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Der Orden Bne Briss · 1921-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1921) · p. Seite 7

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1921
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 7 (sequence 12)
Language
German
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daß einmal eine Zeit komme, wo nicht nur Deutsche und Amerikaner, wonicht nur Juden und Christen, wo eben Menschen lind Religionen alle sich zusammenfinden werden, zu jener höchsten Harmonie, die wir mit glühendem Herzen seit unvordenklichen Zeiten ersehnen. Dieser Mann ist uns und den Seihen entrissen worden.' Wir fühlen mit seiner Gattin, den Kindern geganger e sie, vor bemühen setzen! wachen, zufahren, Sein Lebjn in Segeji sein! r und Enkeln, wie sehr der Heimihnen fehlen muß:' Aber wie müssen allem die treue Lebensgefährtin, sich diesen Mann an ihrem Teil zu era, sie und wir alle sollten wirken und. indem wir uns "Tbeniühen, dort fortwo der Heimgegangene aufgehört hat. war ein Segen, äuch sein'Ende soll Die Gesamtorganisation des deutschen Judentums. Vön Br. Dr. Wihelm Neu „Von hier und von heute geht eine neue Epoche des deutschen Judentums aus und wir können sagen," daß wir dabei gewesen sind"! Dieser variierte Goethe-Ausspruch spiegelt die Empfindung wieder, mit der die Teilnehmer des XV. Deutsch-Israelitischen Gemeindetages am denkwürdigen 23. Januar .d.Js. nach zehnstündiger Verhandlung die weihevollen Räume unseres Logehtempels in der-Kleiststraße in gehobener Stimmung verließen. Schon die Zusammensetzung der Versammlung hatte ein Schauspie,! geboten, wie es noch i nie von den Wänden eines Saales umschlossen war, nämlich: die Vorkämpfer des in vorgeschrittener Zerklüftung sieb befehdenden deutschen Judentums zu einem gemeinsamen Friedens werk vereinigt Mit nie nachlassender innerer Beteiligung, temperamentvoll und doch die Würde des Augenblicks nicht außer acht lassend, hattfcn sich die Vertreter des deutschen Judentums' der„ großen Aufgabe gewidmet, zu der der Ruf des Gemeindebundes an sie ergangen war. Ein jeder wollte dem deutschen Judentum und sich sefbst die tiefgefühlte Sehnsucht nach Zusammenfassung der zersplitterten Kräfte im deutschen Judentum erfüllen, um der Not der gefährdeten Gegenwart zu steuern und einer besseren Zukunft den Grundstern zu setzen. Keiner wollte die Gunst der Stunde versäumen, die als Geschenk der Revolution in dem bekannten Artikel—K37 der Reichsverfassung die Möglichkeit einer öt'fentlich-rechtlichen Gesamtvertretung des deutschen Judentums, fern von staatlichem Zwang, nach selbst gegebenen Gesetzen, zur Erreichung frei gewählter. Ziele, geschaffen hatte. Alle fühlten im Untergrunde des Bewußtseins, daß, wenn mann, M >ntefiore-Loge. T diese St jnde verzaudert würde, eine/ gleiche Gelegenheit nicht wiederkehren dürfte, und daß die Verantwortung solcher Versäumnis vor den kommenden Generatiönen nicht,'leicht'.'zu''tragen sein möchte. Darum lagerte neben der Hoffnung, doch . eir le'chter Druck auf den .Gemütern. Nicht der jf urcht, daß etwa die erforderliche Mehrheit für die als Voraussetzung des Werltes geltende Abänderung der Verfassung des D.J.G. B. nicht vorhanden sei, sondern der Besorgnis, daß der Ausgleich der Gegebsätze, die auf rief ge-; wurzeller Anschauung und entgegenstehenden Interessen beruhten und in jahrzehntelangen erbitterten Kämpfen vertieft und verschärft worden waren, einen längeren Zeitraum beanspruchen könnte, tls die beschränkte Dauer des,' längsten' Arbeitstages und die Leistungsfähigkeit' des pflichteifrigsten Menschen zur Verfügung zu stellen vermöger. Es ist ein Opfer- und ein Versöhnungstag geworden. Nicht nur dadurch, daß eile jede Richtung im Interesse des großen, Ganzen jiuf Lieb ingsforderungen verzichtete^ .sondern auch darin, — die sprachgewajtigen 'Brüder werden nachfühlen, was das besagen will — daß. i ■ B i' ■, ..nv auch die Sprecher, sich den Zwang auferlegten,1 auf alle r;dnerischen Kränze zu verzichten. '. Diese Selbstbeschränkung will auch ich mir zum Mus er nehmen, und meinem vorstehenden Versuche, den Brüdern ein Siimmungshitd des weihevollen Tages zu geben, nichtetwa noch einen Ber cht über dessen bereits bekannten Verlauf im einzelnen hinzufügen. ' Ich verzichte auch auf die Wiedergabe des den Verbandjungen zu Grunde liegenden Entwurfs des Bruders Dr. Ismar Freund, denn dieser ist durch das Büro des D. J. G. B., Sieglitzer Str. Q.zu beziehen,

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