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Bericht der Großloge für Deutschland · 1920-05-01 · Nr. 3/4 - Mai/Juni · p. Seite 46

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1920
Issue
Nr. 3/4 - Mai/Juni
Date
1920-05-01
Page
Seite 46 (sequence 14)
Language
German
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Und wohl kein sehr ertragreicf-er Beruf,*) dagegen mag er iür Mädchen, d!e sprach- und Igescbichtskundig sind und e'wtt Kunstgeschichte siud'ct haber, im neutralen Au lind zu empfehlen sejn. Msn müß'e Erkundigungen in der Schwerz, Holland und Schweden einziehen. Eine Maüändeji Fremdenführerin hat in dem Büchlein „Vor dtn j wirtschaftlichen Kampf gestellt" sehr nett beschrieben, wie man in diesem Beruf vorwärts kommt. Schneiderin und Putzmacherin: Wir brauchen sie jahraus, jahrein, und doebij stehen so wenige Tüchtige in d eseoi Beruf. DasS ist umsomebr zu verwundern,' als so viele eine lejchle H2nd, vS'.nn für Schick und Eleganz baren. Dtiei sagt ein altes Sprichwort: Handwerk hat goldenen B:den. Wenn zu der Handfertigkeit etwas gesrl äftüche Begabung kommt, läßt sich Vieles und Gute i erreichen; wir haben dafür in jeder Stadt verernzel e Beispiele, die mehr zur Nachahmung reizen so Ken. Wie manebes Mädchen hat bescheiden in der [»aebkarrmer angefangen und besi'zt heute eine Wukstatt mit Du'z:ndcn von Gehilfinnen; aus dem .ehrling ist cer Meister geworden. Das geht aber nfht in sechs Monaten, auch nicht in einem Jahr, daz braucht es Zei', Mühe uijd Fieiß. Hier wie In allen Berufen . muß sic;i das Mädchen sagen: Ich will, und ich will ganz! Keine Halbheit! Der gute Wille aii ein gerügt nicht, zum Ei folg ist auch hier poritives Wissen und Können unbedingt r.öiig. Der Gehalt der Gehillinnett regelt sieb nach der Größe des Geschäfte«, also ob erst-, zweit- oder drittklustg, und dann noch nach der Leistungstätigkeit der Arbeiterin. So sind wir beim geschäftlichen Beruf angelang! Die jüdische Fruu hat vielfach einen lusgep-ägten Sinn für alles Geschäftliche, und wer Lu t und Liebe fürs Geschäft hat, wird auch seine Befriei'gung darin finden. Her möchte ich vor allem eines erwämen: Tochter sollten nie im elterlichen Geschäft lernen, sondern bei Fremden. Man erlebt oft, daß Vä'er den eigenen Töchtern gegenüber viel s'rengere Lehrmeister sind als Fremden gegenüber. Da wrd rasch viel verlangt, da wird vom jungen Mädchen ein Geschähsinteresse voratpgesezt, das weit über seine J ihre gebt. Andrerseits gibt es Fälle, wo die Mutter meint, die Tochter habe nicht nötig, erst Lehrmädchen zu sein, sie könne gleich helfen zu kalkulieren und disponieren. von •) Weshalb nicht? Deutschland wird äberschwemmt, di« bei dem höh« Wert sich bei uns alles leisten können. (Anm. Ausländern ihres Oeldes Schriftl.j. D s~rann n?n *ber a>!fs nur, wenn man gründlich gelernt, Warenkrnntnisse erworben und die Kundicbi ft l und ihre Wünsche, wie auch ihre Kaufkraft kennen gelernt hat. A'so hinein in die Lehre, aber bei Fremden! Nur so bringt die Tochter Neues In dtn heimischen Betrieh uod behübet ibn vor Einseitig «eil rnd Veralten. Wo sie aber auch lernt, spinne nie alle Kräf-e an! Man böM mit Bedauern und Staunet aus kaufmännischen Kreisen, daß gerade jetzt, wo Deutschland nur durch Arbe t wieder auf einen grünen Z«e'g kommen kannj unter dem kaufmännischen Personal der Geschäftssinn erlahme. Das ist ntuhr als heurig! Prof. Hflty sagt unter anderem in seinen A"fsatz „D.e Kunst des Ärbeitens': »Solange die Um ist zur Arbeit ein so verbreitetes Üebil, beinahe ene Krankheit der moderten Völker ist, und sich jeler sobald als möglich dieser theoretisch so geprieset e t Sache praktisch zu entstehen sucht, ist von ir^tnd welcher Verb sserung ler sozialen Zustände garni:ht die Rede.« So Hi;ty schon vor den Kriege. — Be rüblich ist es auch, tfeß heute in den kaufmännischen Berufen nicht allein nach Fähigkeit, sr.rjdern vorzugsweise nach Altersstulfen entlohnt wird und liier gewaltige Steigerngen stattfinden, so daß jeder Bekiieh sich genötigt sehen wird, mit möglichst jungen Krijten zu wirtschaften. Um nun die Brolosigkeit Im Alter zu vermeiden, wird jedes Mä Iche.i bald nach Selbständigkeit streben müssen, vorausgesetzt, daß ihm die nötigen Mittel zur Ver'figung stehen.. Stenotypistin, Verkäuferin,Kassierer in, Buchhalterin sind allgemein beliebte und bekannte Berufe. Wir titden leider aber viel'ach, daß gerade Mädchen glauben, sie seien nach dem Besuch eines kurzen Handelskurses oder nach kurzer Lehre fix und fertig ausgebildet Wer so denkt ble bt am Boden haften, er wird n e zu selbständigen S.ellunglen kommen, wird auch mit jsieb selbst unzufrieden werden. Denn er siebt sich andern gegenüber zurückbleiben und vergißt, daß ihm selbst das rechte S reben, das gründliche Wissen, j »hretauge Uebung fehlen. Nor wer sich im Qeschäflsleben stets auf dem Laufenden hält und sich welter bildet kann vorwärts kommen. Das Geaalt ist beute durch Tarif-Vertrag, der vom Arbeitgeber-Verband und den verschiedenen Verbänden der kaufm. Angestellten gemeinsam aufgestellt ist, geregelt „Redegewandte Damen zum Vertrieb eines lukrativen Artikels gesucht. Zu melden unter Chiffre x. x. Wer hat nicht schon dutzeodemale Inserate gelesen? Großenteils dreht es sich um Co por Iche

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