Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1921
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1921)
- Date
- 1921-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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und seine Lektüre und die ihr beigefügte Erläuterung macht jede fernere Würdigung dieser Leistung überflüssig und ihren durchschlagenden Erfolg erklärlich. Die notwendige brgänzung wird das stenografische Protokoll des pemeindetages bringen, das so schnell als möglich von dem Büro desD.J.'O.B»herausgegeben werdfen soll und allen Interessenten zur Verfügung stehen wird. Auch eine SchHderung der so interessanten und lehrreichen Schicksale dieses Entwurfes von dem Augenblick der ersten Niederschrift anj bleibe aufgespart, obwohl die wechselvollen Phasen nicht nur für den Verfasser, sondern auch für seine Mitarbeiter, als deren bescheidensten (hinsichtlich der Leistung) ich mich rechnen muß, den Hauptinhalt ein,es bewegten Lebensjahres bedeuten. * Vor zwei Jahren habe ich in dem Märzheft dieses Blattes mich für die Religions gemeinde als Grundlageder Gesamtorganisation gegenüber der Volksgemeinde ausgesprochen. Heut stehe ich nicht an, der vorbildlichen politischen Klugheit der Zlonisten, aber "auch ihrem Opfersinn zu Gunsten der großen Sache, an deren Gelingen -ihnen - ein wichtiger Anteil zukommt, meine aufrichtige Anerkennung auszusprechen. Es freut mich, daß als Entgelt für ihren weisen Verzicht auf die Realisierung ihre3 eigenen Entwurfs in Gestalt des Bundestages ihnen die" Verwirklichung des Kongreßgedankens beschert werden konnte, der zionistischem Ideenkreise entstammt, und allseitig als eine Bereicherung des Organisationsgedankens anerkannt wird. Diesem aus Volkswahlen aller volljährigen in Deutschland wohnhaften Juden beiderlei Geschlechts ohne Rücksicht aüf die Staatszugehörigkeit, nach dem 'demokratischen Grundsatz der Verhältniswahl zusammengesetzten jüdischen Parlament, neben dem in seiner Zusammensetzung der gemeindlichen Grundlage Rechnung tragenden Rat, Wird es überlasse'n sein, der Einbeziehung der über die Reichsgrenzen hinausgehenden, die Gesamtheit des Judentums betreffenden Fragen; diejenige Ausdehnung zu geben, die dem Willen der deutschen Judenheit entsprechen wird. -Daß -vbn vornherein jede Engherzigkeit*ausgeschlossen sein 'soll, ergibt sich aus der beifälligen Aufnahme, di0 Kalischer's Eröffnungsrede und Freünd's Erklärung über diesen Gegenstand bei allen Teilnehmern des Gemeindetages gefunden haben. Ein schweres Opftr hatten die sächsiscien Gemeinden und mit ihnen viele westfälisch«; " bringen. Befürchteten des starken Ueberwiegjen e deutschen Gemei ndegeili der Ausländerfrage zu doch, daß sie infolge der Ostjtjiden über d nossen von diesen veHreten werden solltejn, vielen von ihnen schier unerträglich dünker|d Gedanke; Der Hinweis des Referenten, daß Zugehörigkeit einiger, ihrem kleinen Anteil der gesamtjüdischen Bevölkerung ents*prech|en|den Ostjuden dem Bundestage keineswegs Nachteil gereichen könne, die Betonung d^r Gemeinden verbleibenden Autonomie in eigenen Angelegenheiten und die schade lehnungj die die Rede des Wortführeis sächsischen Gemeine en nicht blos bei Zionisten, sondern bei dem ganzen Gemeinde tage, insbesondere au :h bei den Anhängern gesetzestreuen Judentjms fand* hatten E Lebhafter Beifall begleitete die Erklärurg sächsischen Gemeinden, daß sie im I des Zustandekomm'er s der Gesamtorgan ihren Beitritt nicht von der Verleugnurg Grundsatzes, nach cem für Glaubensgi Schäften keine Land< sgrenzen vorhanden abhängig machen wü den. Ueberhaupt war ';s erfreulich, daß qer uns Juden ebenso stark wie bei den Deutschen entwickelte Partikularismus nltht Geltung gekommen ist. Die Wortführer bayrischen und der w irttembergischen öffent rechtlichen Landesorjanisationen erklärten Geneigtheit der von Verbände zu körpor ein die an u^m den ren Abder den des rfjolg. der njerfesse isaltion des innd, err e ■ i iibr g ihnen vertretenen itivem Beitritt. Nadh vorangegangenen Schpiftwechse5! und münjdiicheri Erklärungen ist das Gleiche von den ihrigen teils bestehenden, tejils in Bildung begfift'inetf ztk in öffentlich-rechtlichen erwarten. Zu den den jüngsten Tagen und eine noch im Vbrbereitungsstadium liehe der thüringiscl en Staaten. Hinsjich der Durchorganisiertng, d.h. einer da> Landesorganisatior en letzteren gehört dis konstituierte anhaltinifeche befind lieh g inze Reich umfassenden Gliederung in terjitoi tiale öffentlich-rechtliche V erbände, weist die Organisation noch zahlreiche Lücken auf und?s vird zu ihren ersten Aufgaben gehören, sie auszu-i füllen. Zweifellos h;it der D. J. G. B. aber Recht daran getan, nicht, wie es vom formalen Stand punkte aus vielfach gewünscht wurde, den Auf- — 8 - in sie s bei *en zui dei ch di 3er Jem