Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1918-03-01
- Page
- Seite 41 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Loge der Mittefcyunft der Gemeinde des Juden werde. Alle Arbeit aber, die wir zu leisten beabsichtigten, müsse im Dienste des ewigen Gedankens an das Messiasreich stehen, und dieser müsse richtunggebend für unser gesamtes Werk sein. So seien wir, das Geschlecht des Uebergangs, von der Vorsehung berufen, Stein und Mörtel zu der Grundmauer des geistigen Friedenspalastes herbeizuschaffen. Wohl sei unsere Kraft in der grausigen Nacht des Leidens zermürbt, aber unser Wille müsse stark, unser Herz warm sein; reichten unsere Kräfte nicht aus, unsere Jungen, die lernbegierig und willig in der harten Schule ihres Lebens geworden seien, Brächten uns .Hilfe, ihnen müßten wir Lehrer und Meister sein, um sie einzuweihen in den hehren Plan des Propheten. Nicht minder erstehe uns Beistand zu unserem Werke in unseren Glaubensgenossen des Ostens. Sie von der Niederung des Lebens aufzurichten und ihren Blick vom Erdenstaube zu dem heiligen Berge zu wenden, sei unsere Pflicht Wenn wir. so die künftige Aufgabe erfaßten, seien wir Deutschlands deutschester Stamm. Des deutschen Volkes Aufgabe sei es nicht, andere Völker mit den Waffen zu unterjochen oder ihnen unsere Kultur zu bringen, Deutschlands, diese9 großen Volkes, erhabene Mission könne nur darin bestehen, der Welt den Frieden zu bringen. So flössen den» die beiden Bichlein, Deutschtum und Judentum, zu einem gewaltigen, befruchtenden Strome zusammen Der alte Leitsatz des Ordens, .der den Brüdern zum Gruß geworden sei, werde im weitesten Sinne der Menschheit zum Segen sein. Der Redner schloß mit den Worten des aus Schwesternmund gehörten Gedichtes: Es gründet sich der neuen Zeit Getriebe Anf Eintracht nur, auf Wohltat, Bruderliebe. Mit diesem Wort, das unsern Tag erhellt, Wir grüßen Dich, Du neue, bess're Welt! Hierauf erhält Schwester Levy das Wort und überreicht mit einer Ansprache die von den Schwerem für die Loge gesammelten M. 700,— für einen noch näher zu bestimmenden Gegenstand. Sie dankt für die Liebe, die die Brüder den Schwestern zugewendet und wünscht weiteren Segen für ihre Arbeit Der w. Präsident dankt im Namen der Brüder, daß die Schwestern ihnen zur Seite gestanden und das Haus, unseren Tempel, wohnlich gestaltet hätten. So möge es immer bleiben! . Von den Delegierten eröffnet Bruder Präsident Bertiner von dir w. Zion-Log« dm Reigen der Ansprache!. Er, der bei der Installation zugegen war, erinnert an ein Wort Bruder f3r.^Catzensteins, „dr* Loge Vü*d das werden, was die Brüder ans ihr dess machen". Aus Bruder MielzSriers Bericht habe die längst gewürdigten Leistungen der. Loge fc> kennen können. Unsern Glückwunsch bringen wir dar und hoffen, daß es in Zukunft wie bisher bleibest wird. Bruder Präsident Falk überbringt vor der Mendelssohn-Loge, auch als Vertreter der Gerrnanra- Loge, Qrüße und Glückwünsche. Ihm senrteßt sich Bruder Präsident Jacobsohn von der Behresrd-Lenmann-Loge an. De Anregung der Logengrünclung ia Braunschweig ist uns ein Ruhmesblatt. Arbeiten Sie weiter foijt zum Segen des Ordens. 1 ' lann spricht Bruder Präsident Lewinsky v»nder wj Hillel-Loge. Er bekundet in beredter Forte, daß d|ie Loge würdig in dem Sinne de« Manmps, Name sie trage, gearbeitet habe. — :r w. " Präsident verliest die eingegangenen Telegramme und Glückwünsche und er« Gedickt, das uns von dem anwesenden Freunde derr Log«, Herrn F. Spanjer-Herford, gewidmet wurdet - Im Schlußwort bemerkt Br. Vice-Prä-sideat Hamburger: Wir haben unser heutiges Examen nrit dem Prädikat gut abgeschlossen. Er dankt den Delegier ten für ihr Lob und für ihren Besuch and #tgt hinzu | Wir haben gearbeitet und werde* werkst arbeiten. Er dankt auch dem Vorstand der Oe» meinde und Frau Aronheim als Vertreterin des jüd, Frauenvereins. Die Loge wird Hand in Hand nü der Gemeinde und unseren gemeinnützige* Abstatten gehen. Er ersucht die Anwesenden, an dem Birn folgenden gemütlichen Beisammensein teilztinehanni und schließt mit der Hoffnung auf baldigen Frieden. Im »46 Uhr schließt der öffentlich« Teil der Sitzung mit Harmonium spiel Die Loge veranstaltete sodann ein zeitgemäßes Beisammensein, wobei Schw?srer Emmi Broder aus, Magdeburg nuet. dar** einig« Lieder die Stimmung erhöht«. Der Schriftführer: Iwan" Ries. . ',.■ > Vj Bericht Aber die Tätigkeit der Kant-Log« April 1914.bis 31. Man 1917. Mitten m die Ferien unseres erst 5. Logenjahres frei der Ambruck des Weltkrieges. Mit einem Schlage schien ganar Logentätigkeit vernichtet, annal de* Feind in, gana kurzer "Zeit einen Teil uneerer Pro- — 41---