Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1921
- Issue
- Nr. 7/8 - Juli/August (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 61 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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verbrecherischen Dingen benutzt worden sei? nicht für Gegen Grundsätze des Ordens dürfe keine Politik sollten, im Orden verstoßen. Redner betont, daß er in diesem Augenblick nur als Ordensbruder spreche von dem und darum bekennen müßte, daß die ganze Frage geführt aus dem Orden herausgelassen werden solle. Wie Hajessod ein jeder privatim denke und handle, das sei dem stehen; einzelnen überlassen. Hier stände zur Erwägung, nicht der ob wir im Orden nicht einen Schaden anrichten, liege. E; indem wir als, Orden etwas unternehmen, was ihm nicht zukomme. Br. Baumann-Danzig bemerkt zu den Ausführungen des letzten Redners, daß sie beachtlich seien, und daß die Frage aufgeworfen werden könne, ob wir zum Keren Hajessod beisteuern sollten. Es müsse erwogen werden, wie die Ausführung in Gemeinsamkeit mit anderen jüdischen Organisationen sich gestalten solle. Eine Sympathie- Kundgebung aber sei. gewiß angebracht, und die Resolution entspräche den ^Bedürfnissen des Ordens. Br. Freudenthal-Nürnberg: Man erwartet von der Qroßloge eine Stellungnahme, und er empfehle eine solche im Sinne der Resolution . Blau, trotzdem er selbst ein Gegner des Zionismus sei. Palästina wird von England als englisches, nicht als national-jüdisches Land geschaffen werden. In den Keren Hajessod solle die Großloge nicht hiaeia Es sei besser, daß sie in der Zusammenfassung aller jüdischen Organisationen eine führende Stellung einnähme. Die Sympathie-Kundgebung dürfe unter keinen Umständen die Logen veranlassen, in grundsätzliche Debatten über die zionistische Trage einzutreten, da dies ein Unglück für die Logen wäre. Br. Goldstein-D arm Stadt bemerkt gegenüber Br. Baeck: Eine Weltanschauung könne sehr wohl sich mit einer anderen Weltanschauung vertragen, wenn beide nebeneinander gingen und nicht die eine den Anspruch erhöbe, über die andere zu herrschen. Es wäre sehr bedenklich, wenn man versuchen würde, über' ein Wort der Resolution Blau hinauszugehen. Br. Leszynsky-Berlin betont im Schlußwort, daß man doch nicht einzelpe Aeußerungen extremer Zionisten dem ganzen Zionismus als Verantwortung aufbürden könne. Es sei mit den meisten Zionisten, und insbeondere mit den Führern sehr wohl möglich, zusammenzuarbeiten. Es ist ausdrücklich betont worden, daß die Gelder — 61 i ational-jüdische Zwecke gegeben werden In den Logen könne ruhig über Zionismus esprochen werden, und es hänge einzig, und allein 'räsidgnten ab, wie die Aussprache aus-* ^erde. Das Direktorium des .Keren solle nur zur Hälfte aus Zionjsten beman solle doch bei allen Ausführungen großen Zukunft vergessen, die vor uns müsse eine Propaganda-Tätigkeit entfaltet werden und hierbei sei etwas Optimismus sehr am Platj e. Vergessen wir nicht, daß sehr viele- In unseren Logenkreisen weltbürgerlich gestimmt sind, die schon aus solchen Gesichtspunkten das Unterneimen zu stützen bereit sein werden. Die Refssution Blau werde darum in manchen Punkten, unklar, weil sie einige selbstverständliche Sätze enthalte, die nur Ballast seien.. Diese sollte man w ersten gnügen. Br. einem Sc Br. Leszy assen oder kurzer Hand sich' mit dem tze seiner (Leszynsky) Resolution rje- 131 au-F rank f u r t a. M. ergreif* zu : llußwort nur darum das Wort, um den /nsky noch im letzten Augenblick zu seiner Resolution herüberzuziehen.' Er. (Blau)* habe den Zionismus! mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfolgt. Mit einem lachenden, weit er s > viele jüdische Werte geschaffen habe, mit einem weinenden, weil er geeignet sei, unsere staatsbürgerliche Stellung zu erschweren. Die „Selbstverständlichkeiten", die Br. Leszynsky weglassen möchte, seien unbedingt nötig. Sie seien durchaus nicht für alle zu entbehren: So müßte es beispielsweise außer Zweifel gestellt werden, daß wir zunächst für die Ostjuden, dies« Elendsten aller Elenden, sorgenmüssen,; daß wir nicht außerhalb Deutschlands tendieren und ähnliches. Ljsszynsky möchte, daß wir in Br der Resolution imstatt der Worte „nach Maßgabe" „tmbeschade:" sagen. Einigung wfrd dahin erzielt, daß die Resolution Blau einstimmig angenommen wird, indem wird statt der Worte „nach Maßgabe" gesagt ohne Beeinträchtigung" und - für „Werk" „Hilfswerk". (Siehe Nr. 5/6.) Gegenüber den Ausführungen des Br. Freudenthal bemerkt Br. Timendorfer, daß er nicht die Absicht habe, der Großloge eine fahrende Stellung bei .der Gemeinsamkeitsarbeit der ftldischen Organisationen auf dem Gebiete des Palä^ stina-Aufbiues zuzuweisen. 1