Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1920
- Issue
- Nr. 10 - November
- Date
- 1920-11-01
- Page
- Seite 118 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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betätigen und konnten 12 500 M. innerhalb des Logenkreisa und 30000 M. an Außenstehende für wohltit'ge Zwecke verwendet werden. Das innere Logenleben war recht rege; die Klubräume waren stark besucht Es wurden im Termin 31 ordentliche, 4 außerordentliche und 2 Feriensitzungen mit einer DurchscbniHsbfSuchsziffer von 175 Brüdern abgehalten. Eine größere Anzahl Referate mrist mit anschließender Diskussion sowie Interessante Vorträge regten das Geistsieben an. Unserem rührigen Hausverwaltungsausschuß war im letzten Sommer die Aufgabe gestellt, fast sämtliche Räume unteres Hauses einer durch grefendm Erneuerung und teilweisen Umges'aitung zu unterziehen. Die Kosten beanspruchten etwa 54 000 M. und wurden durch Zeichnung von zinslosen Darlebensscheinen binnen weniger Tage aufgebracht. Das beweist Brudersinn und Gemeinschaftsgefühl. Von diesen Darlebensscheinen sind bereits 9 000 M. durch Errichtung von Stiftungen und schenkungsweise an unsere Kasse zurückgelangt. Unser Oesell'gkeitsausschuß war bestrebt, unseren Familien, soweit es die ernste Zeit gestattete, Abwechslung, Unterhaltung und Freude zu bieten. Besonders schön verlief durch gütige Mitwirkung vieler Schwestern eine Cbanukabfeier mit Tbeaterauflübrung. Insbesondere konnte einer großen Anzahl Waisenkinder an diesem Tage etwas geboten werden. Aus dem Gesamtbild der Tätigkeit unserer Loge heben sich deutlich zwei Werke h er vor, deren gutes Gelingen der zielbewußten, klugen Führung unseres verdienstvollen Bruders Expräsldenten Max Aschner zuzuschreiben ist. Es ist dies die Errichtung einer z »ei'en Pflanzs'ätte unseres gellebten Ordens aus un- L serer Mitte heraus, die O r ü n d u ng der H e i n r I c b- Orätz-Loge, zu der wir 33 unserer Mitglieder, darunter 4 Ex Präsidenten, auf 2 J ihre beurlaubten, um dort organisatorisch zu wirken; ferner die Errichtung der jüdischen Volkshochschule, als eine durch unsere Mittel geförderte Institution, welche bestimmt ist, Kenntnisse auf den verschiedensten Gebieten jüdischen Wissens zu verbreiten. Die Vorlesungen waren in beiden Vierteljahren des ersten Semesters von ioer 1200 Hörern besucht. •] ff »I i '■ ' . Ostpreußische Loge Alienstein (Bericht Iber das Logenjahr 1919 20). Obwohl wir stets obne Utberbeburg bekennen dürften, daß unsere Ostpreußiscbe Loge seit ihrem Besteben nach K'äften fleilig gearbeitet und ihr Bestes zur Förderung des ■ '{ Logengedankens beigetragen hat, so war doch meii Bestreben von Beginn meiner Amtstätigkeit an tot allem darauf gerichtet, daß die Auffassung der Ordens- Idee bei unseren Brüdern noch erheblich mehr verliefl und verinnerllcht würde. 1 Wir Iraten mit 63 Brüdern (41 auswärtigen, 2! hiesigen) In das Logen jähr ein. Im Laufe des Jähret bat der Tod 4 der Besten von uns genommen. Zu diesem Verlust kommt noch der Abgang von 4 weiteren i Brüdern, die durch Forlzug aus unteren U Kreise schieden. Es war daher nötig, durch eim! zielbewuß e Propaganda für die Verjüngung und gänzung unseres Mitgliederbestandes zu.sorgen. All Resultat Unserer Bemühungen körnten wir festste!! daß inj unsere Loge im Laufe des letz en J ihres 1 Brüder neu aufgenommen worden sind,- und z 9 auswärtige und 4 hiesige, so daß b-i Bf ginn d1 neuen Logenjahre? unserer Mitgliederzahl 68 betrat] Von der Frequenz unserer Logensitzungen läßt sich im allgemeinen nichts Günstiges berichten. SJ| waren im Durchschnitt von 18 Brüdern'besucl Zwar bat sich infolge der von uns getroffenen Mal nahmen und eindringlichen Mahnungen der Besuci seitens der hiesigen Brüder gehoben; aber unsere Loge krankt nach wie vor trotz'aller Bemühungen der Logejleitung an dem mangelnden Besuch und Interesse|eines großen Teils der auswärtigen Brüder. D e Loge wird bestrebt sein, durch neue Versuche im neuen Logenjahr das zweifellos nicht geschwunden :, sondern nur schlummernde Interesse auch der au iw artigen Brüder an unserer Logensache zu wecket. Ea fanden 18 Sitzungen statt. Die hauptsächlichstea Beratungsgegenslände «raren: Kontrolle der Schulbibliotheken, Akademie der jüdisch«« Wissenschaft, Maßnahm :ji zur Hebung des Loge 1 besuchet, die Frauenfrage1!m Orden, Beteiligung des Ordens an der Abwehr des Antisemitismus, die Logi ■ im Abstimmungs- und Abtretungsgebiete, Ostjudenfrage, Arbeitsgemeinschaft der Bnei-Briss-Logen und der christlichen Logen, Förderung des religiösen Sinnes der jüdischen Jugend, Förderung des jüdischen Jugentibundes und der jüdischen Jugenderziehung, Eugenik. Die Vorträge und Referate (16) betrafen zürnest die genannten Arbeitsgebiete, anderseilt das wisse sschaftiiehe Gebiet des Judentums. Die Vorträge und Diskussionen fanden raeist in Gegen wart der Sehweite n und unter reger Beteiligung derselben statt. Auch Lei unseren Sitzungen im Ranmen des Logengeselzes waren die Schwestern meist zugegen uud die oähure — no _