Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1923
- Issue
- Nr. 3/4 - März/April (3.1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- Seite 30 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Brüdern sich untersd dm di verübelt es im demokratischen Orden, da8 es ein Festgewand von allen anderen Exemplaren eidet- Es folgten dann die Glückwünsche der einzelnen Vertreter. *' Exprisldent Br. Professor Elbogen, Vertreter des hochw- Exekutiv-Komitees: Hochwürdiger Br. Großpräsidenl: Es sind heute zehn' Wochen her, daß ich die Ehre hatte, C ast, unseres hochwürdigen Ordenspräsidenten in Chicagc zu sein. Ich mußte' naturgemäß viel von den Verhältnissen .in Deutschland berichten, die damals noch etwas vreniger traurig waren,, als 'sie es in den letzten Wochei leider geworden sind. Aber Sie wissen durch die wiederholten Besuche;des Br. Seelenfreund, daß unsere amerikanischen Brüder .mit unverminderter Herzlichkeit und Tr :ue an dem deutschen Distrikt hängen und festhalten. Das Interesse der dort anwesenden Brüder konzentrier!e sich auf Ihre Person,, verehrter Br. Jubilar. Mit he ■zlicher Dankbarkeit erinnern sich Mr. "und Mrsv Kraus i ires Besuches in Deutschland vor nahezu elf Jahren. Sie haten es nicht vergessen, wie viel Aufmerksamkeiten und Gi stfreundschaft sie hier genossen haben. Das will umso mehr sägen, als Gastfreundschaft eine der hervorstechen Isten Tugenden der Amerikaner -ist. Aber einen so sich :ren Platz Sie im.Herzen unseres Qrdenspräsidenten durch Ihre Liebenswürdigkeit und durch Ihre Freundlichlichkeit sich erworben haben, es war selbstverständlich die Rede vsndem Ereignis, das.damals bereits ja unmittelbar bevorst ind, daß Sie, hochwürdiger Bruder Großpräsident, heute auf eifl|e 25jährige Amtstätigkeit als Leiter des VIII. Distrikls zurüdkschauen. Es war der Wunsch der Ordensleitung, bei der heutigen glanzvollen Feier vertreten zu sein, lis war in Aussicht genommen, Br. Prof. Dr. Ehrmann-V/ien als Abgesandten hierher zu delegieren, damit der, wifcigstens an Jahren, älteste Distrik'ls-Großpräsident des K( intinents Ihnen am heutigen Tage die Wünsche und dm Dank der Konstitutions-Großloge ausspricht, Aber vir mußten schon damals mit den Schwierigkeiten der Re se rechnen und da Sie, Bruder Großpräsident, Br. Dr. Eh: mann und mich stets als Doppelgänger bezeichnet haben, so h'eß iqh mir sofort eine Substitutionsvollmacht ausstel en, und es gereicht mir zur ganz besonderen Ehre, heute t ier Sprecher der Exekutive unseres geliebten Ordens zu seip, und zur besonderen Freude, einige herzliche. Worte letzten wöhnt an Sie richten zu können, da Sie mich in den zwanzig Jahren durch Güte und Wohlwollen vefhaben. Man weiß an der Spitze unseres Ordens sehr w ohl zu schätzen, •was Sie in diesen 25 Jahren nicht hur ftr den deutschen Distrikt, sondern auch für derf ganzen Orden geleistet haben, was'es bedeutet, daß. Sie Ihre beste Kraft, Iure schönsten Jahre mit steter Bereitschaft unter Zurückstellung Ihrer eigenen Person den Orden! aufgaben und den Orcjensangelegenheiten gewidmet naben. Man weiß es an dpr Spitze unseres Ordens sehr wohl tu schätzen, was die Entwicklung des deutschen Distrikls während der letzten 25 Jahre für den Orden bedeutet! Man kennt die