englisc! i besser als nein schlechtes Deutsch verstehen könnten. Meine Anwesenheit ist ja. e keine Landesgrenze, s:!bst nicht uns von einander zu s:heiden im n Beweis dafür, daß der alte Gott Neptun, usjtandp ist Ich bringe Ihnen c ie herzlichsten Grüße; der Londoner Logh. Wir nehmen sympathischsten Anteil an Euren Freuden und die glücl liehe Ursache des heutigen Festes, hat bei uns besondere Genugtuung hervorgerufen, Wir beneiden Sie lon Herzen,'denn wir armen Pech- ' vögel haben keinen C roßpräsidenien, da wir überhaupt keine Großloge besitze i. 1 ' ich wundere mich nicht, daß Sie einen Justizrat zu dies« m' hohen Amte wihlten; aber nachdefa' wir Geheimnisse abgeschafft hab<n, daß Sie einen Geheimen Justizrat beibehalten h; ben, verstehe ich nicht! Ich will Sie nicht länger aufnalten. Nur. will ich nocl mals meine persönliche Freude zum Ausdruck bringen. — 31