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Bericht der Großloge für Deutschland · 1920-07-01 · Nr. 5 - Juli · p. Seite 55

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1920
Issue
Nr. 5 - Juli
Date
1920-07-01
Page
Seite 55 (sequence 3)
Language
German
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Jer i teiligl gewesen werden, daß die über den Stand der Angelegenheit der Wiener Kinder. Der Redner führte etwa {folgendes aus: Die Angelegenheit habe verschiedene Stadien durchlaufen. Aus der großen Aktion, bei der sich alle konfessionellen Schichten zu beteiligen die Absicht gehabt bäten, sei eine kleine geworden. Die Schwierigkeiten, die der Sache entgegengestanden bitten, seien allgemein bekannt, so daß es nicht nötig sei, sie hier besonders hervorzuheben. Zur Beleuchtung der Schwierigkeiten sei nur das eine angeführt, d Ii eine schweizer Organisation erklärt habe, jüdische Kinder zur Erholung bei sich nur aus denjenigen deutschen Kreisen aufzunehmen, die selbst keine österreichischen Kinder aufgenommen bätlen. Immerhin i seien im ganzen 8000 österreichische K'nder in Süddeutschland unlergebracnt worden, wieviel jüdische Kinder darunter gewesen seien, könne nicht angegeben werden. 3000 Kinder seien auci 'In Njrddeuischland untergebracht worden. An den allgemeinen Komitees seien auch jü 1 sehe Herren be- Trotzdem müsse es ausgesprochen große interkonfessionelle Aktion zusammengebrochen sei, und daß damit auch die jüdische Aktion im ursprünglichen S nne als nicht mehr durchführbar zu gelten nab?. Es würden allenfalls in Verbindung mit den nach Hollaad genenden Zügen in einzelnen Städten wie Cö n, Mainz, Trier, Bonn und Coblenz 200 bis 300 Kinder um ergebraebt werden können. Weiterbin dürKe es vielleicht möglich sein, da, *wcj ösjlerreic&iscbe Kinder nicht mehr aufgenommen werden könnten, deutsche ICnder aus jüdischen Kre'senunterzubringen. Die bislierigen für Wien gesammelten Gelder könnten in z wi :ckmäß ger Weise, wie der Redner bereits mit dem in Wien eingerichteten Komitee besprochen habe, in folgender Welse Verwendung finden: Die österreichischen K'nder könnten In einem Heim In Oesterreich selbst untergebracht werden. Zur Bestreitung der Kosten sol ten 100000 M. — zu gleichen Teilen von der Oroß oge und vom Hilfsverefn *J zur Verfügung gesteint werden. Diese Aktion solle als eine Liebes ätigkeit der deutschen Juden gekennzeichnet werden. Weitere 35 000 M. — gleichfalls von beiden Organisationen ge ragen — sollten zur Linderung der Not der Wiener Mtlelstandsbevölkerung ü versandt werden. — An der sich anschließenden Diskussion beteiligten sich [die Brüder Beer, Jeselsohn, Moritz und Cohn. Die Brüder des Generalkomitees erklären Ihr Einverständnis zu den Ausführungen des Referenten, dem der Großpräsident ür seine Auslührungen wärmsten Dank ausspricht. Finanzbericht. Br. Helfft, vorn Gr-ßaräsidenten herzlich begrüßt, gibt nunmehr eine Lienersicht über den Stand der Fm nzen. Er beantragt, den Beitrag zur Großloge auf M 30.— 'es zu^czen, da e< Pf 1 cht derOr< ßloge wäre, zeitgemäß: Gehälter und Honorare zu zahlen. Man sollte d es schon jrtzt den Ldgea mittelen, damit sie s ch mit dem Gedanken vertraut machen. Br. Stein hä't M. 20.— ah Be trag für ausreichend, falls die Kosten zur G oßl genUgung. von den Logen getragen würden. — Zur ' Diskussion sprechen die Brü 'er S:hul' ö er, Lang, Me zuach und Jeselsohn. Du Oeneralkomitee bescnließy M.,'20.— als L^genbeiirag 'ür die Großloge pro J ihr zu erbeben. Die Kosten ür die Gr ßl >genta. ung sollen entweder durch einen Sonderbei rag von M. 10.— pro Kopf oder dur n eine U nlage in Hu ie der utsächlio erfolgten K >s en erhaben werden. Dis Ftnanzko-ni ee regt, wie Br. S eift berichtet, an, eine Aenderurrg des § 18 der .'Gr ßl gengese ze vorzuneamen, die de n 'at ächlichen Z istand der gegeiwärtigen Finanz*erwilt.mg Au dru k gibt. Der Großlogentagu g sjII folgender Wortlaut des § 18 ümerbreiie« werden: „Das Komitee überwach! die Ausführung alfer auf die Finanzgebarung bezüglichen Anordnungen und legt atijäirlici der Gr ßl >ge einen Bericht über das vergangen: Finanzjahr und enen Voranschlag iür den Gr ßl gemermln vor." . Br. Liss er bemerkt hierzu, daß gegen diese Fassung E nwendungen nicht zu erhehen seien, falls dadurch dem Groß-Schatz neister die Verantwortung über dis Ginze n>cht ahg?n <mmen werden solle. Wahl Vorschläge. Br. G i n s b e r g -Berlin beric itet über die zur Ort ßiogentagung vorliegenden W«hlvors 'läge. — Im Anschluß an diese Mitteilung wird der Wunsch ausgesprochen, vor der Oroßt >gentagung de Logenverbände und Lögen noch einmal anzufragen, ob die s. Z. übermittelten Wablvorscbäge weiter besteben sollen, oder cb irgendeine Änderung sich vollzogen habe. Bewilligungen. Für den der Z e n t r a 1 w o h I - fahrtssteile der deutschen Juden bereits überwiesenen jährlichen Beitrag von 3000 M. wird* Indemnität erteilt. - v Für die jüdische Wanderarmenfürsorge werden NL 3000. für Religionsunterricht in kleinen Gemeinden M. 1000 bewilligt. Dem Verband der jüdisehen J ugend• ve r eine Deutschlands werden zu den bereits ' - - r •••'••/• »•■'. .' ' — 55 —

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