Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1922
- Issue
- Nr. 2 - Februar (2.1922)
- Date
- 1922-02-01
- Page
- Seite 24 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Mit diesen Beschlüssen ist zum Ausdruck gebracht, daß im Falle eines definitiven Ausscheidens eines Mitgliedes aus dem Generalkomitee neueVorschlige von dfen Logenverbänden gemacht und erttspre<}hendeWahIen vorgenommen werden sollen., ■ ’ . Das Amt der als (Stellvertreter gewählten Mitglieder soll sich alsp nur auf die zeitweise Behinderung eines ordentlichen Mitgliedes erstrecken. j Arbeiterfürsorgeamt: BGoldschmidt-Öerlin berichtet, daß das Arbeiterfürsorgeamt den Antrag gestellt habe, die jährliche j Unterstützungssumme von Mk. 25 000 zu verdoppeln. Br. Goklschrtiidt gibt ein Ueberslchtsbild über die finanzielle Grundlage des Arbeiterfürsorgeamtes und i seine Leistungen. Diese. Leistungen seien zweifellos sehr bedeutende. Die Notwendigkeit und Wirksamkeit des A.F.A. für das öffentliche -jüdische Leben und — was man'wohl hinzusetfcen dürfe — auch für das allgemeine öffentliche Leben, dürfe nicht unterschätzt werden. Die Mittel flössen jetzt erheblich spärlicher, weil der amerikanische Joint seine eigenen Beiträge von ejner erfolgreichen Sammelaktion in Deutschland abhängig gemacht habe. Schon aus diesem Grulfde sei eine erhöhte Anstrengung der jüdischen Kreise in Deutschland notwendig. Je nach dem Erfolge dieser Tätigkeit würde der Joint seiner Zusage entsprechend sich im Frühjahr. 1922 wieder beteiligen. Auch die Ica habe . für; die Wintermonate eine einmalige Zahlung .zugesagt. Eine Unterstützung aus jüdischen. Kreisen Deutschlands müsse um so dringender ’ empfunden werden, als die Tätigkeit des A.F.A^ -eines der besten Bollwerke gegen antisemitische Bestrebungen sei. Die öätjüdischen Arbeiter seien in allen möglichen Betrieben — auch , in gefahrvollen — tätig und den Arbeitern seieki von den Gewerkschaften und ähnlichen Organisationen die besten Zeugnisse ausgestellt werden. — Anfragen über eventl. Unfähigkeit oder [Untüchtigkeit der jüdischen Arbeiter, Brotverdfängung der nichtjüdischen Kameraden, unkollegiales Verhalten, Uebergang zum HändJertum und dergl. wurden von seiten der Gewerkschaften und Arbeiterverbände für die jüdischen »Arbeiter in befriedigendster Weise beantwortet. . *i* Br. Goldschmidt empfiehlt, wie eres selbst getan habe, durch einen persönlichen Jesuch sämtlicher Einrichtungen des A.F.A. sich einen Einblick in die ungeheure Tätigkeit zu /erschaffen, die mit dem A.F.A. verknüpft sei. Trotz alledem habe Referent nicht das Herz, mgesichts der Finanzlage der Großloge eine Erlöhung des Beitrages zu befürworten. Diu jroßloge habe die Finanzaktion, die das A.F.A. )ei den Logen-Präsidenten unternommen habe, auf das wärmste unterstützt,. Jeder einzelne Uruder aber habe gewissermaßen in seinem Herzen ein besonderes Ressort für spezielle’ l;ragen der Wohltätigkeit. Alle dife Brüder, die dem A.F.A. ein besonderes Interesse entgegenbringen, werden gebeten, dies auch durcli die Tat zu bekunden. Br. Blu'menau-Cöln berichtet über die IPistungen, die die Gemeinde Cöln und die Rheinland-Loge für die lokalen Verhältnisse, flr. Höniger über die Leistungen, die die £ berschlesiSchen Lögen für die Zweigstelle in K a 11 o w i t z aufgewandt hätten. Das Generalkomitee faßt folgenden Beschluß: »Die für das Arbeiterfürsorgeamt beschlossene Beitragszahlung von Mk. 25 000,— 4 wird aufrecht erhalten. Eine Erhöhung der Summe wird mit Rücksicht auf die Finanzverhältnisse der Großloge abgelehnt. Mit -Rücksicht atif die Notwendigkeit des Arbeiterfürsorgeamtes wird an die Logen, insbesondere an einzelne Brüder, die dem Arbeiterfürsorgeamte Interesse entgegenbringen, ein warmer Appell zur Unterstützung gerichtet. * Amerikanische Instituten-Spende: Br. S e e I i g s d h n legt nach einer kurzen Uebersicht über die einschlägigen Verhältnisse e nen Vefteilungsplan vor, der vom Generalkomitee genehmigt wird. Insgesamt werden Mk. 186 000 an ve rschiedene mit den Logen in enger Beziehung s ehende Institute verteilt. Mjerband der jüdischje Br. Lichten chtet als Referert Umfrage, die von einzelnen - 1_ogen zu unseren Jugeti n Jugendvereine Deutschlands v stein-Königsberg bet über das Ergebnis einer seiten der Großloge an die oezüglich ihres Verhältnisses dvereinen gerichtet worden — 24