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Bericht der Großloge für Deutschland · 1920-11-01 · Nr. 10 - November · p. Seite 113

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1920
Issue
Nr. 10 - November
Date
1920-11-01
Page
Seite 113 (sequence 6)
Language
German
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Logenfreibriefe beschaffen sein muß, bä ten wir lieber gewußt, wann in Australien die erste Loge zu erwarten ist — Unsere Sympathien zu dem großen, freien Amerka sind ungeteilt, und wir haben nichts dawider, daß am Schluß der Tagung das Lied „Amerika" gesungen wurde, das wir nicht kennen. — Aber der Antrag,' das Wort Independent (Unabhängige) in .internationale" umzuändern, der zwar nicht durchging, ze gt doch, wie die Strömung in Amerika selbst geht und will man einmal bei dem „J" bleiben, so könnte man vielleicht das Wort „Jewish" (Jüdisch) vorschlagen, obwohl andererseits die Worte B'r.ai Brith zur Genüge sagen, daß es sieb um eine» jüdischen Orden handelt. In letzter Zelt ging von London der Vorschlag aus, ein Büro des Ordens in Europa einzurichten. Dies ist inzwischen in London zur Ausführung gekommen. Dadurch wird sich zweifellos die Verbindung auch unserer Oroßloge mit den übrigen europä stallen, und wir werden sehen Oroßlogen inniger ge Gelegenheit hiben, an den mitzuirbeiten, womit unsere amerikanischen Brüder in so reichem Maße beschäftigt sind: an der Hilfsaktion für die notleidenden Juden der Welt und an der geistigen und sittlichen'Hebung unserer Brüder. * - 135.Generalkomitee-Sitzungam17.Oktoberl920,vorm.9Uhr im Berliner Logen heim, Kleiststraße 10, rfer erinnert Br. Timendorfer erinnert zu Beginn der' Sitzung an das Hinscheiden der Brüder Juslizrat Adolf Ap'el-Kö'n, Dr. Abraham Htrsch-H»>bersfadt, Leopold Falk-Magdeburg sowie des Br. Professor Dr. Brann- Bresiau, deren Andenken uns immer teuer sein wird. Sodann fügt er einige Mitteilungen hinzu. Seit der letzten General - Komitee - Sitzung wurde In Eisenach die Thuringia-Loge zu den drei Ringen begründet. In Schneidemühl besteht Aussiebt auf neue Logengründung. 1 In den Oescbäftsausschuß sind die Brüder Dr. Holländer und Ralbiner Dr Baeck eingetreten. Die Augustin Keller- Loge Zürich feierte ihr 10 jähriges, die Leipzig-Loge ihr1 20 jähriges Stiftungsfest. Die Krankenschwestern- Station Posen, -die wir auf Wunsch der Brüder in Posen so gern noch eine Zeit lang erhalten hätten, mußte sich durch die Not der Verhältnisse auflösen. Sebr erfolgreich verliefen in diesem Sommer die Zusammenkünfte von Brüdern während der Ferien in verschiedenen Badeorten. Beitrag zum Arbeiterfürsorgeamt für das Jahr 1921. In Gegenwart des als Gast eingeladenen Br. Caspary wird' über die Frage der Beitragsbewilligung für das Arbeiterfürsergeamt der jüdischen Organisationen Deutschlands verhandelt. Br. Caspary gibt einen kurzen Bericht über die Tätigkeit des Arbeiterfürsorgeam es, die im allgemeinen wie im jüdischen. Interesse dringend notwendig sei. Die Zahl der in Deutschland anwesenden Ostjuden w^tde erheblich überschaut. Sie dürfte mit ca 40 000 anzusetzen sein. Für das Arbeiterfürsorgeamt seien aus Amerika ca. 8 Millionen aufgebracht worden,.die nur zu rein sachlichen Zwecken gedient hätten. Die Kosten der Verwaltung, die sich auf M 250 000.— beliefen, würd von den jüdischen Organisationen bestritten. Dde Jüdische Gemeinde beteilige sich an der Hilfstätigke t mit etwa M. 150 000 —, durch Hergabe eines Asyls, 1100 Betten und Speisungen. Ein nicht unerheblicher Teil der jüdischen Arbeiter wandere nach Frankreich und Belgien ab. 1 Br; Caspary empfiehlt unter den gleich Voraussetzungen wie früher die Bewilligung van M. 25 000.—. Nach kurzer Debatte beschließt das Generalkomitee, auch für das Jahr 1921 für das Arbeiterfürsorgeai it die Summe von M. 25 000— zu bewilligen. Unser Vertreter soll beauftragt werden, bei der Vertretersitzung auf die unveränderte Einhaltung der bereits früher gegebenen Richtlinien hinzuweisen. Vorbereitung der Wahlen. Br. Kuzhitxl y berichtet über die vom Großpräsidenten gewünscl ite Entlastung seiner Geschäftsführung. Br. Timend o r f e r habe sich bereit erklärt, die Präsidenlscb üt noch solange zu behalten, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden sein würde. Er selber habe den ehrenvollen Antrag der Uebernahme des Amtes leic er ablehnen ' müssen, da er zunächst für ein bis z< rei Jahre durch berufliche Interessin außerordentl ch überlastet sei. Ein engerer Ausschuß habe In reeigneter Form die Entlastung des Großpräsidet lea übernommen. Mit Zustimmung der Brüder wird der

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