Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1918-03-01
- Page
- Seite 44 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Juden und bringt aus einer größeren Auswahl meist christlicher Autoren, Zitate, die ,sich eingehend mit Juden und Judentum beschäftigen. Je njiehr djese . sich aber mit den wirklichen oder vernkeintlichen Schattenseiten des damaligen jüdischen lieben» befassen, könnte es wünschenswert erscheinen, daß der Verfasser eine Abwehr darauf versuch^ hätte {ind auch von seiner Seite diese Angriffe bzw.; Vorwurfe nicht unwidersprochen -gelassen hätte. Indeß muß hervorgehoben und anerkannt wer den, daß es Salomon gelungen ist, sehr .{wertvolles Material über die Verhältnisse der dänischen Juden in dieser Epoche zu sammeln. Des weiteren schildert er dann noch {eingehend die wichtige und einflußreiche Stellung! mehrerer der damaligen führenden Juden zum Jjudentume, wie z. B.. die des 6ehr bekannten Moresco und M. L Nathanson. Auch der Aufsatz Louis Bob£s über die Fanlilie IL Sumbel bietet viel Neues und Anregendes. Ausgezeichnet ist die Beschreibung von Josef Sumbel, der im Jahre. 1787 von Marocco nach Dänerrjark kam, um das Erbteil seines verstorbenen! Vaters zu beheben und während dieses Aufenthaltes in Kopenhagen plötzlich die Mission in sich erwachen fülilte, das Judentum zu reformieren. Nach seinet Meinung sollte man weder mehr Jude noch Christ noch Türke usw., sondern nur „Anbeter der Tugend" isein, j/on den meisten damaligen dänischen Juden wuede| er wegen dieser neuen Theorien einfach als unzurechnungsfähig betrachtet, und die Achtung für ihn wurde nicht vermehrt, als er im Verlauft; der trbschaftsteilung einen Prozeß mit seinen Brüdern; anstrengte. Bemerkenswert ist noch, daß josef Sumbel der Gemeinde Kopenhagen, trota sainer divergierenden Ideen über das Judentum ein testamentarisches Legat von über 100000 Kronen vermach! hat, dessen Zinsen er teils zur Ausstattung judischer Bräute, teils für die jidischen Schulen, bs(w. für Heizmaterial für die jüd sehen Armen verwendet wissen wollte. / Br1. Josef Fischer, einer der besten Kenner des Geschichte der Juden in Dänemark, bringt wta schon oben erwähnt, einen personal-historischen Aufsatz über die in der dänischen Judenheit efna hervorragende Rolle spielende Familie Hausen. Die vielen Fußnoten geben Zeugnis eine« gründlichen Kenntnis der Geschichte der alt-jüdischenr dänischen Familien i nd enthalten außerordentlich viel wertvolles Material, so daß die angekündigte Fortsetzung seiner Mitteilungen mit gröbstem Interesse erwartet werden darf. In seinem Artikel über Heinrich Grata erzähft uns dann Br. Professor Simousen zunächst von eüaer ersten Begegnung mit sein ein Lehrer Orätz and macht dann ebenso interess; nte wie wertvolle Mitteilungen über die Entstehungsgeschichte der „Geschichte der Juden." Interessante Einblicke in das glückliche Familienleben Heinrich Grätzem vervollständigen diesen lesenswerten Aufsata. Der Gesamteindruck der neuen Zeitschrift Wt ein überaus freundlicher und günstiger, so daß wir dem frohen Wunsche Ausdrude geben woBen, daß es unsrer w. „Danmark-Loge" jrelingen möge, die weitere Entwicklung dieser Zeitschrift In gleich werV vollei und würdiger Weise, wie die erste Numrner uns zu erwarten berechtigt 1 ortzuführen. Adolf Blumenfeld, Expr. der Montefiorc-Log«. Aus dem Verbände der Fronenvereinljnnjen derTo.B.8. Losen. Artikel und Berichte out 4tm Variandi Steina unter Verantwortung aar HedaJrtian der Monatsberichte aar Grossiege; Manuskript» fBr Einsendungen, dia unter diäter Ruirik erscheinen selten, werden jedech zuter an die Adresse ran ■ Frau Julia Salinger, Drseden-A , Gaee/stergeretr. 20, ertöten. furtloge gelungen ist, wenigstens eine TeifversaMMhing des Verbandes in Frankfurt a. M ia> cfi« Wege zu leiten. Am 27. Januar vereinigte sich eine stattliche Anaahl Frauen aus Mainz, Hanau, Berlin, Mannheim, Dresden, Heidelberg, Villi baden, Worms, Düsseldorf and Frankfurt in den* schönen Räumen der Frankfurt-Loge, um in geschlossener Vormittags- und öfferrtSchtr Distriktstagung des Frauenbundes der U. O. B. Bj Logen Kriegsnöte und Reiseschwierigkeiten verhinderten bisher eine Zusammenkunft der Logfen-Fraiienvereinigungen Deutschlands, che von vielen Seiten gewünscht wurde, tmr das Zusammengehörigkeitsgefühl zu städten und die gemeinsame Arbeit) zu fördern. Es ist darum doppelt wertvoll, daß es dem eifrigen rttnrlhui des Frauenvereins dar FrarnV- — 44 —