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Bericht der Großloge für Deutschland · 1920-01-01 · Nr. 1 - Januar · p. Seite 11

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1920
Issue
Nr. 1 - Januar
Date
1920-01-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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| ,j; . Autorität des Präsidenten, du Ritual als das Symbol unserer Formen. Nachdem auf diese Welse die neue Loge gesetzmäßig Installiert war und Br. Expräs. Merzbach von der Frankfurt-Loge noch einmal die besonderen Wünsche der Großloge zusammengefaßt hatte, begannen die Glückwünsche der Delegierten. Der Präsident der Frankfurt Loge, Br. Ribblner Dr. Lazarus, brachte als erster die Wünsche der Frankfurt-Loge zum Ausdruck. Auch er bezeichnete Cohen als Vorbild, dem nachzueifern sei. — Es war e:n ergreifender Augenblick, als Br. Lazarus auf das beleuchtete Sinnbild unseres Ordens, den Mögen Dovid mit den ineinandergreifenden Händen, hinwies, dem neuen Präsidenten die schwesterlichen Grüße der Frankfurt - Loge als Zeichen der Verbrüderung mit Händedruck übermifelle. — Br. Präsident Lazarus überreichte namens der Frankfurt - Loge eine Spende von 10 000 Mk. von weicher 5 000 Mk. für einen Logen-Fond bestimmt sind, Br. Georg Lewandowsky von der Frankfurt- Loge überbrachte die Glückwünsche der Familie Cohen, indem er in längeren Ausführungen bei dem Leben und den Werken seines großen Verwandten verweilte. Er teilte dabei mit, daß die jüdische Gemeinde die Bibliothek Cohens angeschafft und im Rothschildhaus aufgestellt habe. Br. Dr. Rudolf Leszynsky, Präsident der Montefiore-Lcge- Berlin, überbrachte die Glückwünsche der vier Berliner Logen und der norddeutschen Logen. Br. Dr. E11 b o g e n von der Carl Friedrich-Loge- Karlsruhe sprach für eine Anzahl süddeutscher Logen sowie für die August in Keller-Loge-Zürich. Br. Dr. Simon von der Rhenus Loge Mainz überbrachte die Glückwünsche des Hessischen Logenverbandes. Unter den eingegangenen Glückwünschen befand sich auch der des Br. Dr. Ludwig Haas, Karlsruhe, der, am Erscheinen verhindert, der neuen Loge für die nächste Zeit einen Vortrag zusagte. Sodann dankte der neue Präsident Br. Dr. Edusrd Strauß in zündender Ansprache der hochw. Großloge für ihre Mitwirkung bei der Feier, der Frankfurt- Loge für die mühevollen Vorbereitungsarbeiten sowie allen beteiligten Logen für ihre Glückwünsche zur Fder. Er gab das Gelöbnis ab, daß die neue Loge sich des Freibriefes würdig erweisen wolle. Der Name des großen Denkers lege Verpflichtungen auf, die stets lebhaft vor der Seele stehen müßten. Das hohe sittliche Ziel, das der Name Cohen bedeute, sei nicht leichten Kaufes gegeben, sondern aufgegeben. Es muß errungen, erarbeitet werden. In drei gewaltigen Werken leuchtet Hermann Cohens Geist in die Unsterblichkeit: Wahrheit ergründend in der „Logik der reinen Erkenntnis", Schönheit suchend in der „Aesthetik des 'reinen Gefühls", sittliche Oüte erstrebend in der „Ethik des reinen Willem". Wissen- Schaft, Kunst und Sittlichkeit sind die drei Flamm enzeichen, die der Meisler aufgerichtet hat. Auf drei Säulen unseres Ordens mögen Sie aufleuchten und als Wegweiser für unsere Arbeit in Wohltätigkeit, Brüderlichkeit und Eintracht hinausstrahlen in die Menschheit In der Nähe des Chanukkafestes, des Tages der Tempel weihe, würde das neue Haus ein* geweiht. Der Hammer erinnere als Merkzeichen-an die Bedeutung des Wortes Makkabi; aber dieser Hammer sei kein Streithammer, sondern ein Arbeitshammer. In diesem Sinne führt er drei Schläge ain Grundstein der neuen Loge. Wohltätigkeit sei positive jüdische Arbeit, Wohltat des; Geistes, innere jüdische Mission. . Br udeirliebe sei Einheit: Einheit der Arbeit, gegenseitige Hilfe an Leib und Seele, Gemeinschaft aus Gottesordnung, ein Bund der Liebe. E ic t r a c h t sei: Umfassung der Menschheit über alles Trennende hinweg. Mit Gefühlen des Dankes erheben wir unsere Augen zu dem verklärten Bilde des Geistesheroen, dessen Namen die neue Loge trägt, und zu Gott, dem Allmächtigen, daß er unserer Hände Werk segne für und für, jetzt und immerdar! ' , P ••' f[ ■ - Die Worte des neuen Präsidenten weckten tiefen Eindruck, der sich in langanhaltendem Beifall löste. Aus dem Kreise der neuen Brüder ist sofort ein „Hermann Cohen Fond" in Höhe von 30 000 Mk. gegründet worden, dessen weiteres Wachstum in kurzer Zeit' zu erwarten ist. Br. Warmbrunn teilte sodann mit, daß die- Dauer des Termins nach Anordnung des Größpräsidenten sich bis AprU 1921 erstrecken würde. Er fügte hinzu, daß die Anmeldung der Loge, deren Mitglieder und Beamte bef der Aufsichtsbehörde zu erfolgen habe, daß die Statuten nach Fertigstellung eingereicht werden müßten. Ein Logensiegel unter Einreichung von 80 Abdrücken an die Großloge sei erforderlich.' Die Bildung der Komitees könne in einer der nächsten Sitzungen erfolgen. Nachdem er nunmehr noch den Dank der Großloge an alle Brüder, die sich um die Gründung der ■ 'm I; . .•••'•'* . . *C?*t»< Imm:t sä

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