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Bericht der Großloge für Deutschland · 1920-07-01 · Nr. 5 - Juli · p. Seite 58

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1920
Issue
Nr. 5 - Juli
Date
1920-07-01
Page
Seite 58 (sequence 6)
Language
German
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I - Die * Kandidaten aus umstrittenen Orten, w/Allemsn a-L-*ge-Stettin bat folgenden Antaggestellt: „Die Bestimmung des Groß gengesetzes, daß Kar dldaten einer anderen als der läumli.h r äcrist- Irgenden Loge nur mit Einverständnis dieser Loge und mit Genebm'gung der G cbioge zui gtfüirt werden dürfen, darin zu ändern, daß nur die Gri ßloge mcb Anhörung der beiden in Frage .kommenden Legen die Entscheidung zu treffen bar". Br. Lang- Escbwrge äuß-rt sich zunächst zu diesem Antrage und! bekennt, daß er ibn siel zu eigen mache,obgleicb er selbst Mi glied einer kleinen Loge sei. Um der S eilungnahme der kleinen Logjen zu genügen, gibt Br. Göldschen idt- Berlin; Kenntnis von dem ausführlichen Schreiben, das d>e w / Pommerania-L ge in der Angelegenheit an die G oß oge gerichtet bat. Ihr hat «ich auch die w/Toleranz Loge angeschlossen. — Diete oe d-n Logen sind der Meinung, daß jede Zuzug' möglxtkeit iür die kleinsten Logen unterbunden werae, wenn ein Abstrom aus kleinen Logenortrn in größere Logens äd e freibliebe. Br. Moritz- Stettin äußert sich als Mitglied der annagsiellenden Lege dabin, d ß durch e n zu rigoroses Vorgehen im S n .e der Pommerania Loge der Orden geschädigt **ü-de. -Die in Frage kommenden B-üder, welche besondere persönliche oefer Ojrtibe- Ziehungen haben, würden im gegebenen Falle sich - nicht der kleinen Ortsloge anschließen, sondern eingen eben »ür uns verloren. Auf diese Weise [hätten wir kürzlich 14 Kandidaten an den Odd feljow Orden eingebüßt. * J Der Antrag der Äilemania Loge Stettin, daßj Kandidaten aus umstrittenen Orten auch gegen den Witten der zuständigen Loge durch Entscheidung derGroßloge einer anderen Loge zugesprochen werden können, fiudet folgende Erledigung: Der § 11 der Allgemeinen Gesetze für die Logen des VIII. Distriktes lautet: „Mitglied einer Loge kann nur ein großjähriger, unbescholtener Israelit werden. Die Mitgliedschaft kann ohne' besondere Genehmigung der Großloge nur In der dem WohnsitzI des Kandidaten nächst gelegenen Loge erworben werden." Danach ist die Entscheidung im Sinne des Antrages der Ailemania-Logebereits in die Hand der Groß oge gelegt Es war nur bisher Tradition, daß die Entscheidung niemals gegen den Willen der ab erster Stelle als abnehmende in Frage kommenden L<-ge Urte daß auch fürderhin Urteile gefällt werden, die die Interessen des O-dens in Einkling mit den Interessen der einzelnen Loge bringen werden. Engere Beziehungen zwischen den Logen und dem General-Komitee. Um die Beziehungen zwischen Generalkomitee - Mitglied und den unter' stellten Logen zu vertiefen, hatte Br. Ollendorff längere Aus ürrungen eingesandt, die mit geringer Abänderung zur Kenntnisnahme und Nachachtung in folgende Richtlinien zusammengefaßt wurden: „Der regelmäßige Besuch der Bezirkslogen, möglichst aucn zu Arbeitssitzungen, ist Pflicht der Mitglieder des] Generalkomitees; ei ist auf! kleine Bezirke Bedacht zu nehmen. — Um den Generalkomitee Mitgliedern die Möglichkeit zu schalten, sich am Logenleoen innerhalb des ihnen zugewiesenen Bezxks lebhaft zu beteiligen, wird den Logen empfohlen, die Generalkomitee - Mitglieder zu allen wichtigen Sitzungen und Veranstaltungen unter! Einsendung der Tagesordnung oder des Programms einzuladen, auch sich in strittigen und unklaren Fragen zunächst an das zustand ge GeneraJkomuee - Mitglied zu wenden. Auch der GescbäfUausschuß soll sich in Angelegenheiten der Logen mit dem zuständigen Generalkomitee-M tglied in Verbindung setzen". Abwehr des Antisemitismus. Wie Br. L a n g - Eschwege berichtet, nat der Mitteldeutsche Logen verband in einer Entschließung gefordert, d.ß der Orden die Bekämpfung des Antisemitlsm als eine seiner Hauptaufgaben aufnehmen möge. Hierzu sind oisber eine ganze Reihe von Aeußeruoge sowohl von Logen wie von einzelnen Brüdern ei gegangen. — Der Referent s eilt sich auf den Standpunkt, den die Lessing-Loge bezw. Br.Nothtnann- Breslau in folgender Entschließung zum Ausdruck gebracht bat: „Die Loge bält persönlich und Antisemitismus einzusetzen . liebes Leben die tntkiäften, hält solche nicht für außen einzutreten!1 In der Diskussion Goldochmidt, L sser, es für Pflicht jedes Juden, sich f nanziell im Kampfe gegen den und durch vorbild- Vorurteile gegen die Juden zu aber die Logenorganisaiion als geeignet, In den Kampf nach ausfiel. Es darf das Vertrauen ausgesprochen äußern sich,die Brüder Cohn, Beer. Br. L i s s e r - Hanburg glaubt, daß bei der Großlogen tagung die Frage „Was können die Logen gegen den Antisemitismus ton?" zur Besprechung gelang werden, müßte. Br. Goldscbmidt - Berlin erwidert, da

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