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Bericht der Großloge für Deutschland · 1920-11-01 · Nr. 10 - November · p. Seite 119

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1920
Issue
Nr. 10 - November
Date
1920-11-01
Page
Seite 119 (sequence 12)
Language
German
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Aargllederung unserer Schwester Vereinigung an unsere Loge bat sich als recht vorteilhaft erwiesen. . Zar Hebung da brüderlichen Verkehrs zwischen mm hiesigen and auswärtigen Mitgliedern fand im Sommer ein Sonntags- Nach mittagsaut f lug nacbO iterode statt. Von größeren festliches Begebenheiten sind ein Brudermahl gelegentlich der Eicfübrung der Beamten, die .Feier des Orden*- und Stiftungsfestes, das Purimfest, eine Veranstaltung unserer Scbwesternloge zu erwähnen. Von sozialen Einrichtungen, die unsere Loge geschaffen bat und unterstü zt, ha1 e Ich nichts zu berichten. Aber Viele», was in Alienstein und von Alienstein ausgehend geschaffen ist und un'.erstüizt wird (Jüdisches Gemeindehaus, Alters- und Sieebenheim der P. ov nz Ospreußen usw.) können wir Indirekt auf d«s Konto unserer Loge buchen, indem es zwar nicht von ibr als solcher, wobl aber durch ihre, in andere Korporationen eingereihten Mitglieder in hervorragender Weise g' fördert worden ist und wird. Denn ohne die Vorarbeit, die der Orden an ihnen geleistet bat, hä'ten sich Viele unserer Mitglieder schwerlich zur Arbeit für das Judentum herbeigelassen. So sind die Logen immer gewesen und sind auch beute noch die beste Vorschule lür alle jüdischen - r i Organisationen. Auf dem Gebiete der Wohitäiigkeit und der sozialen Bestrebungen suchten wir im kleinen Kreise Ersprießliches zu leisten, indem wir nach Krä'ten hier und auswärts INot zu lindern, z. B. Unterstü zung der Fcrienkinderhilfe, und das Gute zu Iordern uns bemttnten. In der Leitung des hiesigen neutralen Jugend Vereins sind wir vertreten und diesea wie anderen jüdischen Organisationen stellen wir bereitwilligst unsere Logenräume zu Zusammenkünften zur Vwfigung. Dr. W o 1 f f b e i m. Toleranz-Loge Landsberg a. W. Am 1X Oktober d. Js. führte die Toleranz Loge 8 neue Brüder ein, bei welcher Gelegenheit Br. Piäiiient Louis LI« bert eine stimmungsvolle Ansprache hielt, in der er die Wobltätfgkeit, Bruderliebe und Eintracht, wie tie im Sinne unseres O d;n% verwirklicht werden solle i, behandelte. Unsere Wohltätigkeit solle sich nicht blot in materieller Hilfeleistung erschöpfen, tonde m in höherem Sinne des „Oe-nillus chastodim" gegen arm und reich geübt werden. Die persönliche Teil lahme am Geschicke des Mitmenschen, nicht nur an seinen körperlichen Leiden und materiellen Sorgen, sondern auch an seinen seelischen Schmerzen füire zu Bruderliebe; diese wiederum werde am wirksamsten dadurch geübt, daß man die Eigenart des Bruders zu verstehen suche, seine Vorzüge nach Oebühr wii dige und seine Schwächen milde beurteile. Wo die Wohltätigkeit und Bruderliebe in dem angedeuteten Sinne gepflegt werden, dort könne die beglückend: Eintracht nicht fehlen. ' . * Aus dem bei der Einführung erstatteten Berichte des Prot.-Sekretärs Br. K o w a I s k i ist die erfreullcr e Tatsache zu verzeichnen, daß sich der Besuch der Sitz mgen im Vergleich zum vorigen Jabre gehoben habe, dank den Bemühungen des rührigen Präsidenten, der es sich angelegen srin lasse, die Sitzungen interessant zu gestalten, sowie auch dank der regen Mi arbeit der neu eingeführten B üder. Der Bericht hd>t besonders eine außerordentliche Sitzung hervor, c ie zur Feier des S iftungs estes, verbunden mit der Feier der silbernen Hochzeit u d dem 25 jährigen Ambjut läum dts w. Expräs. I Br. . Rabbiner Dr. EI s a 11 anberaumt wurde. Auch sonst fanden anregende Vorträge statt, wie über das Reichsnotopfer, djs Kol Ntdre - Gebet sowie über das Problem der jüd sehen Kultur u.a.m. Aus Amerika. LVI1I. (März 1920.) Das nachstehende Referat sei urserem hoebw. Ordenspräsidenten, Br. Adolf Kraus, geweiht Als smser unermüdlicher Vorkämpfer, Br. Simon Wolf, im Oktober 1917 seinen SO Geburtstag beging, war der Jubiläumsartikel in unseren Monatsberichten bereits gesetzt — das Eingreifen Amerikas in den Weltkrieg vereitelte sein Erscheinen. Die freudige' Anteilnahme an dem 70. Geburtstag des Ordenspiääiden en wird uns nicht getrübt, nachdem uns die amerikanischen Brüder wieder Herz und geöffnet haben. Auch während des Krieges wir bestimmt, daß die Brüder jenseits des Ozeans uns brüderlichst verbunden fühlten und weder Distrikt noch den einzelnen deutschen Juden Versenkung der „Lusitania" und für die Entfesselung des rücksichtslosen U - Bootkrieges verantwortlich — 120 Hand ußten sich dea die

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