Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1921
- Issue
- Nr. 7/8 - Juli/August (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 58 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Organisation eintreten, müssen. Solange diese noch nicht in Funktion" treten könne, müsse die Großloge die Aufgabe , übernehmen. Für den Ausdruck ..Kulturfond" schlage.er vor ..Notstandsfond für die jüdische Wissenschaft und Kultur in Deutschland." B r. Stern-Nordhauscn rät den 'Brüdern, auch bei allen anderen Institutionen — über deti Logenkrcis hinaus für die Sache zu wirken. B r. G o 1 d s l c fn - I) a r in s t a d t empfiehlt, den Ausdruck „kulturelle Nothilfe." Es wird dei- Beschluß gefaßt, einen Notstand s fo n d für die jüdische Wissenschaft-uiid Kultur in Deutschland "zu gründen. Als Ausgangspunkt., wird uer mit geringen Änderungen in der Neujahrsnummcjj der Monatsberichte, zum Abdruck gelangende Aufruf vu Btr. Baeck zur Veröffentlichung gelangen. Als Zielsumme soll eine Million Mark genannt werden.! An die .Logen wird ein eindringliches Rundschreiben gerichtet werden. B r. ff el ff t-Berlin erstattet hierauf Jen Finanzbericht. Unser Jahresabschluß endigt mit dem 31. März. Da das Finanz-Komitee jedes einzelne Konto und jede Position einer eingehenden Prüfung unterzieht.'bevör e%dcn Abschluß der Oeffentlichkcit übergibt, so konnte es bis zur heutigen Sitzung mit der Durchsicht und Prüfung noch nichr fertig werden. Es wird Ilnien der a isführliche Abschluß später zugehe«. Was die beiden Fonds: Zentral-Fond und G;oßlogen-Fond, aus denen Unterstützungen «nd Regiekosten" entnommen werden, betrifft, so haben sich beim Zenträlfond Zuwendungen an Witwen und Waisen auf 12 200 Mark belaufen, während der V oranschlag nur 6500 Mark betrug, für Brüder war . Jahren immer größere Beträge, die die in den Etat eingesetzten Summen werte überschritten, zu zahlen. Durch die Selbständigmachung dieser Organisation mit eigenen Einnahmen ist die GroBloge in diesem Jahre zum erstjen Male entlastet. Die hierfür aus Vorsicht in den Etat eingestellten 16000 M. werden voraussichtlich nur in Höhe von 8 900" Mark ifi Anspruch genommen werden. Palästina-Auf bau: Br. Blau-Frankfurt a. M. bringt das vinjitorj erstattete Referat zur Kenntnis. (Abgedruckt M.B. Nr. 5/6.) Im Anschluß an dieses Referat führt er eingehend aus, daß sich diese Fragt der Voranschlag 4000 Mark, und hier sind nur wenige hundert Mark verausgäbt. Während beim Großlögenfond für {921-22 für Büro 25 000 Mark und Gehälter 100000 Mark eingesetzt sind, waren 1920-21 nur 10 000 Mark und 50 000 Mark festgesetzt, diese Beträge haben sich natürlich bereits beim Abschluß 1920-21 erheblich erhöht, sie betragen: Büro ca. 31 000 Mark, Gehälter fli 000 Mark, die Mehrkosten werden vpn de: eingegangenen Kriegsumlage gedeckt, so daß die Bestände, die im Zentral- und Großlögenfond angesammelt sind, sich' nicht vermindern, sondern um die laufenden Zinsen vermehren werden. Für die Ausbildung von Krankenschwestern und Mutterhaus hatte die GroBloge in früheren — 56 von der jüdischen Wandercriragc nicht trenner lasse. Die jüdische Wandererfrage wird in abseihbarer Zeit ungeheure Formen annehmen. Aus allen Durchwandererstationen und Grcnzorteu gelangen erschütternde Notrufe an uns. So aus Köln. Antwerpen. Basel, Danzig, Neapel. Es ist ganz unzweifelhaft, daß auß^r den Vereinigten Staaten Kanada. Brasilien, Argentinien Palästinaeiii bevorzujrtes Einwandererland sein werde. Leider lauryn neuerdings die Berichte über den Stand der palästinensischen Kolonien höchst trüb«.. Zweifellos habe der Krieg bei den ungünstigen Verhältnissen viel verschuldet. Eine rasche Entwicklung der Einwandererfrage sei nicht anzunehmen, insbesondere, wenn mau bedenke, daß die J^osterj der Niederlassung eines einzelnen Einwanderers 1500 ägyptische Pfand Sterling f= 360 000 Mark betrage. Die jüdische Gesamtbevölkerung in den Kolonien betrage 11 000 Seelen, die im letzten Jahre einen Zuschuli von 900 000 Plattes beansprucht hätten. Trotzdem trete er für die Forderung der Kolonisationsbestrebungen ein. Diese* Eintreten bedeute auch zugleich eine Entlastung für Deutschland, wo-sich etzt schätzungsweise 100 001 Ostjuden aufhielten. Fr bitte um Annahme der vor ihm gestellten Resolution. B^ Leszynskjy-Berlin bringt das vor iihrverfaßte Referat zur Kenntnis. (Abgedr. M.B Nr. 5/6.) Er knüpft d; ran gleichfalls einige Bemer 'nttgejn, FJn Vorgehen im Sinne des Palästina-Aufbaue« j IL: Sei unabwe|slich, da «ür die Verhältnisse in Polei und in der Ukraine in absehbarer Zeit kaum eil Umschwung zu erwarten sei. So wie der Rabbi nerverband und der 10. Distrikt in Prag sich ffi den Aufbau ausgesprochen habe, so solle es auch iie Großloge tun. J_L