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Der Orden Bne Briss · 1922-11-01 · Nr. 10/11 - November-Dezember (11.1922) · p. Seite 129

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1922
Issue
Nr. 10/11 - November-Dezember (11.1922)
Date
1922-11-01
Page
Seite 129 (sequence 7)
Language
German
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deutsche Kinder, deren Angehörige nicht das Pflegegeld aufbringen können, das gegenwärtig mit Mk. 3000.— monatlicjh für viele Unerschwinglich ist, nicht zu kurz kommen. Deshalb ist ein Vorschlag,! den in der Beratung des gemeinsamen Wohlfahrtsausschusses dev Berliner Logen unser als Fachmann auf dem Qebiete der Wohlfahrtspflege rühmlich bekannter Br. Eugen Caspary gemacht hat, sehr beachtenswert. Damit unser Beelitz von der Notwendigkeit bewahrt wird, durch die für die Erhaltung/ des Betriebes unerläßliche Steigerung der Pflegesätze in ein Erwerbsinstitut: sich umzuwandeln, indem es seine Fürsorge pur den Zahlungsfähigen zuwendet, soll auf den zeitgemäßen Gedanken der Pflegschaften zurückgegriffen werden. Es ist eine dankenswerte Aufgabe, sowohl für unsere Logen als auch für wohltätige Brüder und Schwestern, denjenigen Angehörigen, die die Pflegegelder nicht oder nur teilweise aufzubringen imstande sind, zu Hilfe zu kommen, wobei selbstverständlich bei der Auswahl besonderen Wünschen der Paten entgegengekommen werden soll. Daß durch solche Patenschaft das Interesse für die einzelnen Pfleglinge und für die Anstalt wachgehalten wird, ist eine schöner Beigabe, durch die das unserem Orden vorschwebende Ziel, die Logen und die einzelnen Brüder in ihrem sozialen Wirken zu bestärken, die beste Würdigung erfährt. Den Kern obiger Ausführungen zusammenfassend, ergehen also die folgenden Aufforderungen an alle Logen und wohltätigen Brüder dahin: einmalige größere Beiträge zur Beseitigung der augenblicklichen akuten Notlage von Beelitz zu bewilligen und an d i e O e s c h äf t s s t e 11 e: Deutsch- Israelitischer Gerne indeb und, Berlin W. 35, Stegl i tz'er St Postscheckkonto Berlin Nr freundlichst bald einzuschicjc s o da n n sichbereit z u e r c ren,für ein oder mehrere 2 finge die Paten schaf t im ob Sinne zu übernehmen. Es kann versichert werden, daß eine drücl ende Belastung auch durch letzteren Beschluß nicht entsteht, da die Augehörigen nach Kräften ihren Verpflichtungen nachkommen, es.' sich also nur um Ergänzungsbeträge handelt. j Auf diese Weise wird eine [ segensi eiche Einrichtung gesichert werden, an .'der u isert Großloge einen so maßgebenden Anteil rimtat, Dr. N. se.p Nachschrift der Redaktion. Wir stützen den Notruf aufs wärmste, mö aber daran erinnern, daß die Ansta Beelitz s. Zt. von der Großloge gemeii mit dem D. I. G. B., d. i. mit der Orgairis, n die fast alle Gemeinden Deutschlands u begründet wurde.- Es ist daher picht nur gäbe der Logen und Logenbrüder, diesem reich wirkenden Institut in der Not beizust sondern auch Sache der jüdischen Gemeinde i, Die Logen und Brüder mögen dahe r ihrem Platze auch die Gemeinden sowie Glaubensgenossen, die unserem Bunde nicht angehören, die aber Herz und Verstäi für Werke der Liebe besitzen, für Beelitz .essieren. Es darf auch nicht vergessen we daß alle von unserm Distrikt im Laufe $ 40jährigen Bestehens geschaffenen: Wohlfi einrichtungen — bis auf das Altersheim Berliner Logen — nicht unseren- .Logen Brüdern, sondern dem Wohle der A11 g e m heit dienen. i)nter hten t in sam tion, i+faßt, Auf- 0, 924 en, I ä - öggen enshen, an die roch dnis nterden, :iries hrts-, der und :in- Von jüdischer Wohlfahrtspflege. Die Zentral wohlfahrtsstelle der deutschen Juden wurde im Jahre 1917 auf Anregung des Verbandes für jüdische Wohlfahrtspflege in Groß-Berlin unter Mitwirkung der Großloge für Deutschland U. O. B. B., des D. I. G. B. und des jüdischen Frauenbundes gegründet, um eine zeitgemäße Reform der jüdischen X rohlfahrtspflege in die Wege zu leiten. Unter dem Titel „Von jüdischer Wohlfahrtspflege“" gib t sie jetzt ein Buch heraus, welches die1 Referate enthält, die über wichtige Fragen der Organist tion, der Sozialpolitik und der Sozialhygiene auf der - 129 - 129

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