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Bericht der Großloge für Deutschland · 1918-03-01 · Nr. 3 - März · p. Seite 39

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1918
Issue
Nr. 3 - März
Date
1918-03-01
Page
Seite 39 (sequence 7)
Language
German
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beantworten. Die Loge zahlte bei ihrer Gründung 33 Mitglieder, jetzt sind es 75, obwohl 4 Mitglieder ausgeschieden sind und wir den Tod von sieben lieben Brüdern zu beklagen haben. Der w. Expräsident widmet diesen letzteren, besonders den verdienten Expräsidenten Rülf und Oraetz, Worte liebevollen Gedenkens. Vom Wirken und Schaffen einer jungen Loge kann man keine stolzen Taten erwarten, doch läßt sich mit Genugtuung feststellen, daß in bezug auf die geistige und sittliche Entwicklung der Brüder viel geleistet worden ist In 196 Sitzungen wurden 177 Vorträge gehalten, darunter 165 von eigenen Mitgliedern. Alle das Judentum berührenden religiösen, sozialen und literarischen Erscheinungen und viele Gebiete des allgemeinen Wissens wurden behandelt. Den Fragen der Hebung und Ertüchtigung der jüdischen Jugend wurde besondere Aufmerksamkeit zugewendet, ebenso der Frage der Berufswahl. In Beratungen mit den Verbandslogen wurden die vom Expräsidenten Maretzki aufgestellten Thesen, die Logenarbeit nach dem Kriege betreffend, behandelt Der Weltkrieg hat keinen Stillstand gebracht ununterbrochen wurde unter der zielbewußf ~ ■ | . v ten Leitung der Präsidenten Wolfsdorf und Eichengrün gearbeitet, um den in der außerordentlichen Logensitzung am 7. August 1914 begeistert übernommenen Pflichten gerecht zu wjerden. Ein Kriegsausschuß trat ins Leben, der unermüdlich und vorbildlich gearbeitet hat. Auch unsere Schwestern stellten sich in diesen Dienst und veranstalteten Strickabende. Das Rote Kreuz, der Rote Halbmond, unser Lazarettzug, das Soldatenheim in Metz und der Hilfsfond 1915 wurden reichlich bedacht, wie auch der Nationale Frauendienst hier monatliche Zuwendungen erhält Wir beteiligten uns wiederholt an der Zeichnung von Kriegsanleihen. Inmitten dieser schweren Zeit brachten wir es dennoch fertig, durch die Opferwilligkeit der Brüder und Schwestern ein eigenes Heim zu schaffen, dessen feierliche Einweihung am 17. Oktober 1915 starrfand. Unser trautes Heim feuert uns zu fleißigem Besuch und reger Arbeit an. Der gewaltige Krieg hat empfindlich in das Leben unserer Brüder eingegriffen. Dreißig Brüder und 36 Söhne und Schwiegersöhne von Brüdern waren zeitweilig zum Heeresdienste eingezogen; neben zahlreichen Beförderungen haben wir 19 Eiserne Kreuze und 23 Verdienstkr«ire zu verzeichnen. Aber auch den schmerzlichen Verlust vdn zwei jugendlichen Brüdern und vier Söhnen von. Brüdern haben wir zu beklagen. Zwei Söhne werden vermißt Wir haben M. 11000.— für Kriegsfürsorge aufgewendet, daher sind die bisherigen gemeinnützigen Unterstützungen bis nach dem Kriege verschöben. Nur ein Liebeswerk glauben wie nicht aufgeben zu dürfen: wir sandten nach wie vor arme Kinder in die Sommerpflege, für welchen Zweck M. 7000,— bislang verausgabt wurden. Auch Waldspaziergänge, an denen auch Kinder wohlhabender Familien teilnahmen, haben wir veranstaltet Die für eine so ausgedehnte Wohlfahrtspflege erforderlichen Mittel verdanken wir dem opferwilligen Geist unserer Brüder. Bei freudigen und traurigen Anlässen flössen Segen und Balsam aus der weitgeöffneten milden Bruderhand. So sind für allgemeine. Wohltätigkeitszwecjte bislang M. 36000— außerdem für Kriegs' fürsöVge M. 14000— für Ferienkolonien M. 7000 — für das Logenheim nebst wertvollen Sachspenden M. 6000— im ganzen M. 63000/— gestiftet. Unser Logenvermögen beträgt M. 43000 — zumeist in Kriegsanleihe angelegt. Von den Stiftungen 6ind besonders hervorzuheben: ' ,s - Xibert und Hermann Hamburger Stiftung . ....... . . M^ 10000,— Simon und Lina Hamburger-Stiftung M. 10000,— Leppald Scheyer-Stiftung . . . . . M. 5000,— Max Lipmann-Stiftung . . . . . . M. 3000,— Der w. Expräsident schloß mit dem Dichterwort: .Was vergangen, kehrt nicht wieder, Aber ging es leuchtend nieder, . Leuchtet's lange noch zurück. -Für uns Brüder bildet der Rückblick auf die entschwundenen zehn Jahre eine Erinnerung, sie soll uns aber auch eine leuchtende Mahnung sein und ein neues heiliges Gelübde, unentwegt unseren hehren Zielen nachzueifern, unermüdlich an uns selbst und an unseren Mitmensche» weiter zu arbeiten, unablässig um unsere und ihre Vervollkommnung strebend uns zu bemühen, auf daß wir aus den Knechtesbanden der Eigenliebe Und Selbstsucht erlöst und von unseren erhabenen Ordensidealen wie ' auf Engelsschwingen emporgehoben werden zu den lichten Höhen allumfassender Nächstenliebe, reinsten edelsten Menschentums, Das wafttOott! Der w. Präsident dankt dem w. Expräsidenten Mielziner für seinen hervorragenden Vortrag' und auch dafür,' daß er als erster Präsident mit Energie - 3» — I h .!<■-•

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