Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 5 - August
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 75 (sequence 15)
- Language
- German
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die Loge stellte, rief er den Brüdern zu: „Wir haben in guten Jahren Vermögen erworben und Fonds gesammelt, aber diese sind „ersparte Bruderliebe und aufgespeicherte WohlfätigkeitH,in dieser harten Zeit müssen wir die Schleusen öffnen und die Ersparnisse verwenden." Dieser Ausspruch wurde als charakteristisch für den verstorbenen Bruder ausdrücklich im Protokoll festgelegt Zu den bedeutenden Teten der Peu schen Reichsloge : Maximilian Horwitz, Louis Maretzkl gesellt sich nun auch Paul Alexander-Kalz — Nachdem sich Präsident Br. Kaufmann mit Worten herzlichen Mitgefühles an die anwesende Witwe gewandt, deren Trauer nach glücklicheHEhe im ganzen Peuschen Ordensdistrikt Widerhall finde, schloß er mit folgenden Salzen: „Pas Beispiel treuerer Pflichterfüllung, das uns der verstorbene Bruder gegeben, wird uns den Weg weisen, den wir gehen müssen. Wir erheben uns von den Sitzen, grüßen ccine Manen, beugen unser Haupt vor seiner lauteren unsterblichen Seele, — Heilig und teuer sei uns sein Gedächtnis." — - Als Ver'reter der G r o ß 1 o g e sprach sodann der Vizegrjßpräsident Br. K u z n i t z k 7. Hochverehrte Leidtragende! Liebe Btüder! Noch bat sich die tiefe Wunrie ni.rrbt geschlossen, die das Hinscheiden dis f.llvcrchr'en Bruders Pr. Maretzki der Deutschem Reicrisloge geschlagen hat, und wiederum ist ein I dler, der in den vordersten i * s' Reihen der Kämpfer für w ihr :s Menschentum gestritten" hat, in die dunklen A>, rüadc der Ewigkeit hinabgestiegen. D.e Großloj e, in deren Nauen ich zu sprechen berufen bin, n mnat innigsten Anteil an der neuen herben Schicksals! igifns. , War doch der verklärte Bruder, Professor pr bewährter Führer unserer nommen, daS sich noch in Kraft für unsere heilign schwere Bürde cies Vize- }rä er trolz sei ter seinen letz en bildlicher Vertreter des C rdensgedankens, ein emsiger Mitarbeiter an unserem Werke). Wir haben ja ver- Paul Alexsnder-Katz, ein Gemeinschaft, ^in yorausget reileten beruflichen seinen Beistand, versagt In liebt vo lern Eingehen auf seinen Charakter und sein Scha fen so vollendet wie erschöpfend zud Ausdruck gebracht. Mir fei es nur vergörjnt. das Leben:- bild des verewigte i Freundes elrynal vom Standpunkte der Ordensidee zu beleuchten. Unser Bund verlangt von reinen Anhängern hohen Idealismus und vollste, Hingabt: der PersönhcMH'. Wir sind uns darüber klar, diß das was wir letzten Er des erstreben, in nebefha!ter Ferne üeprt und vielleicht er?t.nach Jahr hundert :n ausreifen wird. V.vn unierem Z'ele, der Verbrücerung der ganzen Menschheit, scheinen'wir durch den! gewaltigen Weltbrand s->g'ar-noch>-ei(tr abgedrängt zu sein als je zuvor. P.t ist es rm ü.-'ieh, daß Männer von kühl wägenden Verstände für ume/e Tendenzen wenig empfänglich sind. Nur Wer : h den unerschütterlichen Glauben an die Mac r. fies Guten trotz aller En'iiwchungcn des Lebens bewahrt und die Begeisterungsiähi^keit für das Groß; und Edle in seiner Brust birgt, der fragt nicht lange, ob und wann einmal seine Arbeit die ersehnten Früchte bringen wird. Er läÖt sich daran genügen, für die fcöchsteu qüter der Menschheit rastlos zu schaffen, 1 Sandkorn auf Sandkorn zum stolzen Tempelbau der Ewigke ten herbeizj'ragen. Fürwahr eine recht müh-; sa.ne, scheinbar sehr un'ohnende und dennoch nic'ü vergebliche) Arbeit! Per Menschenfreund,. d?r s:e au? sich nimmt, siebt auf de n Wc?» den er, die Menge führend, v »ranschreitet, unter dem Sonnenschein dv;r j Nächste nlic he schon hier \ und da schlummernde. Käf e sich regen, die Oeist uid Seele zum Lichte. der Erkenntnis von der wahren Bestimmung des Mensch »n emporsch<vin!»ea. Pas feuert ihn anr in ■ seinen Anstrengungen nicht nachzalissen, es beleb; seine H jff"ung, daß dereinst einmal überall in der Welt diu Stiat des Guten zur vollen Blü e autsprießi! und endlich Goltcsfriedcn über die Erde kormen. wird. Von solchem Idealismus, de r d i e G r und -1 er h u man i tär e n A r b e i t bi I d e l. Alexander- KVz bes«L A's begeisterter.: i a >• f j ed war Pa ül Tätigkeit niemals der L >ge hat, wecn sijp dessen bpdurfref wir wissen, daß er Vertretet1 der Wissenschaft und feiner Kunstaestae' Lebensiahren mit ganzer Sache eingesetzt und die iidlutus mit freudiger Bereitwilligkeit auf sich genommen hat, wiewohl er zur gleichen Zeit in InU naivster Weise für die Grof• löge tätig war. Pamit 1 at er ein rühmliches Batspiel ireuester Pflichterfüllung gegeben, das eine» jedem braucht! er .er war ihm glauben der tiefsinni jen zur Nachahmung dier.en Es ist nicht meines Bahre und soeben der kann. Amtes, alle Phasen seines Wesens und Wirkens vir Ihnen zu entwickeln. Pas hat schon der hochwüdige Qroßpräsident an der würdige Präsident der Loge — 75 — sich diesen hohen Sinn nicht erst anzueignen,( angeb:re;t. Man muß an die 'Sache man dient, — so mahnt uns jn einer: Rede Bruder Maretzki — und so war auch'der Entschlafene von der festen Ueberzeugun;* durchdrungen, daß unsere Begebungen, wenn auch langsam, so doch sicher ihr Ziel erreichen werden, Wie Iii ße sic.a sonst erklären, daß er sich nbch mit dem Res.» seiner Kräfte für unsere Ideen eingesetzt hat-! Sein Interesse erlahmte nicht 'einmal, als er schon f ingst ahnte, daß er den /keim einer tödlichen Krankfu;it in sich trage. In wahrhaft antiker Seelen