Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1921
- Issue
- Nr. 7/8 - Juli/August (7.1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- Seite 52 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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gleichem Rang mit der hingebenden Liebe betont wissen wollte, geleitet von dem Oedanken, daß eben nur so die religiöse Empfindung mit dem Tun und Gebaren des Menschen im praktischen Leben im Einklang stehen kann? Das ist ja das Ueberraschende und zugleich für uns Herzerhebende in unserer Zeit, daß die menschlichen, staatlichen und sozialen Verhältnisse im Praktischen nach den Grund Voraussetzungen sich zu regeln beginnen, die in der Frömmigkeit und Religiosität des Judentums seit langem begründet sind. Es mag mit diesem Beispiel genug sein, es könnte aus anderen Stellen noch vermehrt werden. Und nun kehren wir zum Ausgangspunkt zurück und fragen erneut mit Schmerz und Bedauern, wie ist das eigentlich möglich, daß ein Mensch, der als Repräsentant eines modernen zukunftgestaHenden Geistes gelten darf und wüt der in aller Weit sich umgetan, nicht einmal weiß, wie eng sein Denken sich mit jüdischen Gedankenreihen berührt, so wenig weiß, daß er der Vergleichsmöglichkeit nicht mit einem. Wort Raum g bt. während er doch sonst bis in die weites en Fernen seinen Geist schweifen läßt und alle Vergleichsmöglichkeiten erschöpft? Schließlich, das ist im letzten seine Sache, aber wir Juden müssen wenigstens für uns wissen, welche lebendige und zukunftsreiche Geistesmacht unser Judentum bedeutet, und das sieb neu zu er obei nt bleibt immer Ziel jeder geistigen Betätigung und jeder Umschau im modernen Geistesleben. Und weil es viele Juden geben wird, ernste uid überlegte, die Kayserlings Buch gelesen haben und lesen werden, und sich von ihm gefangen nehmen lassen und nicht wissen, wie . eng Stärkstes aus ihm sich mit Jüdischem berührt, darum sollte hier davon geredet werden 136. Generalkomitee-Sitzung vom I Br. Timendor f e r eröffnet 9 Uhr 5 Minuten ale Sitzung and gibt bekannt, daß einige Brüder One Abwesenheit entschuldigt haben. Auf unsere Anfrage nach dem Ersehen unserer Logen und Brüder in Oberschlesien haben wir verschiedene Auskünfte erhalten. Im allgemeinen sind die Brüder bisher vor Schaden bewahrt geblieben, jedoch ist ans mitgeteilt worden, daß zwei Bruder der Freiheit-Loge-Oppeln aus ihrem Hsimatsort Qroß-Stein flüchten mußten, und daß ihre Geschäfte ausgeplündert wurden. Ferner ist Br. Apotheker Noa Wa ch s man n - .Rybnik von den Polen verschleppt' worden und soll sich in Dzieditz befinden. Wir haben sofort bei dem Auswärtigen Amt und bei dem hiesigen amerikanischen Geschäftsträger alle erforderlichen Schritte unternommen, und es ist.uns aufs bereitwilligste Mithilfe zugesichert-worden. Indem wir die Hoffnung aussprechen, daß alle Not in Oberschlesien recht bald ihr Ende finden möge, drücken wir unseren Logen und Brüdern an dieser Stelle unser innigstes Mitempfinden aus, und erneuern unsere ihnen bereits zum Ausdruck gebrachten brüderlichen 22. Mai 1921. Wachsmann :iis E- Wünsche. (Inzwischen ist Br seiner Familie zurückgekehrt.) Br. Timendorfer gibt sodann bekannt, daß a Stolp ein Gesuch von 32 Kandidaten um teäung eines Freibriefes eingelaufen ist. Der Fr* h brief wird genehmigt. — Ebenso wird den Petent« n in T i I s i t, die die Zahl 50 bereits überschritten haben, der Freibrief erteilt. — Aus Münche liegt die Mitteilung vor, daß sich bereits 50 Mitglieder für die heuzugründende Loge gemeldet hätten. Es wird erhofft, daß im Herbst die Los e mit 60 Mitgliedern eröffnet werden wird. Name ist Jesalas-Loge in Aussicht genommen. Für sämtliche Logen wird der Vorschlag gemacht, möglichst Namen aus der jüdischen Geschichte zu wählen. . * Br. Tunendorfer hofft, daß die Vorbereitungen für die Gründung; von dritten Logen in Frankfu a. Main und Breslau rüstig weiter fortschreite t Erwartungen dürfen auch an die Orte Aachei . M,- Gladbach und Konstanz geknüpft we den. — Material Über die Vorarbeiten der letzten Orte bitten wir, nicht nur an unser Büro, sondern — 52 — As