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Der Orden Bne Briss · 1922-09-01 · Nr. 8 - September (9.1922) · p. Seite 111

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1922
Issue
Nr. 8 - September (9.1922)
Date
1922-09-01
Page
Seite 111 (sequence 15)
Language
German
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»fei Einweihungsfeier des Ferienheims U. O. B. B. in Rbchwitz. Am 13. August er. wurde das Ferienheim der Fratemitas-Loge feierlich eingeweiht. Auf den Höhen von Rochwiti, in landschaftlich sehr schöner Lage, macht di s im Villenstil künstlerisch erbaute Haus einen würdigen und zugleich behaglichen Eindruck. Ij)er Blick aus der offenen Vorhalle' über die Täl:r und Hügel des sächsischen Erzgebirges ist wahrhaft herzerfreuend und zeigt den guten (Jeschmack und das hohe Verständnis für Natur Schönheit, das die Brüder beseelte, die vor 13 Jahien diesen Platz auswählten. Die Feier selbst verlief in schlichter harmonischer Form unter Teilnahme zahlreicher Brüder und Schwestern aus Dresden, des Vorsitzenden der Jüd. Gemeinde, Kommerzienrat Elb, einiger Brüder aus Chemnitz und der Vertreterinnen der Berliner Schwestemvereine. Nachdem Expr. BrJ Abeies in Vertretung des verreisten Br. Präsidenten die anwesenden Ehrengäste begrüßt hatte, dankte er $em Ausschuß für die Errichtung desjFerienheims, insbesondere dem Br. Max Lesser uhd seiner Frau. Herzliche Worte der Begrüßung richtete auch Frau Hirsch, die Vorsitzende der Schwesternvereinigung, an die anwesenden Gäste. In schlichten Worten schilderte Br. Lesser die Oründung des Ferien^ heims. Nachdem es gelungen war, das nötige Kapital von den Logen in Dresden, Leipzig, Chemnitz, Berlin und dem Frauenbund zu erhalten, seidas ganze Haus rei loviert und für die Zwecke des Ferienheims wohnlich und gemütlich eingerichtet worden. In tei weise recht humoristischer Form erwähnte er die Schwierigkeiten, die sich in der heutigen Zelt bei dem Umbau ergaben und die ihn und seine) Gattin oft zwangen, selbst mit Hand anzulegen. Am Schlüsse seiner mit lebhaftem Beifall puf jenommenen Worte überreichte er den Schlüssel des Hauses der Vorsitzenden des Frauenbundes, Frau Dr. Ekchelbacher. Die Glückwünsche der Großloge\und insbesondere des hodur.^Großpräsidenten überbrachte Br. Dr. Seeligsohn-Berlin. Er hob hervor, daß die Fratemitas-Loge s. Z. durch die Gründung der Ferienkolonie im Sinr e der »Wohltätigkeit« gearbeitet habe, während das neue Ferienheim ein Werk der »Bruderliebe« sei. Dem altruistischen Prinzip, dem Stolz un »eres Ordens, würden wir, wie die Schaffung des Kulturfonds beweise, selbstverständlich treu bleben, die/Not der Zeit' gebiete es uns aber, mehr als bisher in sozialem Sinne für unsere Brüder ur d Schwestern vorbeugend einzutreten. Diesem Zwecke diene auch das Ferienheim. Der Anfang sei gemacht,1 nun heiße es weiter arbeiten ah; Beispiel Jür die anderen Logen. , In liebenswürdiger und fesselnder Weise sprach Frau Dr. Eschelbachef ihr« Freude über das Gelingen dieses schönen Weikes aus, das bei der Tagung des Frauenbundes 5. Z. angeregt worden war, und versprach, im hohen Sinne unseres Ordens das Heim leiten zu lassen. Auch Frau Minna Schwarz-Berlin fordert; inim Schluß ' alle Brüder und Schwestern auf, nit freudigem Eifer ans Werk zu gehen. Dann wurde gemeinsam das Innere des Hauses besichtigt. Neben einein Speisjsaal, einem Lesezimmer, stehen vorläulig 5 .Zimmer mit je zwei Betten, 6 Zimmer mit |e einem Bett zur Verfügung. Eine schöne Wies eneben dem Hause sowie die offene Vorhalle bi iten Gelegenheit zu Liegekuren. Eine gemütliche Kaffeetafel vereinigte alle Anwesenden noch auf einige Stunden. ■ , i v < Bei der schönen Lage des Ferienheims, der. mit Sicherheit besetzt" sein guten rituellen Verpflegung läßt sich erwarten, daß alle Plätze dauernd werden.*) . | Den Brüdern und Schwestern,; die Dresden besuchen, sei dringend empfohleri, diese neue soziale Schöpfung unseres Ordens zu besichtigfcn. I i *) Anmeldungen sind zu richteij an den U..O. B. B> Logen-Frauenverband, zu Hd. von Frau Minna Sch w^rz, Berlin, Charlottenburg, Schlüterstr. 53. j . '

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