Ziffern, man weiß auch auf der andern Seite der Welt, daß unter Ihrem Präsidium nahezu 70 Logen installiert worden sind, man weiß auch, wh stark die Zahl der Brüder gewachsen ist, die wir heut« zu den unsrigen zählen. Aber, man weiß viel mehr, unc das imponiert den Brüdern in den Vereinigten Staaten ir weit höherem Maße, man weiß, wie viel Sife durch Ihn Tätigkeit dazu beigetragen haben, den Orden in Deutschland zu konsolidieren, ihn zu einem wirklichen Bruder bunde auszugestalten. Man weiß, und man sieht neidlos au Ihre Tätigkeit daß in [Deutschland der Orden und di« logen eine Stätte jüdifeclj-sozialer Erziehung .geworder Sind, daß der Orden ein solches Ansehen in der jüdischer Gesamtheit errungen hat, daß es' keine große jüdisch«^ Organisation in Deutschland gibt, ja, daß es innerhalb Deutschlands kaum eine große humanitäre Bewegung geben kann, die an dem Orden achtlos vörüberzugeher vermag. Alles das weiß man in der Exekutive, das alle« findet dort hohe Wertschätzung und Anerkennung, obwoh 1 der deutsche Distrikt sich infolge seiner Erstarkung irpme ■ unabhängiger gestaltet und Erfolge erzielt hat, die übe;- das hinausgehen, was Selbst in der Heimat des Ordens erreicht worden ist Man weiß, daß dieser Distrikt durch den Umfang und'die Intensität seiner Arbeit vorbildlich geworden ist, daß die i Expansion des Ordens auch au i andere Länder Europas sich erstreckt hat, daß in Dänemark, in der Schweiz und -daß, wenn auch nicht von Ihnen persönlich gegründet, so doch unter Ihrer Leitung un«l unter dem Oewicht des Ansehens des Ordens auch dii; Logen in England und im nahen Orient zum großen Teil entstanden sind, und so der Orden eine weite Ausdehnung erfahren hat Das alles weiß und schätzt man in der Exekutive und dafür wird Ihnen, hochverehrter Jubilai, tiefer, heißer Dank entgegengebracht, den ich heute den Auftrag habe, Ihnen auszusprechen, wie die Konstitutions- Großlage ihn auch bereits schriftlich zum Ausdruck gebracht hat Ihr Name ist mit ehernen Lettern in die Annalen des Ordens eingezeichnet v Und nun haben sie den unabwendbaren Beschluß gefaßt, von Ihrem hohen Amte zurückzutreten. Man weiß es in dem demokratischenAmerika gewiß zu würdigen, daß ein Mann au i freiem Willen das höchste Amt in seinem Bereich niederlegl. Sie werden es aber verstehen, wenn man in der Exekutiv« i mit eilief gewissen Besorgnis der Zukunft entgegensiehf, 'Bie in ihrem Verlauf ungewiß ist, wenn man sich frag«, wie es wohl im deutschen Distrikt gehen wird, wenn nicht mehr in der Leitang Ihre Einsicht, Ihre Kraft, Ihr; Herzlichkeit, Ihre Güte maßgebend sind. Aber andrerseit > ist es ein köstliches Bewußtsein, daß Sie Mitglied der Groß löge bleiben, an ihrer Entwicklung weiter tätigen Anteil nehmen. Man hofft und wünscht zuversichtlich, daß Ihre Weisheit und Sachkunde, Itire Erfahrung und Umsicht den Orden auch in Zukunft nicht fehlen werden, daß Sie denken und schaffen, und wen auch nicht mehr in derr gleichen Umfange wie bisher, s > doch nach Maßgabe Ihrer Kräfte, in derselben Treue, wie hindurch getan haben. Und da.i das heiße Oebet der Exekutiv«: «laß esj Ihnen vergönnt sein möge, bis ins höchste Altein Rüstigkeit und Kraft, in Freudigkeit und Frische wie Sie es bisher 25 Jahre ist der innige Wunsch 30