Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1922
- Issue
- Nr. 8 - September (9.1922)
- Date
- 1922-09-01
- Page
- Seite 110 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/6727475-6029110-6074536--0244-4866945- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
fragen registrieren konnten. In 47 Fällen ist es uns gelungen, passende Vorschläge zu unterbreiten, so daß wir dieselben als »zur Zufriedenheit erledigt« bezeichnen können. Zu unserer großen Frende war uns die Möglichkeit geboten, zwei Logenbrüdern, die Sommerbesitzungen haben und sich gegen mäßige Bezahlung bereit erklärten, Kinder. von Logenmitgliedern aufzunehmen, derartige. Sommergäste nachzuweisen. Auch Witwen von Logenbrüdern haben wir verschiedenjlich helfen -können, indem wir ihnen Pensionärinnen nachwiesen, .die sich bei ihnen außerordentlich wohl und behaglich fühlten. Von 16 Fajmilien wurde für die Töchter und Schwestern1 eine hauswirtschaftliche Ausbildung erbeten; in;7 Fällen war ein positiver ■ Erfolg zu verzeichnen; die anderen entziehen sich unserer Beobachtunjg, da wir wohl verschiedene Adressen angegeben, > aber auf verschiedene Anfragen keine Auskunft erhalten haben. Recht lebhaft gestaltete sich die Nachfrage nach dem Austausch und der Wohnbeschaffung für Studenten und Studentinnen. Da .es sich in diesen Fällen immer um bestimmte Universitätsstädte handelte, haben wir jedes Gesuch pflichtgemäß an die jeweilige Loge weitergegeben mit der Bitte um eine direkte Erledigung'^ allerdings blieben die so dringend erbetenen Antworten aus; aber durch Zufall konnten wir fesfstellen, daß auch in dieser Arbeit noch weitere Erfolge zu verbuchen sind. 19 Fälle wurden glätt erledigt. Rechnen wir noch hinzu, daß durch idie Lektüre ries Großlogenblattes sich unzählige ftrüder meldeten, die für ältere Leute um eine Unterbringungsmöglichkeit baten, oder Eltern, -diej für ihre Kinder während der Ferien eine Unterkunft wünschten, so wird man ermessen können, daß sich diese Arbeit außerordentlich vielseitig ausgestaltet hat. Besonders dankbar erwähnen wir, daß eine Familie einer unbemittelten Lehrerin für 2 Monate Unterkunft in gastfreundlichster Weise gewährt; die beglückten Berichte dieses überarbeiteten Menschen sollte andere Logenangehörige^urNachahmunganregen. Ferner wurde ein Austausch'mit England herbeigeführt Der Gedanke marschiert; es wird den Menschen klar, daß die heutige Zeit Opfer verlangt; Opfer, die man für jeden Fremden zu bringen bereit ist, um wie viel mehr für diejenigen, die wir als Gesinnungsgenossen bezeichnen dürfen. Angebot und Nachfrage müssen sich regeln; für jetes junge Mädchen, das den Haushalt erlernen w ill, müssen Schwestern vorhanden sein, die sich der Mühe jdes Anlemens unterziehen. Diejenigen Töchtejr, die Neigung zur Kinder- oder Krankenpflege zeigen, müßten in Familien und Logcnheimeti Gelegenheit haben, sich so lange zu betätigen! bis sie die zur wissenschaftlichen Ausbildung vorgeschriebene Altersgrenze erreicht haben.T Die Logen der Universitätsstädte müß en lange fieit yor Beginn eines jeden Semesters sich an ihrb Mitglieder wenden mit der dringenden Bitte, Austauschfälle mit anderen Universiti ts-> plätzen rechtzeitig bekannt zu geben und jedes verfügbare Zimmer für Söhne und Töchter von Logen|iiigehörigen frei zu halten. Dasselbe hiitte auch äu allen denjenigen Plätzen zu geschehen, in denen sonstige Aüsbildungsmöglichkeiten vorhanden sind. Selbstverständlich kann auch dann diese ijanze Arbeit nur gewissenhaft gelei stet werden, wenn Angebot und Nachfrage nicht — wie da: > jetzt so häufig geschieht — der Zentralstelle jim letzten Augenblick als außerordent ich dringlich zugehen. Diese Eilsachen lassen sich dann ejt ensowenig erledigen, wie wenn jetzt sc ton von ijns für Osten 1923 Vorschläge erwartet werdest. Ein Spielraum von etwa 2—3Monaten dürfte sich als zweckmäßig erweisen. Wir dürfen vielleicht noch den Wunsch äußern, daß das Bei-' fügen i< iniger Freimarken uns die so sehr kostspieligjE Arbeit wesentlich erleichtern würde. Nttrl wenn die Auskunftsstelle als Samuelfür jedes Angebot und jede Nachfrage wird, ist sie in der Lage, mit Erfolg zu Jetzt, wo die Tätigkeit sich nach den ferien wieder reicher zu entfalten.beginnt, wäre 4s unbedingt notwendig, daß alle Logen und al i: Frauenvereine der Zentralstelle Vertrat tenspersou :n nennen, die sich auch tatsächlich dieser nicht ganz leichten Arbeit ernsthaft widmen wollet i. Bei unseren heutigen Verhältnissen muß jede Loge dazu beitragen, daß eine unnütze, kostsp elige, zeitraubende Korrespondenz vermiedet, daß aber auch jeder Fall gründlich bessern becke arbeit hande Sinne wird. Möge die weitere Arbeit in di! geleistet werden! Martha Schlesinger, Frankfurt a. M. - HO —