Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1920
- Issue
- Nr. 1 - Januar
- Date
- 1920-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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dem alieräußerlichsten Lebensgenuß. Und auch hier wollen wir beileibe nicht da» Kind mit dem Bade ausschütten. Nicht etwa sollt ihr krampfhaft allem im dem Wege gehen, was nicht vom Odst durchtränkt ist, eine Dosis derber Lebenslust gehört zur Gesundheit einir Gesellschaft, die nicht im Aesthetentum untergehen will. Aber hütet euch andererseits auch, im rein Materiellen zu versinken, und hütet euch vor allem, eure Kinder darin versinken zu lassen. Die Oefahr ist größer, als viele | von euch glauben. Wißt ihr nicht, daß die Andersgläubigen — und keineswegs bloß Antisemiten, sondern auch Leute, die sonst für uns etwas übrig haben — gerade in dieser Hinsicht uns schwere Vorwürfe machen? Ihr ruft erneut: wir treiben's nicht schlimmer'als sie, Mag sein, aber das genügt nicht, wiederhole ich euch. Ihr jedenfalls müßt euch zu schade dazu sein, daß dergleichen euer tägliches Brot sei oder auch nur mit dem leisesten Schein des Rechts dafür gelte; selbst der geistig A< zu schade sein. Ist der Weltgeschichte, in einen solchen Ruf schuldigt den heute fach damit, daß er t dazu unter euch muß sich nicht geradezu eine Ironie ein Stamm wie der unsere gelangen konnte? Man ent¬ Bieren den Materialismus vieleine Reaktion auf den politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch sei, der uns betroffen habe und noch bedrohe. Darauf ist zu erwidern: Wenn unsere Väter auf ihre gewiß nicht geringeren Nöte und Bedrängnisse so reagiert hätten, so gäbe es heute weder Juden noch Judentum mehr. Hinzu kommt noch, daß jene Entschuldigung nicht einmal wahr isL Die er traurige Materialismus trieb schon vor dem Kriege wurde schon damals die wunderbarsten Blüten und von Einsichtigen als die notwendige Quelle späteren Unheils — leider vergeblich — bekämpft. Und daß gerade wir nun, wir jüdische Geistesmenschen--! Einhämmern! .* Aus dem Büro der Großloge. 1 . Manheimer-Stiftung (Ergebnis des Preisausschreibens für das Jahr 1919). Die Bewerbung um die Preise der „Moritz Manheimer-Stiftung der Oroßloge für Deutschland VIII U. O. B. B." hat folgendes Resultat ergeben: I. Präs: Herr Dr. Walter Brlnitzer, Chemnitz I. S. II. „ „ Referendar Dr. Erwin Seligmann, * Frankfurt a. M. III. ' „ „ Rechtsanwalt Dr. Wiener, Tborn. IV. - „ „ stud. rer. pol. Hans Felix Zec , f Cöln-LindenthaL Außer den vorgeschriebenen Preisen wurden einer Aufzeichnung für wert befunden und > mit Preisen bedacht die Arbeiten der Herren: Adolf Myrau, Hamburg, Generaloberarzt a. D. Dr. Otto Philipp Neumann, Elberfeld, stud. jur. Ludwig Frank, Nürnberg. Zuschriften und Sendungen betr. Großloge : Urs er hochw. Oroßpräiident Timendorfer läßt die w. Logen und 'd>e L BBr. erneut bitten, sämtliche die Oroßloge betreffenden Zuschriften und Sendungen nicht an ihn, sondern [direkt an unser Büro zu richten, damit die Erledigung (keine Verzögerung erleidet Insbesondere mögen sich stets die von den Logen Olef Brüdern an den Großpräs, empfohlenen Personen zunächst an unser Büro wenden. Die genaue Adresse Ist: Oroßloge für Deutschland Klelststr. 12 Telegramm - Adresse Klelststr. 12. Bürostunden Sonntags 9—1. Ferner werden Todesfällen die helmgegangenen sofort dem Büro zeitig ins Gedäch können. VIII. U. O. B. B. Berlin W. 62, : Oroßloge, Berl werktäglich ,9 bis d, die Vt5 Uhr, :ten, Lei w. Logen gebeten, Namen und das Nationale der Brüder sowie den Todestag mitzuteilen, damit sie rechtn i s b u c h eingetragen * erden Krankenschwesternorganisation der Großloge. In letzter Zet ist es, sowohl In Berlin wie bei den w. Logen in der Provinz, wiederholt Vor gekommen, daß bei zahlreichen schweren Erkrankungen den dringenden Wünschen von Brüdern.nach Gestellung einer jüdii eben Krankenschwester aus Mangel an geleistet werden kön nen. - 6 _ solchen, nicht hat Folge