Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1918-03-01
- Page
- Seite 38 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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sorgeamt mit dem namhaften Betrage von 300 Mark für unsere Ferienkolonie unterstützt. Wir haben ihm aus dankbarer Anerkennung dieser Beihilfe, nach Benutzung unseres Ferienheims durch unsere eigenen Ferienkolonisten, dieses Ferienheim für acht Wochen zur Benutzung für die Tora Fürsorgeamt des Rates entsandten Kinder kostenlos zur Verfügung gesteift, — Die Arbeiten für die Ferienkolonie im Jahre 1918 haben jetzt schon eingesetzt und werden eifrig .gefördert, so daß wir hoffen, auch irr diesem Jahre die Ferienkolonie durchführen zu können. - Auch der vom Schwesternverein verwajltete interkonfessionelle Kinderhort'fand durch Zuteilung von billigen Lebensmitteln Unterstützung der Behörden. Es konnten täglich 100 Kinder verpflegt und gespeist werden, und zwar die nicbtschulpflichtigen schon von 9 Uhr früh an, die schalpflichtigen von mittags bis in die späten Nachrnittags- Stunden Die Abende des Jünglings- und Mädchenheims haben wir ietzterzeit versuchsweise zusammengelegt, weil infolge der Kriegsverhältnisse der Beiuch in beiden schwächer geworden war. Die Zaskmmenlegung hat bis jetzt befriedigende Ergebnisse gezeigt. Es wird von dem weiteren Verlauf abhängen, oh es möglich ist, die Zusammenlegung beizubehalten. . | , Im öffentlichen Leben haben sich unsejre Mitglieder, sowohl Brüder wie Schwestern vielfach belügt, ganz besonders im Verbände der Kriegsorefa- ■ r P ° usationen Dresdner Vereine, in welchen sie regelmäßige Arbeit leisten. Wir selbst haben uns außerdem durch folgende Beträge beteiligt: 300 Mark für den Heimatdank, 500 Mark für die Hindenburgspende,. und weitere 300 Mark für Kriegsorganisationen Dresd. Vereine. la unseren behaglichen Räutnen, die gute Anziehungskraft ausüben, finden sich auch außerhalb der Sitzungen Brüder und Schwestern, meistens Sonnabends und Sonntags, in geselligem Verkehr zusammen. xWir hoffen auch weiter gute Entwicklung und Wachstum der Loge. — Die Fraternitas-Loge U.j<). B. B. Robert Abele«, Präs ' ' ■ [R~TIL ■ Leopold Zunz-Loge. (Bericht über die Feier des lOjihrigen Bestehens der Leopold Zunz-Loge zu Braunschweig am U.Oktober 1917.) Eine festlich gestimmte Versammlung von ungefähr 142 Personen, Brüder, Schwestern und Gäste hatten sich eingefunden. Nach der Begrüßung der Gäste durch den w. Präsident, Br. Eichengrün, und einem Gesangsvortrag von Frl. Herthia Gott hilf nimmt der erste Präsident der Logej, der w. Expräsident Mielziner, das Wort zu seinein -Vortrage: die seitherige Wirksamkeit der Leopold Zunz-Loge. Er führt etwa folgendes aus: Die Beschäftigung mit, dir Vergangenheit hat nach Wilhelm von Humboldt einen überaus großen Reiz. Wir gedenken dreier Sonntage, die für die Entstehung und Geschichte unserer Loge von besonderer Bedeutung sind. Wir gedenken dabei der verdienten Expräsidenten Gabriel Hirsch und Joseph, Halberstadt, Julius Frensdorff, Hannover; von ihnen ist leider nur noch Bruder Exbräsident Joseph am Leben. Sie veranlaßten einige hiesige und Wolfenbüttlcr Herren, einer Logengründung näher zu treten. Sonntag, den 17. Februar 1907, konnte eine Propagandaversammlung stattfinden, 48 Herren aus Braunschweig unc} 12 auswärtige Brüder, unter Führung des verewigten Großsekretärs Wolff, waren anwesend. Den einleitenden Vortrag hielt der damalige Präsident der Zion-Loge, Br. Dr. Catzenstein, Hannover. Auf die Bedenken verschiedenen Redner antworteten die Herren aus dem Orden, und schließlich erhoben sich 26 Herren, auf Aufforderung, von den Plätzen für die Logengründung. Ein fünfgliedriger Ausschuß wurde zur weiteren Bearbeitung gewählt, und bald konnte der Freibrief erteilt werden. Am 6. Oktober 1907 durften wir an die Pforte des Logentempels um Einlaß klopfen. 92 delegierte Brüder aus allen Gauen, des Vaterlandes waren anwesend. Der hochwürdige Großpräsident Geheimrat Timendorfer legte in meisterhafter Rede die Ziele des Ordens und die Aufgabe sefner Mitglieder eindringlich dar, unter Zugrundelegung von Worten Leopold Zurizens, dessen Namen: unsere Loge mit Stolz trägt Nachdem 10 Jahre verflossen sind, kann man die Frage, ob unsere Loge leb^ns- und entwicklungsfähig ist, ob die an sie geknüpften Hoffnungen und Erwartungen erfüllt sind, mit eiriem freudigen „ja" — 38 -