Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1920
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Peddl der Universität zur Immatrikulation vormerken ließ. Aber wie ihm damals und später bei der Promo« tion der Senat der philosophischen Fakultät Schwierigkeiten machte, da Juden in Breslau nicht promovieren durften, so zeigte sich der große Wandel der Zeiten, als 30 Jahre später derselbe Senat der philosophischen Fakultät Breslau ihn einstimmig zum Professor honorarius ernannte. Mit einem warmen Appell an die neuen Brüder, sich stern dienen zu lassen, noch die Br. Rabbiner Dr. Wolf ■ Lissa namens hatten, und der Präsident Br. Walsen in zu H Dank ausgedrückt von keinem der Teilnehmer halte, Die Installationsfeier der Hermann Cohen-Loge-Frankfurt a. M. das Wirken von Oraetz als Leitschloß der Redner. Nachdem Ellguther-Neisse und Justizrat ihrer Logenverbände gesprochen der w. Heinrich Graeiz-Loge zen gehenden Worten seinen schloß die Feier, die wohl vergessen werden wird. Von Br. Dr. Alfred Am Sonntag, dem 14. Dezember 1919, versammelten sich eine große Anzahl Brüder der Frankfurt-Loge sowie zahlreiche Vertreter auswärtiger Logen zur Installationsfeier der neu zu gründenden Hermann Cohen-Loge, LXXXII. No. 848. Als Vertreter der Großloge eröffnete Br. Dr. Goldschmidt die Sitzung, begrüßte alle Erschienenen und überbrachte die herzlichsten Wünsche des durch körperliches Befinden an der Teilnahme verhinderten hochw. Großpräsidenten Br. Timendorfer, sowie des aus gleichem Grunde abwesenden Vizegroßpräsidenten Br. Jeselsohn. .Er bat alle Teilnehmer« bei dieser Feier, die einen der feierlichsten Augenblicke unseres Ordenslebens darstelle, so mitzuwirken,daß die Gesamterinnerung jedes einzelnen neu eintretenden Bruders an diesen Augenblick und an diesen Ort die sei: „Tretet ein! Hier ist Oott!" Er berief sodann folgende Brüder Expräsidenten zur Bildung eines besonderen Beamtenrates für die Gründungsfeier und zwar: als Präsident: Expräs. David Wannbrunn-Frankfurt a. M., -Vizepräsident: Alexander Fiorino-Cassel, Finanzsekretär: Moritz Marxheimer- Wiesbaden, Schatzmeister: Siegmund Loeb - Trier, Wächter: Leopold Sontheim er-Stuttgart, Mentor: Julius Goldstern-parmstadt f- Br. Warmbrunn eröffnete nunmehr die eigentliche Logensitzung mit dem Ritual und veranlaßt« den Mentor, Br. Expräs. Goldstein, die neuen Petenten einzuführen. Es war ein feierlicher Augenblick als die Türen sich öffneten und die neuen Petenten, 150 an der Zahl — eine Ziffer, wie sie noch nie im Logenleben bei einer neuen Gründung erreicht worden ist —, in geordnetem Zug in den Saal ichritten und vor dem Podium, auf welchem der Beamtenrat untergebracht war, Aufstellung nahmen. Goldschmidt. Br. Warmbrunn verpflichtete zunächst durch Handschlag die sieben Bruder der Frankfurt-Loge, die in die neue Loge übergetreten waren, und forderte sie auf, all ihre Kräfte In den Dienst der neuen Loge zu stellen. Sodann wandte er sich an die Neueingetretenen und entwickelte ihnen in längerer Rede die Grundlagen und Ziele des Orden», indem er auf die Anfangsgeschichte des Ordens zutückgriff, die Entwicklung des Ordens in großen Zügen schilderte und dann unsere Grundsätze darlegte. Sodann gab Br. Hugo Schlesinger in längerer, feinsinniger, warmherziger Darstellung die Erklärung der Zeichen. Br. Goldschmidt ubernahm die Einführung der Beamten der neuen Loge, die einstimmig vorgeschlagen und akzeptiert wurden und zwar: als Präsident: Dr. Eduard Strauß, Vizepräsident: Prof. Dr. Moritz Werner, Prot Sekretär: Rechtsanwalt Dr. Richard Rheinstein, Finanzsekretär: Naftali Fromm, Marschall: Privatdozent Dr. med. Grosser, Schatzmeister: Julius Schopflocher, Wächter: Henry Rothschild, Mentor: Prqt. Dr. Robert Drjeyfuß. Er verwies die neuen Beamten auf das Leben, das der verewigte Bruder und Denker Hermann Cohen ihnen vorgelebt markante Züge aus dem Leben Er schloß mit der Hoffnung, daß die Brüder des neuen Beamtenrates, erstarkt an der vortrefflichen Setiwester ihrer Vaterstadt, bald in der großen Familie, die Wohltätigkeit, Bruderliebe und Eintracht zusammenhalte, als Führende voranschreiten werden. — Indem er der neugegründeten Hermann Cohen-Loge namens der Großloge Glück und Segen auf ihren Lebensweg wünschte, überreichte er den Freibrief der l öge als das Symbol des Wesens des Ordens, den Kammer als das Symbol der habe. Er zog dabei Br. Cohens heran. — 10 —