Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 5 - August
- Date
- 1918-08-01
- Page
- Seite 68 (sequence 8)
- Language
- German
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für das Krankenschwestern-Komitee, wodurch natürlich die Ausweitungsfähigkeit dieser Komitees etwas eingeschränkt würde, und 3. die Uebernahme der " Kosten für die Großlogensftzungauf die einzelnen! Logen unter Belastung pro Kopf auf alle Lo£en. Br. Stein benützt die Gelegenheit, um dem Br. Helfft für seine besondere mühevolle Arbeit auf dem Gebiete der Finanzen der Großloge Dank abzustatten. '. - Br. Helfft fügt hinzu, daß die Größloge bei der Uebernahme der Repräsentationskosten seitens der Logen einen Betrag von etwa 15Q00 Mark und durch die Umbtfchung bzw. Abstoßuhg der Kosten auf dje einzelnen» Komitees auf deren besonderes Konto einen Betrag von etwa 5000,-r Mark ersparen würde. Wenn dann noch die Krankenschwestern-Organisation selbständig gemacht werde, so würde der Fehlbetrag gedeckt sein. Br. L i s s e r-H a m b u rg hält die Politik' der klei.nen Mittel nicht für angebracht. Die Krankenschwestern-Einrichtüng müßte — natürlich unter Verbleib der Leitung der Großloge — finanziell selbständig gemacht werden, scjnst erdrossele sie uns. Es empfehle sich Orts£rupp.e n an den einzelnen Logenplätzen zu begründen. Eine Beitragserhöhung sei bei den jetzigen Teuerungsverhältnissen nicht zu umgehen. Dann solle man aber auch beherzt, anstatt' 3,— -Mark 10 — Mark ansetzen. Br. Lieb hold-Heidelbe rgj begnügt sich mit einer Erhöhung von zweimal 5,—j Mark. Dabei könne man auch die Krankenschwesternsache so belassen, wie sie gegenwärtig.ist. Br. K u z n i t z k y - B e r 1 i n ist gegen eine dauernde Erhöhung der Kopfsteuer, erklä|-t sich aber für eine einmalige Kriegssteuer von 10,4- Mark. Br. Stein-Berlin weist aufj das Beispiel der Toynbeehalle hin, nach deren Muster evtl. die Krankenpflege selbständig gemacht werden könne. Br. Beer-München hält die Kopfsteuer \on 10,— Mark für ausreichend. Br. Schu-Ihöfer-Würzburg begnügt sich .— wie. Br. Liebhold - im Interesse der kleineren Logen mit 5,— Mark. Dies schliefe nicht aus, daß man die Krankenpflege selbständig mache. Einen ähnlichen Standpunkt nimmt Br. Moritz-Stettin ein. Mit Entschiedenheit lehnt er die Abstoßung der Repräsentationskosten auf die Logen ab, da dies der Würde der Großloge nicht entspreche. .;:\ ]k Br. Baumann-Dan zig fragt an, auf einen wie großen Fehlbetrag ma* im nächsten Jahre zu rechnen habe, wenn der diesmalige nur darum verhältnismäßig klein gewese» sei, weil die Sammlung des sogenannten Kriegswbhlfahrtefo»ds ausgeholfen habe. Br. Helfft-Berlin gibt beruhigend« Aasf kunft über die Verwendung der Gelder des Kriegswohlfahrtsfonds. Br. P e i s e r - B r e s 1 a u stellt fest, daß wbhl heute eine Einigung über die Selbständigkeit de^ Krankenpflege feststehe. Zur Unterstützung Oes! Gedankens müßten die Fraüenvereine herangezogen werden! — Wir hätten, ferner nur die Aufgabe, einen Fehlbetrag zu decken. Da genüge 5,-t Mark Kopfsteuer. — Mit der Ansicht des Br. Moritz, daß es der Würde der Großloge nicht entspreche, wenn die einzelnen Logen die Kosten für ihre eigenen Repräsentanten tragen, könne er sich nicht befreunden. Br. K u z n i t z k y - B e r 1 i n bemerkt gegenübet den Brüdern, die nur für 5,— Mark eintreten, daß man die Steuer von 10,—■ Mark auf die beiden Etatsjahre 1918 und 19 verteilen könnte. Schon jetzt möchte er betonen, daß die nächste Großlogensitzung nicht mit Geldfrage* belastet werden dürfe. Br. Pick-Liegnitz schiebt hier die Frage ein, ob die Beteiligung der Großloge bei der Vereinigung jüdischer Organisationen Deutschlands (der sog. V. J. O. D.) nicht ein Abweichen von dem bisherigen Wege der prinzipiellen Vermeidung politischer Gebiete sei. Br. Großpräsident Timendorfer erwidert, daß man ja seit rnehreren Jahren, übereingekommen sei. die Grenzen nicht zu eng zu setzen. Es handle sich um allgemeine Menschheitsfragen, zu denen auch die Befreiung der Unterdrückten gehöre. Die Abstimmung über die Finanzfragen ergibt folgendes Resultat: 1. Zur Deckung des Fehlbetrages sowie der von der Großloge infolge des Krieges zu leistenden Aufgaben wird eine einmalige Kriegssteuer von 10,— Mark erhoben. (Dafür stimmt die Mjehr-' heit, eine Minderheit von 3 Stimmen ist für 5,— Mark.) Die Verteilung auf zwei Efatsjahre ist zulässig. 2. Die Kosten der diesjährigen Großlogensitzung . trägt die Großloge. (Einstimmig angenommen.) 3. Die Krankenschwestern-Organisation soll finanziell selbständig gemacht werden, bleibt aber nach wie vor unter Leitung der Oroßloge. — Zu diesem Zweck soll ein Ausschuß einge- - M -