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Der Orden Bne Briss · 1921-07-01 · Nr. 7/8 - Juli/August (7.1921) · p. Seite 53

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1921
Issue
Nr. 7/8 - Juli/August (7.1921)
Date
1921-07-01
Page
Seite 53 (sequence 5)
Language
German
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auch an den Vizegroßpräsidenten Br. Jeseli s o h n - Mannheim. Collinistr. 27, zu senden. J, Br. Blau-Frankfurt, regt an dieser Stelle an, bei der Gründung südwestdeutscher Logen bei der Namensgebung an unseren verewigten Max L o ejb - Mainz zu denken. Br. Freudenthal-Nürnberg stellt die Gründung einer zweiten Loge in Nürnberg für Oktober mit einer größeren Zahl von Kandidaten in Aussicht. Der Prozeß, den der Großpräsident persönlich ■regen die Verleumdungen des antisemitischen ..Münchener Beobachters" angestrengt hat, ist endgültig zugunsten des Klägers entschieden worden. Br. Timendorfer nimmt Anlaß, an dieser;1 Stelle "Br. Expräsident Dreifuß-München für die mannhafte Vertretung und Führung des Prozesses seinen und den Dank der GroBloge zum Ausdruck zu bringen. — Br. Dreifuß hat über den Prozeß .einen Bericht eingesandt, den wir in unserem Großlogenorgan veröffentlichen wollen. (Siehe S. 63.) Daß in einer Zeit wie der jetzigen unsere Hilfstätigkeit — und zwar an erster Stelle im Bedarfsfälle für unsere eigenen Brüder — reichlich einsetzen muß, bedarf keiner besonderen Hervorhebung. — Unsere Rheinland- Log e-Cöln hat sich ein besonderes Verdienst dadurch erworben, daß sie ihre Fürsorge für die Interessen der Brüder aus den abgetrennten Gebieten durch eine Wirtschaftskonferenz zum Ausdruck gebracht hat. — Wir' bitten. die w. Logen, und alle I. Brüder, den einschlägigen Fragen ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden und besonders auf die Vorschläge zu achten, die demnächst in unseren Qeschäftsausschuß-Protokollen gemacht werden. Auf der erwähnten Wirtschaftskonferenz hat Br. Expräsident Aronsohn früher Bromberg, jetzt Berlin, die Großlogc in wirksamster Weise vertreten, und wir werden gern allen Vorschlägen Raum geben, die wir durch die Rheinland-Loge bzw. durch ihn übermittelt erhalten haben. Der amerikanische Darlehns-Hilfsfond ist bisher in 5 Fällen in Anspruch genommen worden. In dankenswerter Weise haben die Damen der amerikanischen „Infant aid sotiety" eine Anzahl Kisten Kinderkleidung gesandt die wir an uns nahestehende Institute abgegeben haben. Zu unserer Freude hat die Angustin-Keller-Loge einen Klnderferientransport ausgerüstet der am 12. April abgegangen Ist. Wir nehmen Anlaß, an dieser Stellt der I. Augustji sondere dem Br. Expräs. menschenfreundliche Für Dank zum Ausdruck zn -Keller-Loge und msbelax Wefll-Brül für ihre rge den herzlichsten ren. - * Angesichts der tiefen Oesunkenheit aller ethischen Werte haben wir aes Öfteren Veranlassung genommen, alle Bewegungen zu unterstützen, die auf eine ethische Erneuerung hindrängen, und es ist ein Zeichen der Erkenntnis der Dinge, daß eine unserer Logen angeregt hat, mit Rücksicht auf die schwere Gefahr, die die sogenannten „Sanktionen" unserer Qegner auf das Wirtschaftsleben auszuüben geeignet sind, unseren Brüdern die strengsten geschäftlichen Grundsätze! anzuempfehlen. Bereits früher hatten wir die Mahnung znr Zurückhaltung m ernster Zeit ausgesprochen und aneb heute bitten wir die Mitglieder des Oen.-Komltees, in alten ihqen zugänglichen Kreisen danin zu wirken, daß wir durch Einfachheit der Lebenshartimg der Kleidung, des Wesens vortun oder besser gesagt, so wenig als möglich uns hervortun. Das diesjährige Thema heimer-Stiftung" leuchtet hinein. Es lautet: „Von welchen in der Kräften ist eine HeilunR m der JMoritz-Mandie ZeHverhffltiiisse Menschheit wirksamen zu erhoffen für die in der gegenwärtigen Weltlage zutage tretende Verkennung von Menschenliebe, Gerechtigkeit und Duldsamkeit als Grundpfeiler der menschlichen Oesellschaft?" Die Abstimmung in Oberschi es Jen hat die erhoffte absolute Mehrheit der Stimmen für Deutschland erbracht Die Beteiligung der Juden war relativ derartig, daß wif gewi ß mit Stolz auf die Resultate hinweisen dürfen. Der Anregung' eines Bruders entsprechend, haben wir den Versuch gemacht, die Zahlen Verhältnisse feststellen zu lassen. I .ekler ist die Ausführung nicht möglich. Noch einmal dürfen wir an dieser Stelle die rührige Tätigkeit der Logenbrüder Und -Schwestern erwähnen, die während der Abstimmungstage Tag und Nacht sich vaterländischen Interessen zur Verfügung stellten. So möc Ilten yrir auch die Hoffnung aussprechen, daß evtl. Abtrennungen ober - schlesischen Landes auf das (geringste Maß begrenzt werden mögen. — IWe Zahl der Feste wiir in den vergangenen Monaten außerordentlich eingeschränkt. Aus persönlichen Kreisen vermerken wir, daß Br. Oiroß-- — 53 —

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