Mannheim
Compact Memory

Der Orden Bne Briss · 1922-02-01 · Nr. 2 - Februar (2.1922) · p. Seite 19

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1922
Issue
Nr. 2 - Februar (2.1922)
Date
1922-02-01
Page
Seite 19 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/6727475-6029110-6074514--0148-4866838
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Die vom Execütiv-Komitee unternommene Aktion für die Kriegs- und Pogromwaisen muß nun endlich zum Abschluß gelangen. — Unter den angemeldeten' Kindern befinden sich 14 Kinder von Brüdern, 84 deutsche Kindec, 12 nichtdeutsche Kinder. Br. Timendorfer schließt in der Erwartung, daß die Voraussicht der Mitglieder die richtigen Wege für die Lösung aller Fragen finden werde zum Segen unseres Ordens, der jüdischen^ Gemeinschaft und — entgegen allenVerleumdungen^- unseres Vaterlandes. An den Bericht des Großpräsidenteri" schließt sich eine kurze Diskussion an. — Br. L i s s e r bemerkt, daß der Großloge aus dem Kreise der Brüder darum keine besonderen Spenden zufließen, weil sie von den meisten Brüdern als reines Verwaltungsorgan angesehen werde. — Br. Timendorfer bemerkt demgegenüber, daß diese Tatsache nicht ausschließe, daß wir von unendlich vielen Seiten um Hilfe angegangen werden, die wir durchaus nicht immer auf die Logen abwälzen können. Br. Catzenstein- Hannover wünscht für die Protokolle des Geschäftsausschusses eine größere Klarheit der Schrift, auch wenn dadurch mehr Kosten erwüchsen. Bezüglich neuer Unternehmungen solle sich die Großloge begrenzen; es sei nicht erforderlich,. daß sie überall beteiligt sei.' Br. OIlendorff-Barmen fordert, daß das Verhältnis zwischen Oeneralkomitee-Mitgliedern und den ihnen unterstellten Logen fest Umrissen würde, um die Beziehungen enger zu gestalten. Br.Merzbach wünscht die Unterstützung bei den Bestrebungen einer Logengründung in Mailand. — Dem Br. Merzbach wird erwidert, daß geeignetes Material den betreffenden Herren s. Zt. zugegangen sei. Br.Jeselsohn begrüßt es, daß gelegentlich auch für nichtkonfessionelle Zwecke Mittel bereit gestellt worden seien, was als ganz wirksam für den Kampf gegen gewisse Angriffe verwandt werden konnte. Br. T i m e n d o r f e r berührt Sodann die Angriffe des Generals Ludendorff gegen den Orden. In seinem Buche „Kriegsführung und Politik“ hat Ludendorff dem Orden den Vorwurf gemacht, daß er gemeinsam mit anderen jüdischen es Ordens unter werden verschiech-München sind Organisationen für die Entente gearbeitet Und ihre Werbearbeit verstärkt habe. In diesem Buche ist an erster Stelle Br. Goldschmidt zitiert bezw. falsch ausgelegt. Weiterhin sind Stellen weggelassen, die eine ganz andere Auffassung ergeben müssen al^ die von Ludendorff vertretene. Fernerhin sind noch kurz die 3Br. Maretzlp und Kuznitzky — zumTeil mit Entstellung*).— erwähnt. Br. Goldschmidt hat im Einverständnis mit dem Geschäftsausschuß als alter pre ußischer Sanitäts Offizier in der„VossiSchen Zeitung“ in der Sonntagnummer vom 27. November eirijen „Offenen Brief“ an Ludendorff gerichtet. — Es. besteht nun die Frage, was weiterhin seitens < nommen werden soll. Hierzu dene Vorschläge gemacht : Einzelne Brüder wie Br. Bai schon jetzt in der Lage, die Zustimmung ihres Loge zu jedem denkbaren Wege auszusprechen'. Aehnlich äußert sich Br. Cohn-Dessau.—All« Redner sind sich darin einig, daß möglichst bald mit Klage vorgegangen werden! müsse, ..-Einzeln« Brüder sind dafür, i daß Br. Timindorfer an Ludendorff schreibe, um eine öffentliche Klarstellung zu erzielen.! * - [ DieBBr. Lichtenstein und Merz>bac betonen den Anspruch auf Wjeglassung'.der be anstandeten Stelle in einer neuen Auflage. Br. Lichtenstein möchte den Justizminister Rac bruch zu einer öffentlichen Stellungnahme’ gegei 'Ludendorff anregen. Br. Stein möchte durcty geeignete rechts politische Persönlichkeiten Ludendorff informierei und zu einer Erklärung veranlassen. Br. Placzek hat die Absicht, dorft persönlich unter Hinweis auf die Posenet Verhältnisse, in denen die Juden den Kitt ft r das Deutschtum gebildet halj>en, zu schreibet Br. Walter wird beauftragt, die Strafanzeige , ev. die Privatklage möglichst) bald aufzusetzei, Erhöhung der Großlogenbeiträge! Der Logenbeitrag"* wird vom L Januar 192}2 ab von Mk. 30 auf Mk. 40 Erhöht , >r - an Luden - *) So zum Beispiel , sind die Ordens11 von Maretzki S. 2 gebrau Energie des Ordens“ in furcht wandelt. in der „Geschichte d s cfiten Worte „fruchtba bare Energie'v« r- * 19 —

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.