Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1922
- Issue
- Nr. 8 - September (9.1922)
- Date
- 1922-09-01
- Page
- Seite 109 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Summen in Frage ko nmen. Da wir Frauen in den Frauenvereinigun jen, Vorwiegend auf. uns selbst gestellt, durch freiwillige Beiträge diese Fonds sammeln müs sen, können wir unsem bessergestellten Schwistem {nicht oft genug klar machen, wie groß v eifach die Not in unsem eigenen Kreisen ist, eine Not, die man nicht sieht, die man fühlen | und Erraten muß. Oewiß sind die Anforderungen an die pekuniäre Leistungsfähigkeit, die heute an jeden Einwerden, außerordentlich große; Lage istj eine Vergnügungs¬ oder Erholungsreise tu machen, der versäume nicht, derer zu geden een, dienen dies versagt ist und gebe jeweils einen größeren Betrag in unsere Mittelstandskassel, die wohl in irgend einer Form in jeder Frauenvereinigung vorhanden sein sollten. Das schwierigste Problem der Mittelstandshilfe erscheint mir d«is Herausfinden derer, die zelnen gestellt aber wer in der unsern Rat und unsre Hilfe wol en. . Es ist unendlich schwer für den, der gewohpt war, ganz auf sich selbst gestellt zu seii i, von andern Wohltaten zu empfangen; hier hängt -alles von dem Feingefühl und dem Takt ab, mit dem wir geben. Wenn im gleichen Falle ein anonym gesandtes Lebensmittelpaket mit Freude angenommen, ein persönlich angebotenes' größeres Qeldgeschenk zurückgewiesen wurde, so ernennen wir die Schwierigkeit der Aufgabe,.vor die wir gerade als Logenschwestjer gestellt sind. Wenn es doch möglich wäre, j das schwesterliche Zusammengehörigkeitsgefühl so zu. steigern, daß wir uns in unseren Nöten wie -leibliche Schwestern einander nähern und helfen! Die veränderte Zeit verlangt eine veränderte Einstellung, und es kann nicht oft genug! ausgesprochen werden, daß wir demjenigen zu Dank verpflichtet sind, die uns ihres Vertrauens! würdigen und unsere Hilfe, auch materieller Aijt, annehmen. ' Zentraluad Auskunftsstelle. Austausch arbelt Wollte ich den mir zur Verfügung stehenden Raum ausnützen, uni wieder über die Zweckmäßigkeit des Austausches von Söhnen und Töchtern der Logen; ingehörigen zu schreiben, so wäre das meines Erachtens eine ganz überflüssige Aufgabe. W^r von den Logenbrüdern und Schwestern Interesse für diese Arbeit hat, wer darin mehr sieht als eine Tätigkeit, die die Logen aufnehmen kö einen, um etwa ihr Arbeitsfeld etwas auszudehnen, wer vielmehr erkennt, daß es sich hier im höchsten Sinne um Menschlichkeit und Nächsten iebe handelt, der wird und muß seine ganze Arbeitskraft und sein volles Verständnis dieser Aufgabe zuwenden. Daß dies schon vielfach geschieht, daß wir besonders in dem letzten Halbjahre größere Erfolge zu verzeichnen haben, gibt uns die Hoffnung und den Mut, die beschritteneh Wege rüstig weiter zu verfolgen und b :i jeder'Gelegenheit diesen Vermittlungs- und Au »tauschgedanken so in das Bewußtsein aller Logenangehörigen hinein zu hämmern, daß sie bei vorkommenden Fällen sichr rechtzeitig daran erinnern müssen. Der Gedanke des reinen Austausches, wie er uns bei der Aufnahme unserer Arbeit vorschwe ite, hat sich int Laufe der Zeit als zu eng be; grenzt erwiesen [ Zahlreich waren die Anfragen, die uns von vielen Seiten zugingen, und die diesen Rahmen'wejtjaus überschritten. In unserer he itigen <6öhwerert- Zeit erscheint aber die Notwendigkeit einer gegenseitigen Hilfeleistung gtnz besonders zwingend. Es treten häufig Lebenslagen ein,' in denen selbst ein gefüllter OelÜbeutel nur einf sekundäre Bedeutung hat. Das jiußert sich seht häufig bei der auswärtigen Unterbringung unserer Söhne und Töchter, sei es zur Erlernung dei Haushaltes oder irgend eines Berufes und zum - Zweck des Studiums. In diesen fällen,-in deneti man sich früher mit den üblichen Pensionen behalf, können heut die Eltern nicht vorsichtig genug bei der Wahl des Milieus ihre Kinder bringen, und das, nur vorübergehend erscheint, schneidender Bedeutung für ihre sein, in das sie wenn ’ es auch oft von einganze Zukunft werden kann. Wie schon eingangs erwähnt das Interesse für unsere Arbeit in Maße, daß wir bisher 108 Angebote und Nachsteigerte sich so erheblichem — 109 —