Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 5 - August
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 71 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/4864325-6029095-6074419--2371-4866459- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1 müßte, den größten Nachdruck auf die neutralen Jugend\'ereine zu legen. In der letzten Sitzung de» erweiterten Vorstandes des Jugendverbandes sei darüber Klage geführt worden, daß die Logen die Jugendvereine zu wenig unterstützten. *T :' I Br.jOroßpräsident [fordert die Logen zu reger Unterstützung auf. Eiti entsprechender Aufruf wird in der nächsten Nummer der Großlogenberichtei erscheinen. (Inzwischen bereits geschehen.. Siehe M.B. Nr. 4 d. J. S. 51.) Br. Li ss e r- H amburg erwähnt, daß man in Hamburg eine Verständigungsgemeinschaft erzielt habe. Das gebe einen Hinweis. Man solle dezentralisiert in den einzelnen Gemeinden die Verständigungs|gemeinschaft herstellen, nachdem sie zentral gesicheitert sei. tf '*j Br.j. Pe i se r-B re sla u berichtet, dal} die Lessing-Loge mit dem nei^ralen-fugendverein keine ffrfolgei erzielt habe. Bei der Jugend könne man mit Neütralitätsgedartken nicht viel ausrichten. Die Jugend | wolle Parteinahme. Br. I Großpräsident ist befremdet darüber, daß derartige Anschauungen gerade in der Großlogc vorgetragen würden. Br.j Hirsch-Berlin: Der K. C. sei ein Beweis dafür, daß Neutralität innerhalb eines Verbandes gehalten werden könne. Er umfasse auch Zionisten. Br. Goldschmjdt-Berlin: Ja. wenn die Zionisten sich zu den Anschauungen des K. O. bekennen. Er halte es für verfehlt, gar zu ausschweifende Hoffnungen auf die Verständigungsgemeinschaft zu setzen. Man dürfe nicht die Forderung aufstellen, daß auch nur irgend etwas von den Parteiprogrammen abzuziehen sei. Der sachliche Kampf gehe weiter. Aber in drei Punkten gebe es Verständigungsniöglichkeit: 1. in der Bekämpfung des Antisemitismus, 2. auf gewissen gemeinsamen Gebieten sozialer Arbeit, 3. in der Herbeiführung eines würdigeren' politischen Tones. Br.l El bogen-Berlin: Als vierter Punkt könnte noch gemeinsame körperliche Ertüchtigung hinzukommen. Wertvoll sei aber auch, daß die Argumente jeder Partei in Anwesenheit der anderen vorgebracht werden. Br.i Peiser-Breslau bemerkt persönlich, daß er den Wert der Neutralitätsbestrebungen nicht herabzusetzen beabsichtigt habe. Die Bewilligung der Unterstützung von. 2000,— Mark für den Jugendverband wird ausgesprochen. — Ueber „Fer Die Logen und: Brüder werden aufgefordert, die neutralen Jugehdviereine aufs kräftigste zu fördern,; ' r I - P '\ v% ■■. M mmm*> en- und Erholungsheim des : U.O.B. B." berichtet B r. E i n k e 1 - Berlin. Referert nimmt Bezug auf sein vorliegendes schriftliches Referat, in weichem er anregt, die 40 000,- Mark] der „Sally- und Helene Heymann- Stiftung", die für ein Ferienheim jfür Kinder bestimmt sine, für Errichtung eines Ferien- und^Erholungsheiries des U.O.Bt-B. zu verwenden und führt etwa folgendes aus: Bereits im Jakire 1899 haben: sich die Berliner Logen in einer gemeinsamen Süzung, der. auch} Br. Großpräsident beiwohnte, mit der Finge-dir Einrichtung einer Ferienkolonie für Kinder vor)- Logenbrüdern beschäftigt. Referent habe im jähre .1904 die, Errichtung von Ferienheimen für Kinder des' Mittelst indes, und /war im Anschluß an einen Besuch d|er Berliner Ferienkolonie in Misdrov angeregt. Olne seine Anregung zu kennen. Ijribe Rr- Expräs. Gninwald-ErfurU diese Frage. in dluv Monatsbericht linde 1906 erörtert und sei''für, die Errichtung von Ferienkolonien für Logenkinde, -w arm eingetreten. In. seinem Artikel betont er. daß unsere Kinder, auch wenn s'e nicht ausgebrochen, krank sind, vorbeugend einer gründlichen Erholung n den Ferien bedürfen. J 'n- Kuri. vor dem Kriege "habe das 'GeneValk.om4itee st ine Sympathie zu den Anregungen des, Bi). Groß- Licgnitz bezüglich Eugenik kund gegeben, die Brüder sciei alle der Ansicht gewesen, daß sowohl für die Ertüchtigung der Jugend als .auch für die Erholung der Erwachsenen etwas geschehen müsse. Die weit abgreifenden Vorschläge des Br. /Groß könnten vorläufig nicht ganz verwirklicht "we/den. Dagegen könnte ein Teil dieser Vorschläge durch die Begründung eines solchen Ferien heims, in die Tat umgesetzt werden. Es sei noch darauf hingewiesen, daß ein solches Ferien- und Erholungsheim, das gleichsam als Familienheim des L>. G. B, B. gelten würde, für die äußere Propaganda sowie für die Förderung des Logengedankens von großem Nutzen sein| könnte. Refererjt sei mit dem Vorschlage des Br/ Korreferenten Pejiser einverstanden, der dahin gehe^ daß ein Sonderausschuß zur Weiterbehandlung dieser Frage eingesetzt werde; außerdem bitte er,' das diesbezügliche Material den Logen Ar Kenntnisnahme zu übermitieln, damit auch sie in der Lage seien. — 71 —