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Der Orden Bne Briss · 1921-09-01 · Nr. 9/10 - September (9.1921) · p. Seite 68

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1921
Issue
Nr. 9/10 - September (9.1921)
Date
1921-09-01
Page
Seite 68 (sequence 4)
Language
German
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liehe Antlitz sich neigte, aufjubelt in dem Bekenntnis : Er, dieser Gott der Liebe, er allein ist Oott. - So sehr liegt alles Irdische hinter dem Ewigkeitsrausch dieses Bekenntnisses, daß kaum vorzustellen ist, wie von hier aus wieder ein Rückweg in den Kreislauf des Jahres gefunden werden mag. Es ist deshalb für; den Aufbau des geistlichen Jahres höchst" bedeutungsvoll, daß die Feste der unmittelbaren Erlösung den Festmonat der Erlösung, mit dem der jährliche Kreis der Sabbate abschließt] selber nicht abschließer; vielmehr folgt das Hüttenfest als das Fest der Erlösung auf dem Baden der unerlösten Zeit und des geschichtlichen Volks ihnen noch nach der Allgemeinsamkeit der einen Menschheit war die Seele mit Gott allein gewesen; gegen solch« n Vorgenuß der Ewigkeit wird nun in jenem Fe>t die Wirklichkeit der Zeit wieder in ihre" Rechte eingesetzt; so kann der Kreislauf des Jahres wieder beginnen, in welchem allein uns Ewigkeit in die Ze t zu beschwören erlaubt i Hilfe für Palästina. Von Br. Dr. ^Grpßloge für Deutsch- Die Mitteilungen der land" vom März/April d. Js. brachten einen Artikel mit der Ueberschrift „Humanitäre Arbeit im Heiligen Lande". Gegen die Tendenz dieses Artikels läßt sich nicht das Geringste einwenden. Daß die Juden der zivilisierten Weif, und daß insbesondere die Ordensbrüder ihre Hilfstätigkeit auch auf Palästina ausdehnen, ist nur recht und billig und ist eine Notwendigkeit, soll nicht der Versuch, unsere .dortigen . Glaubensgenossen auf eine höhere 5tufe der Entwicklung zu heben, von .Anbeginn an der Erfolglosigkeit anheim fallen. - Ueber diesen Punkt kann, wie mir scheint, in den Ördenskreisen nur allgemeine Uebereinstiramung herrschen. Hingegen können einzelne Ausführungen jenes Artikels solche Zustimmung nicht finden. Sie enthalten Irrtümer, die gefährlich sein würden. Sie werden beitragen _zum Aufsprießen von Illusionen, denen schwere und unerfreuliche Enttäuschungen folgen müssen, und Enttäuschungen bedeuten, daß dann ein Rückschlag eintritt, der um so hinderlicher ist, eine in verständigen Grenzen gehaltene Aufbautätigkeit bleibend in Palästina zu fördern.- So mag es mir erlaubt sein, der ich oft genug das palästinensische Problem an Ort und Stelle geprüft1 habe, meine ernsten Bedenken hier vorzubringen. Die Logenbrüder in Jerusalem teilten dem deutschen Orden folgendes mit tfaui Natha n. „Palästina wir! und Zufluchtsstätte Brüder der ganzen flossenen Jahres eingewande|rt, während nächst folgenden kommen werden, djie t. in nächster Zukunft eine Heinfür unsere verfolgten und leidenden Welt werden.' Während des v sind hier rund 8000 Emigrant im laufenden und in Jahren Zehntausende jährl e nach der Aufnahmefähigkeit - (8;ren c en Ich Landes resp. der sich hier den Massen bietenden Erwerbsmöglichkeiten." Es erscheint mir reichlich optimistisch, die Hoffnung zu hegen, daß in absehbarer Zeit zehntajutfende und;:ehntausende verfolgter Juden in Palästina ein Heim werden finden | können. Wirtschaftliche wie politische Momente si ld geeignet, mit allergrößter Skepsis solch eine Prophezeiung zu b brachten. Palästina macht zurzeit eine ganz besonders schwere wirtschaftliche Krisis durch. Die Arbeitjs- und Betätigungsmöglichkeiten für einwandernde Juden sind daher gegenwärtig außerordentlich geringe. Hierzu kommt :in zweites, worauf, ich immer erneut warnend hinweisen muß. In Artikeln vor einem Jahr und in Artikiln in diesen Monaten habe ich auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die den Juden in Paläst na durch den wachsenden Haß des Arabertums und durch die stille verhetzende Wühlarbeit syrisc ier Christen erwachsen. Im vergangenen Jahr zu Ostern hat es bereits wilde Pogrome mit Mord, Totsch ag, Verwundung von [Juden in' Jerusalem gegeben. In L diesem Jahre |iaben sich verstärkt sol:he

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