Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1919
- Issue
- Nr. 13 - Dezember
- Date
- 1919-12-01
- Page
- Seite 149 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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beitsstoff noch intensiver als vorher interessiert sein. Voraussetzung für die Aenderung sei nur eine geing- - füg ige Umarbeitung der Oroßlogengesetze. Den Stellvertretern müßte natürlich alles Material zur Tagung wie den Generalkomitee-Mi gliedern zugehen, i —; Diese Anregung wird zum Beschluß erhoben unter gleichzeitiger Vermehrung der Mitglieder des Generalkomitees aut 33. — Das Oeneralkamitee beauftragt das Oese zeskomi'ee, diel entsprechenden gesetzlichen Aenderungen vorzunehmen. i Somit sind die„üesez: derQroßloge" b:tr. Generalkomitee usw. folgendem!tßen zu ändern: § 16. Das Generalkcmitte besteh, aus den Beamten der Großloge (6) und (27) von der Mitgliederversammlung zu wählenden Expräiidenteu und deren Stellvertretern. Das Gcneralkomttee ist beschlußfähig bei Anwesenheit von 8 Mitgliedern. § 20. (6. Zeile!) — 40 Mark statt IQ Mark. — (vgl. hierzu Seite 150.) Br. Goldschtnidt berichtet über eine Besprechung, die am 23. Okiober Im Auswärtigen Amt stattfand. Anwesend waren seitens der polnischen Regierung: Prälat i. Lukomsky, Schuldirektor Suchowiak und Dezernent Dr. Wienskowsky, ferner: Br. Professor Sobernheim, Br..Rechtsanwalt Koilenscher und Br. Goldschmidt. Gegenstand der Verhandlung war eine Besprechung über jüdische Interessen im neuen Poleareicb, soweit sie den Deutsch - Israelitischen Gemeindebund, die deutschen Logen und Schulangelegenheiten betreffen. Das Resultat der Besprechung war: Die Vertreter der polnischen Regierung erklären, daß nach ihrer Ueberzeugung Bedenken .'gegen die Existenz eventl. auch die Ne jgründung jüdischer Logen unseres Ordens nicht bestehen. Der Wunsch, von dem Namen „Loge" abzusetzen und lieber die Vereinsbezeichnung zu wählen, wurde im Laufe der Diskussion auf unsere Einwendung bin wieder zurückgezogen. Beziehungen der deutschen Großloge zu den abgetrennten Logen werden stattfinden können, ohne daß offizielle Vereinsbezehungen ausgesprochen sein sollen. — Es wurde als wünschenswert bezeichnet, möglichst bald eine polnische Großloge für sich bilden zu lasten. Br. MaximilianStein erstattet den Finanzbericht und gibt zu der allen Brüdern des-Generalkomitees im Abzug zugegangenen Bilanz nebst Voranschlag im einzelnen erläuternde Mitteilungen. Du Defizit pro 1919 ist durch die von den Logen, erhobene Kriegssteuer — je 5 Mark Kopfsteuer lür 1918 und 1919 — gedeckt Eine Anzihl Logen, die Br. Stein namhaft macht, seien mit der Steuer ganz oder zum Teil noch im Rückstände, doch sei ein baldiger Eingang sicherlich zu erwarten. Der neue Etat stützte sich im großen und ganzen auf die althergebrachten Positionen, die sich im Verfolg der Kriegszeit, besonders beim Konto Gehälter naturgemäß wesentlich gesteigert haben. An Mehrgehältern seien mindestens M. 15 000,— jährlich mehr in Ansatz zu bringen. Die Kosten der Großlogentagung sind mit M. 12 000— aufs Jahr gerechriet niedrig eingesetzt Auf Wunsch des Finanzkomitee» sollen die Ausgaben für die Krankenschwestern Institution und fürs Mutterhaus mit M. 16000.- aus dem Etat der Grossloge herausgenommen werden, weil erwartet wird, daß die beabsichtigte finanzielle Selbs*ändigmachung dieser Institution die Milte' ohne Belastung des regulären Etats der Großloge aufbringen würde. Für den Fall, daß diese Erwartung sich nicht erfüllt, müßten die fehlenden Beträge alsdann als besondere Umlage von den Logen aufgebracht werden. Das Generalkomitee habe darüber zu entscheiden, ob diesem Vorschlage des Generalkomitees gemäß der E'at veranschlagt werden solle, um den Logen zu Bewußtsein zu bringen, daß die Mittel für die Krankenschwestern Institution nicht mehr vom regulären Etat der Großioge gelragen werden könnten, sonders unbedingt aus besonderen Spenden und' Beitragen der Logen und Logenbruder aufzubringen seien.' Bilanzmäßig gehöre allerdings der Ausgabeposten für die Krankeaschwestern-Iastitution in den Etat, weil ja doch die Großloge die Verantwortung.lür die Kossen dieser Oroßlogeainstitution tra^e. Der Fehlbetrag ohne HiuZurechnung der Ausgaben für die Krankenschwestern-Institution betrage etwa M. 40 000 —, wobei tler zu erwartende Fortfall einer größeren Anzahl Logen nicht in Berücksichtigung gezogen sei, weil man hoffe, daß der Ausfall an Logenbrüdern durch reithliche Neuein ihrungen ausgeglichen werden würde. Br. Stein kommt zu dem Schluß, daß zur Bilanzierung des Etats die derzeitige Kriegssteuer von 5 Mark dausrnd erhoben werden und somit der ständige Beilrag an die Großloge auf 15 Mark festgelegt werden müsse, zumal die Aufwendungen der Großloge stetig wachsen. Unter Hin weis darauf, daß er s. Zt. nur auf besonderen dringenden Wunsch des Gtneralkomitees als Schatzmeister an Stelle des verewigten Br. Siegmund Bergel eingesprungen sei, bittet Br. Stein baldigst an seiner Stelle, spätestens in der bevorstehenden — 149 — ' »