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Bericht der Großloge für Deutschland · 1920-03-01 · Nr. 2 - März · p. Seite 30

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1920
Issue
Nr. 2 - März
Date
1920-03-01
Page
Seite 30 (sequence 14)
Language
German
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Sache nie verlieren. So viel Ditziplin, so viel Solidarifätsgefühl verlange Ich von Jeder Frau, daß sie uns hilft, untere Forderung mit Erfolg durchzufechten. Wir alle müssen einmütig zusammenstehen in unserem Streben, und bis die Qroßloge gesprochen hat, Aufnahme in den Kommissionen und Teilnahme von Frauen an den Sitzungen mindestens zweimal im Monat zu erreichen suchen.' Man hat gesagt, daß es das Verdienst der edlen Frauen in Israel sei, wenn wir uns bis auf den heutigen Tag erhalten haben. Wir modernen Frauen wollen so leben und wirken, daß wir uns vor unseren Ahninnen nicht zu schämen brauchen, daß.ihr Ruhm auch der unsere werde. Wir wollen unsere Würdigkeit und Reife durch die Tat beweisen, damit die Manner es nie zu bereuen brauchen, wenn sich uns die Tore der Loge offnen. Ich hoffe, daß wir nicht nur die Nehmenden bleiben, sondern daß wir durch die Werte, die wir unsererseits übermitteln werden, beweisen, daß erst in gemeinsamer Arbeit von Mann und Frau .ein Oanzes geleistet werden kann zur Ehre des Judentums und zum Nutzen für unsere Gesamtheit. Auch wir wollen als Juden und als Menschen leben und streben nach der Devise, die ein Bruder der Rheinlandloge ihr zu ihrem 25 jährigen Jubiläum gewidmet hat mit dem schönen Goethe wort: „Immer aufwärts sollst Du streben, Nie ermattet stille stehn, Willst Du die Vollendung sehen. Nur Beharrung führt zum Ziel." Schwesternbund der Allemania Loge. Von Br. Expr. Dr. Landsberg - Stettin. Unter dieser Uebertchrift enthält No. 5 unserer Monatsberichte 1919 auf S. 48 ff. einen Bericht von mir über die Entstehung und Art unserer Schwestern- Vereinigung. Er und die Besprechung im Qraeralkotnitee (s. Ber. No. 8 S. 88/9) haben wohl dazu geführt, daß uns vielfach Anfragen von den Logen zugingen, die näheres über die neue Einrichtung wissen wollten. Ich möchte nun, da über ein Jahr seil der Neugründung vergangen ist, als einer der zwei von der Loge für den Schwesternbund ernannten Beiräte im Zusammenhang berichten und damit alle Fragen erschöpfend beantworten. Der Schwesternbund der Allemania trägt einen Logen-ähnlichen Charakter. Die Schwestern kommen in der Regel allmonatlich je einmal unter sich und mit den Logenbrüdern zu gemeinsamen Sitzungen nach bestimmter Tagesordnung zusammen. Die Schwestern-Sitzung eröffnet die Vorsitzende mit folgender Ansprache: , Schwestern! Wir haben die hoben Ziele und Grundsätze des U. O. B. B. zu den unsrigen gemacht Wir wollen dem Judentum, das in unserer aller Herzen wurzelt, das aber durch Mangel an Pflegehier und da zu verkümmern droht, neue Nahrung geben und es um seiner Schönheit, seiner tiefen und sittlichen Kraft willen zu neuem Wachstum und frischer Blüte anregen, auf daß es immer reichere Früchte trage. Wir wollen in gemeinsamer Arbeit mit dea Brüdern der Allemania Loge ihr Wirken und Streben fördern und unterstützen und nach ihrem Wahlspruch Wohltun oben and mit schwesterlicher, wohlwollender Gesinnung bei aller Freiheit persönlicher Ansichten In Eintracht arbeiten, beraten und bandeln. Möge uns Kraft und WUlen zu solchem Tun stets erhalten bleiben und möge Segen unsere Arbeit begleiten! Dieser Ansprache folgt gegebenenfalls die Vorstellung der neu eingetretenen Schwestern, nachdem die Vorsitzende einige Worte über die Zwecke des Bundes an sie gerichtet bat Der Beitritt steht jeder erwachsenen weiblichen Angehörigen eines Mitgliedes des JU. O. B. B. nach Bestimmung der Satzung frei und erfolgt durch schriftliche Meldung bei der Vorsitzenden. Es folgen die Verlesung des Protokolls, die Berichte der Ausschüsse, von denen unser Schwesternbund einen für Kranken-, Witwen- und Walsen pflege, für Ferienkolonien und für Geselligkeit hat, sowie ein für die Sitzung besonders bestimmtes Referat. Es haben solche, um das gleich vorwegzunehmen, bisher gehalten: . 1. Expr. Landsberg: Die Geschichte und I Wicklung der U. O. B. B. 2. Expr. Blumenthal: Moses Mendelssohn. 3. Schw. Luise C r o n b a c h : Die Frau Im kirchlichen und religiösen Leben (nach Berta Pappenheim 4. Schw. Wiener: Jeremias von Stefan Zweig. 5. Schw.Tb. Friedeberg: Der Pojaz v. Q E. Franz 6. Schw. Worms: Jehuda HaJevy. 7. Schw. Wiener: Judith von Hebbel. 8. Schw. Else Fiater: Lassalle. 9. Schw. Anna Lewy: Was können wir I gegen den Antisemitismus tun? ciui . izos. - 30 -

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