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Der Orden Bne Briss · 1922-04-01 · Nr. 4/5 - April/Mai (4.1922) · p. Seite 62

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1922
Issue
Nr. 4/5 - April/Mai (4.1922)
Date
1922-04-01
Page
Seite 62 (sequence 14)
Language
German
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derri — eingehend gelesen wird. Die Artikel, die möglichst abwechslungsreich gehalten sein müssen, würden sich gewiß zu Referaten und Diskussionen in den Frauenvereinen eignen. Die Mitarbeit schreibgewandter Schwestern an der »Frauenbeilage«,'als‘dem Organ des Verbandes, muß als eipe der dringendsten Aufgaben jeder Schwestemvereinigung angesehen werden. Die leider immer enger gezogenen Grenzen unseres deutschen Vaterlandes erscheinen uns für unsere intensive Zusammenarbeit noch zu weit und umfangreich. Wenn. der Bericht der Zentral* und Auskunftsstelle darauf hinweist, daß in der 14monatlichen Geschäftsperiode 21 neue Frauenvereine dem Verband angeschlossen wurden (die Zahl beläuft sich mit den schon bestehenden auf 43), so.weisefi auch diese Anschlüsse erhebliche Lücken äufj. Hier gilt es, neue Frauenvereine dort zu gründen, wo Logen sind, aber noch keine Frauenarbeit geleistet wird, an anderen Stellen sollen schon bestehende Frauenvereine zum Anschluß angeregt, werden. Lückenlos muß das Netz, das sich um Deutschland in Form der Logen spannt, auch auf den Frauenverband ausgedehnt werden. Wenn wir so umfangreiche Aufgaben wie den Austausch von Söhnen und Töchtern der Logenangehörigen wirksam betreiben wollen — einen Gedanken, der tatsächlich die reinste Bruder- und Nächstenliebe, in sich schließt —, wenn wir erholungsbedürftigen Schwestern eine Kur oder einen Aufenthalt in waldreichen Gegenden verschaffen wollen, wenn wir die Erholungsheime, die früher nur den ärmsten 'Kinde rn zugänglich waren, nun auch auf Logenkinder ausdehnen wollen und dementsprech eud neu ausbauen, so sind dasj Aufgaben, die nicht einzelne Frauenvereine [allein erledigen können, sondern zu denen sich mehrere örtlich näher gelegene Plätze Zusammenschlüßen müssen. Die in Dresden beschlossene Distriktseinteilung schafft engere Grenzen; mögen innerhalb derselben sich die Arbeiten erweitern! und vertiefen und nutzbringend und segensreich werden für unsere ganze Organisation. | Die Fäden aber müssen alle in einem Punkte] zusammenlaufen: in der Zentral- und Auskunftsstelle. Von den Mitteilungen, die dieser Stelle zugehen, von den Anregungen, die sie empfangt, wird es abhängen, ob das Gemeinschaftsgefühl, das auf der Verbandstagung so voll zum Ausdruck kam, darüber hinaus uns zu grpßen Arbeiten begeistern kann, eingedenk jenes größen Dichterwortes: »Der Mensch bedarf des Menschen sehr zu seinen großen Zielen.« i Ein Appell des Frauen-Vereins der. Berliner Logen. ~ Von Schw. Minn-a Schwarz. Der Frauen-Verein der Berliner Logen hat seine 34. ordentliche Mitglieder-Versammlung am 26. April abgehalten. Der Tätigkeitsbericht, der gegeben wurde, gab einen erneuten Beweis für seine'Leistungsfähigkeit, Ein Jahr ernsten Schaffens und Strebens liegt hinter ihm. Trotz Mehrbelastung durch das im Mai vorigen Jahres seinem Mütter- und Kinderheim angegliederte Entbindungsheim konnte er bisher noch allen den an ihn gestellten großer! Anforderungen nachkommen. i Welche materiellen Schwierigkeiten sich uns fast unüberwindlich entgegenstellten, wird aus der nachstehender» Aufstellung hervorgehen. 121 Frauen u(urden während ihres Wochenbettes* durch die vondem Frauen-Verein gestellten Pflegerinnen unter täglicher Aufsicht einer Schwester in eigener Häuslichkeit verpflegt. 128 Frauen wurden im Entbindungsheim, Brunnenstr. 41, und 92 Frauen im Israelitischen Krankenheim, Elsässer Str. 85, auf Kosten des Frauen-Vereins entbunden. , 89 werdende Mütter und 133 Mütter sowie 140 Kinder fanden während des letzten Jahres im Mütter- und Kinderheim Aufnahme. 15 Pflegerinnen, jüdische Frauen, sind! für die Hauspflege angestellt. j Die Aufwendungen für die Institutionen des Frauen-Vereins betrugen vom 1. April 1921 bis 31. März 1922 M. 760 660,54. 18 Schülerinnen wurden im verflossenen Jahr in der Säuglings- und Wochenpflege ausgebildet. Die theoretischen Kurse leiten für die Säuglingspflege unser Kinderarzt Br. Dr. Stefan Steinharter, für die Wochenpflege Br. Dr. Josef Hirsch, [der Arzt unserer Mütter. - 162

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