Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1921
- Issue
- Nr. 7/8 - Juli/August (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 63 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Gretelfond, dien Br. Hugo Levy-FrankfuTt a. M. eingerichtet habe, hinzukommen körinten. Die Pestnummer zum Ordenstag habe das Interesse der Brüder fü|r den Plan anzuregen versucht. Dieses Interesse sei auch vorhanden gewesen; der metallische Beiklang fehle jedoch. Inzwischen habe sich der Oberschlesische Logehverband mit einem derartigen Plärr in Glitten tag befaßt, habe aber mit ROcksicht auf die Zeit Verhältnisse die Ausfflhlung noch zurückgestellt. Grundstucksangebote, die uns gemacht worden seien, mußten wegen Mangel an Mitteln zurückgewiesen werden. Im Jahre 1918 sei ein Komitee erwählt worden, das sich mit dem Plan befassen sollte, bestehend aus folgenden Brfldern: Brinitzer-Qörlitz, Pick-Liegnitz, Liebrecht-Liegnitz, Blumenthal-Berlin, Schindler-Berlin, Grünwald-rtrfurt. Dazu drei Delegierte derJLogen: Rheinland-Loge (bisher Br. Apfel s. A.J, München-Loge (vakat). Frankfurt- Loge (Br. Met-zbach). Br. Goldsclimidt bittet um die Einwilligung, die Kommission an ihre Tätigkeit zu erinnern und evtl zu' gestat :en, daß sie nach den damaligen Vorschlägen ergänzt werde. Er bitte die Brüder, das Interesse an dem Plan dauernd in den Logen wach au hallen, damit die Kraft, die der Ordenstag für, einen Wohlfahrtsplan zu geben imstande sei, nicht völlig verpuffe. ■ Das Gei|eraIkomitee erklärt sich mit der Witderaufnahmej der Tätigkeit der Kommission eir- \ erstanden. Bt, C a 17. e n s t e i n - H a n n o v c r bemerkt, daß e nc derartige Tätigkeit erfolgreich^ w|4 bsi der Zion-Lose in Norderney .nur dezentralisiert ausgeführt werden könne. - Br, Goldschmidt-Berlin erwidert, dafi der PJan auch nur .so gedacht sei.' Hr. Fir kel-Bcrljn unterstützt warm den Appell des Br. Goldschmidt. Zu dem v?n Br. Finkel ausgestellten Tab jeaai. für Besuche Dan nicht äer Logen bemerkt B r. B.a u m annt ig, daß einj Besuch der Posenscheri Logen verzeichnet s'ei. — B r. PI a c a.e k- B e r I i n erwidert, da 3 dies bis auf weiteres nicht möglich sei. Das Tableau wird als Grundlage der Besuche angenommen. Die , Sitzung "wird nach l>ankcs\vortcii :m> 5% Uhr geschlossen. — 1 Dr. Göldschmidt. . Der Ordert Bne Briss und die antisemitische Presse. Der Orden Bne Briss in und außerhalb Deutschlands hat die liebevolle Beachtung unserer antisemitischen Presse in steigendem ' Maße gefunden. Gegen einen, besonders plumpen Angriff in No. 33 des „Münchner (jetzt Volkischen) Beobachters" vom 6. August. 1919 glaubte die Großloge für Deutschland durch Anstrengung einer Beleidigungsklage gegen den damaligen Schriftleiter Hans G. Müller sich zur Wehr setzen zu müssen. Der beim Schöffengerichte München, der 3. Strafkammer des Landgerichts München I und'dem Bayerischen Obersten Landesgerichte durchgeführte Prozeß endigte mit der kostenfälligen Verurteilung des Privatbeklagten wegen eines Vergehens der üblen Nachrede zu 500 Mk. Geldstrafe, eventl. 50 Tagen Gefängnis und zuPublikationsbefugnis in zwei Münchner Zeitungen. Der Angriff auf den Orden, der in der Nummer 65 jdes „Beobachter" vom 26. November 1919 fortgesetzt wurde, stützte sich auf angeblich landesverräterische Bestrebungen des Ordens, indem von einem Kardinal-Erzbischof Netto in Lissabon als einem eminent deutschfeindlichen jüdischen Kirchenfürsten gesprochen und behauptet wurde : „dieser Erzbischof war. als er in Bergheim (Kreis Rappoldsweiler, Elsaß) noc i in Fellen und alten Kleidern machte,. ein bekannter Bruder der jüdischen Hetzlöge Bne Brith, welche zusammen mit der internationalen anglo-französischen Weltloge, bekanntlich In erster Linie den gegen uns von langer7 Hand vorbereiteten Ausrottungskrieg auf dem. schmutzigen Gewissen hat!" \ \ per Prozeß wurde vom Privatbeklagten in erster Instanz mit der größten Leidenschaftlichkeil! geführt. Der Privatbeklagte Bot den Wahrheitsbeweis in vollem Umfange an durch Vorlage antisemitischer Druckschriften und durch den Antrag auf zeugschaftliche Vernehmung der Rechtsanwaltswitwen Dr. Liebknecht in Bedin, Dr. Haase in Königsberg und der Witwe