Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 5 - August
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 74 (sequence 14)
- Language
- German
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sohn-Mannheim gestellt, aber nicht zur Erledigung gekommen sei. Br. Heinemann -Hannover ist £egcn den Antrag. Man war bisher immer dahin 'gerichtet, die stets wachsende Ziffer der Großlogjenvollversammlung zu beschränken und das Parlament nicht zu groß werdeii. zu lassen. Jetzt komme man wieder mit dem Wunsche einer Erhöhung der Ziffer. Das Generalkomitee beschließt die Annahme des Antrages Baumann. Br. £ a'u m ann - Da n.zig ist damit einverstanden, daß der Punkt 10: „Kriegerehrungen und Friedhofskunsf vertagt, jedoch als einer Jer eisten Punkte auf. die nächste Tagesordnung gebracht wird. \ Die Anregung des Br. Ollcndorff-Barmen, eine besondere Stiftung in Höhe vin mindestens 50000,-- Mark für Wbhlfahrtszwc« ke zu errichten, deren Zinsen' jährlich nach Vor;: Wag desjenigen ausgezahlt werden sollen, der c ie besten Leistungen für die jüdische Oemeinschalt getätigt hat, soll gleichfalls der nächsten Tagung überwiesen werden. ■ Br. Liebhold-Heidelberg regt ari, die Qeschäftsausschußprotokoilc drucken' zu lassen, da die Vervielfältigungen durch Maschinenschrift inleserlich seien, so daß sie nur mit Schwierigkeiten entziffert werden können. Br. Cohn-Dresden äußert einige Wünsdhe bezgl. der Wiedergabe des Protokolls des Generalkomitees. — Dieselben werden in der nächsten Qcschäftsausschuß-Sitzting zur Besprechung gelangt n. Br. Liebhold-Heidelberg dankt zi.m Schluß dem Großpräsidenten für die — wie stets — allseitig befriedigende Leitung der Verhandlungen^ und dem Geschäftsausschuß für die geleistete Arbeit. — Br. Timendorfqr dankt seinerseits und hofft die Brüder des Generalkomitees möglichst vollzählig und in bester Gesundheit bei der nächsten Tagung wiederzusehen. Schluß der Sitzung 4 Uhr. Dr. G o 1 d s c h m i d t, ] I Br. Expräs. Alexander-Katz. geb. 7. Februar 1854, gest 8. Mai 1918. Trauerfeier für Br. Expräs Alexandjer-Katz in der Deutschen Reichsloge (am 29. Mai d. Ja) Nach dem schweren Verlust, den die Lege durch den Tod von Br. Maretzki erlitten ha', rauert sie runmehr wiederum um ein<?ri ihrer Bei ten. Am 8 .Mai ü. Jä. verschied nach langem Leiden llr. Justizrat Prof. Dr. Paul Alexander-Katz im 65. L ibrnsjahre. 34 Jahre gehörte er der Loge an, zeitweis' als Vizepräsident und Präsident und im vorletzten Lebensjahre wieder als Vizepräsident.- ■ I Der gegenwärtige Präsident Br. Kaufmann pries in seiner Ansprache in dem Dahingeschiedenen den charakterfesten Manu, der seiner Loge seine ganze Begeisterungsfähigkeit und nie versagende Tatkraft zur Verfügung stellte. Ihm ist die Gründung der JüdischenKrankenSchwestern -Station zuzuschreiben, der er sein lebhaftes Interesse zuwandte. Ernste Arbeit und sonniger Humor war Ihm eigen. Mit weitem Blick verband er emsigsten Fleiß im Kleinen und Kleinsten. Am 17. Februar 1.854 wurde Alexander-Katz in Oda in Schlesien geboren. Nach .5 jähriger kaufmännischer Tätigkeit als Bankbeamter machte er sein Abiturientenexamen, wofür er eigens ersparte Mittel aufgewendet hatte. Auf der;Universität — 74 widmete er sich juristischen Studien und zeichnete sich durch Lösung einer Prcsarbeit aus. Nach kurzer Uebergangszeit als Bankdirektor in Gotha ließ er sich in Berlin als Rechtsanwalt nieder, wurde Dozent an der Technischen Hochschule und Professor. Am 6. November 1886 trat er in die Deutsche Reicbsloge ein, wurde protokollierender Sekretär, Vizepräsident und 1892 Präsident. Trotz seiner regen vielseitigen Tätigkeit stand er jedem mit Rat zur Verfügung; bei wichtigen Beratungen des Beamten- oder Ehrenrates war er stets als erster zur Stelle. — Als bemerkenswert darf verzeichnet werden, daß Br. Alexinder-Katz gerade in den letzten J ihren seines Lebens erhöhten Anteil an der Loge nahm. Als es galt, unsere durch den Einfall der Franzosen im Elsaß geschädigten Glaubensgenossen zu unterstützen, war er der erste, der das Hilfswerk ins Leben rief. Als die von den vier Berliner Logen eingerichtete Jüdische Krankenschwesternslation unter der Ungunst der Verhältnisse aufgelöst werden mußte, sicherte Br. Alexander-Ka z das Werk des verstorbenen Br. Metzenberg als Jüdische Krankenschwesternstation der Deutschen Reichsloge. „Hier handelt es sich um eine ideale Sache, für die materielle Erwägungen nicht Pfalz greifen dürfen."! — Als der Krieg große finanzielle Anforderungen an