Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1920
- Issue
- Nr. 5 - Juli
- Date
- 1920-07-01
- Page
- Seite 57 (sequence 5)
- Language
- German
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an den Geschäftsausschuß oder das Generalkomitee gewandt? Zeit genug wäre hierzu gewesen; im gegenwärtigen Augenblicke aber mit Warnrufen und abbauenden Anträgen zu kommen und dabei die Form anzuwenden,'die man beliebt habe, müsse als unbrüderlich bezeichnet werden. Diese Kennzeichnung sei das einzig Persönliche in den En gegnungen des Arbeitsausschusses gewesen; er müsse sie auch jetzt noch aufrecht erhaltcjn. Br. Hirsch erbittet gegen die vorgebrachten Angriffe die Unterstützung des Generalkonvtees nicht bloß in sachlicher, sondern auch in persönlicher Beziehung. Br. B1 u m e n f e 1 d - Berlin lügt hinzu: Die ganze Aktion habe unter stillschweigender Bil. gung des gesamten Ordens stattgefunden. Es sei unangebracht, plöiziich mit einer Fiugblattbewegung einzusetzen. Nur eine sachliche Aussprache nach vorherig! r Fühlungnahme mit dun Gesctäflsausschuß sei das Gegebene. Die bisherigen Sammlungen häten als Einzelheit äje M. 156.000.— als jährliche Bet räge M. 10900.— ergeben. Der Warnruf habe geradezu katast'ODbal gewirkt So hielt eine Loge, die bereits AI. 7 000 — Einzelbeiträge und M. 700 — jährliche Bniräge einschicken wollte, das Geld zur ü k und erw»g, ob die gesammelte Summe nicht für lokale, Zwecke Verwendung finden sollte. Man könne sich des Em- ' drucks nicht erwehren, daß der alte Gegensa z, der Jahre hindurch bestand-n, sich gerade jetzt in empfindsamer Weite Lufl geschafft habe. f Die Abneigung gegen die Zwergstationen sei wohl vers ändlicb und berechtigt; diese Stationen seien jedoch häufig der Ausgangspunkt einer g>cßeren Organisation. — Die Krankensch westernsacl e der moralischen Unterstützung durch das komitee; die Organisation müsse auch bei löge verbleiben, fcs seien noch 57 Logen mit dem korporativen Anschluß rückständig. W r müßten Jahresbeiträge von M. 50000.— haben; das Bedürfnis nach Krankenschwestern sei rin ungeheure». In der von S.ut gart aus beliebten Form dürfe kr Kampf nicht weiter geben. Br. B e er München, welcher den Standpunkt der BBr. Dr. Feldmann und Dr. Wolf sowie der Stuttgart-Loge, soweit er Ihn vertreten zu können glaubt, zu rechtfertigen suchte, schlägt vor,; die ganze Frage von ihrer Entwicklungen noch einmal zu betrachten und die gegenseitige Stellung bei der Qroßiogentagung zum Auadruck zu bringen. Er empfehle, daß die BBr. Jeselsobn und Blumenfeld in Stuttgart eine Aussprache herbeiführen sollten. L bedürfe Oeneralder Ordß- — rfl — r. LI s se r-Hamburg bringt zum Ausdruck, daß von den BBr Feldmann und Wolf manches offene starke Wort In der S rel f'age angewandt worden *el. Die Brüder dürften s ch n cht wundern, wenn unsere Stellungnahme eine ebenso offene fiel. Diese Kritik, diel auch die Achtung vor der G-oß oge vermissen laste, müsse zu ü kgewiesen werden. Warum habe Br. Wo f nicht schon ener grsprocben? Bisher sei sein Platz immer leer geb'ieben. Das Stuttgarter Vorgehen habe einen ungearuren Schaden . gebricht.' : ' -!• ' ■ TlZ -l J . ■.. Br. BI u m e n f e I d - Berlin bittet Br. Beer seine Wünsche bez. der Zusammenfassung der Vorgänge zurückzuziehen, weil dies nur unnötigen Zeitverlust bedeuten wü de. i . I Br. Pinkel Berlin bemerkt, daß — wenn die Dezent altsation durchgtführt würde'r— späterbin nach kurzer Zeit kein Mensch mehr eine Ahnung haben wmrde, wer die jüdische Krankenpflege angeregt und zur Ausführung gtbracnt habe. Br. Goldschmidt-Berlin glaub*, d.ß kein Komi ee weniger autokratisca fei als dtr Arbeitsausschuß dtr Krankenschwestern - O ganisation. Er sei stets bereit ge«esen, alle Wünsche« die an Im. herangetreten seieo, nach Möglichkeit zu befiedigen. ' . Nach dieser Aussprache weiden folgende von Br. J es el söhn formulierte Anträge emstimmlg angenommen; nur Br. Beer stimmt gegeii Antrag 4. 1., Das Generalkomitee weist die gegen den.Arbeitsausschuß des Krankenschwestern - Komitees gerubteten persönlichen Angriffe des Br. Fe d nann zurü.k. Das Generalkomitee bittet dringend, den Streit vorerst auf sich beruien zu lasseo: D e Sammeltätigkeit lür die Kranken*cbwesteru- Organitation wird fortgesetzt; die w/Logen und Brüder werden gebeieo, emsig die Sammeltätigkeit weiter zu fünren. Die Kratikenscbwetternfrage wirl auf die Tagesordnung der nächsten Ort ßogen'agung gefetzt. Die Plenars tzung j des Krankensc hwestern- Koroltees wird die Anträge der Stuttgart-Loge in der auf den 9. Mai er. einberufenen S tzung durebberaten. . Das Generalkomitee steht auf dem S andpunki, die Krankenschwestern - Organisation ' als Q'oßlogenenrichturg weiterzu ühren und empfiehlt der O oßlogentagung diesen Standpunkt ebenfalls einzunehmen. V