Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 3 - März
- Date
- 1918-03-01
- Page
- Seite 35 (sequence 3)
- Language
- German
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demselben Streben beseelt, unserem Vaterlande den Friedet) nach au Ben zu erringen, so wollt Ihr in der Heimat Zwietracht, Parteihader aus Eurer Mitte bannend Euch innig verbinden, und den Frieden im Innern mit allen Kräften zu erhalten suchen." Und nun, Ihr teuren verklärten Helden, deren Namen wir für alle Zeiten in diesen Blättern fest- ' *T ' { halten, Ihr habt nicht vergebens gekämpft, und seid nicht Vergebens gefallen. Durch Eure opfervolle Hingebung und kriegerische Tüchtigkeit habt Ihr den Namen Israels mit Ehre und Ruhm.bedeckt und Euch Eurer Ahnen würdig gezeigt! Ihr habt Euch m. würdig gezeigt der Makkabäer, die die zehnfache Uebermacht der Syrer niederwarfen, würdig gezeigt jener todesmutigen jüdischen Krieger, die Roms Legionen in verzweifelten Kämpfen die Kraft judas fühlen ließen, Euch würdig gezeigt der Heeresang«hörigen jüdischen Stammes, die unttr Führung deutscher Feldn^rren und Fürsten in den Befreiungskriegen und in den Kriegen der Jahre 1866, 1870 und 71 siegreich fochten. — Ihr seid willig und freudig für c als Vaterland und für uns in den Tod gegangen, darum Werdet Ihr unsterblich bleiben und in unserer Mitte zum Segen fortleben. Heißer und unauslöschlicher Dank folgt Euch in Euer Held eng rab! -r- Offener B r des Br. Max Ellgut her-Neiße an Er. Frohnhausen-Nordhausen. Sie haben, lieber Bruder, meinen Aufsalz über „Hebung des Logenbesuches" (M. B. 1918, Nr. 1) einer genauen und eingehenden Beurteilung unterzogen, wofür ich Ihnen meinen herzlichen Dank ausspreche. Da aber Ihr Urteil über die Tendenz der Arbeit für mich wenig günstig ausgefallen ist, so gestatten Sie sicherlich^ Ihnen an derselben Stelle; in unseren lieben Logenberichten, einige« zu entgegnen. Lassen Sie mich an der Hand Ihrer Bemerkungen meine Ansicht darüber aussprechen; ich hoffe, Sie werden nach Durchsicht meiner Ausführungen zu einem anderen, vielleicht besseren Urteil über mich gekommen sein. Sie sagen: „Mir scheint, Br. Ellguther verallgemeinert zufällige Wahrnehmungen und Beobachtungen." Dieser Schein trügt. Meine Beobachtungen sind durchaus nicht zufällig, sie sind von mir in kleinen und in großen] Logen wiederholt gemacht worden; sie sind auch sehr vielen anderen Brüdern' bekannt und allgemein verbreitet. Ich gebe zwar zu, daß sie noch nicht durch ungeschminkte Worte der Brüder iri die Welt der Erscheinungen getreten sind, weil es ein durchaus undankbares, wenig Lohn versprechendes Beginnen ist, gegen den Strom zu schwimmen und sich durch Worte der Wahrheit üunst und Beliebtheit zu verscherzen — viel schmeichelhafter und Erfolg versprechend für Ansehen und Zuneigung ist es, wenn man nur lobt und anerkennt; aber manches mündliche Urteil vieler Brüder, das noch viel schärfer ausfiel als meine Bemerkungen, lesen ief genbisuches', wie wahr! Wenn auch viele Brüder dasselbe Empfinden haben, einen - 35 - hat mir gezeigt, daß ich\kJhtlg beobachtet habe; Kein Geringei er als der> erste Großpräsident des VIII. Distrikte st der greise Br. Julius Fenchel, hat mir Folgendes kurz nach Erscheinen meines Aufsatze:; geschrieben: „Ihren Artikel, .Hebung des Lohabeich mit steigendem Interesse ge- Ibre Darstellung ist ebenso beherzigenswert wie Sie es zum Ausdruck bringen, so hat dennoch vorher keiner in so klarer und schöner F<jrm die Schäden des schwachen Logenbesuches aufgedeckt, vie Ihr Artikel." Weiter sagt -er: „Während mdner langjährigen Erfahrungen und Beobachtungen seit dem Bestand des Ordens in unserem Vaterlande habe ich dieselben Eindrücke.in den verschiedenen Logen empfangen, namentlich in deri größeren. Ihre Wahrnehmung findet man in allen Logen bestätigt." Sie sehen also, lieber Bruder, daß jeh nklht zu Unrecht verallgemeinert habe. fie sagen weiter: „Er legt seinen Betracht tungei und Folgerungen einen »Bruder zugrunde, der kaum voikommt." Wenn das richtig wäre, dann wäre leic er unserem Orden ein vernichtendes Urteil gesproclien. Was verlange ich denn? Der Bruder soll zarte Rücksicht auf den anderen nehmen, soll seine eigene Bequemlichkeit zwar'nicht opfern» aber wenigstens mit der des anderen verer soll sich hüten, ihn durch Begehungen und Unterlassungen zu verletzen; er soB Liebe und Wohliat üben |tn hohen .Sinne unserer heiligen '.Religion Groß ist die Forderung, aber für uns Brü-