Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1918
- Issue
- Nr. 2 - Februar
- Date
- 1918-02-01
- Page
- Seite 26 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Erde. Vom Jenseits her leuchten sie (uns gleich Sternen entgegen als Richtpunkte, wohin wli unseren Lauf bei unserer oft durch Stürmt unte|i)ro-. dienen Fahrt zu richten haben. Im Leben haben wir zu Br. Maretzki als zu einem Wohlwollenden und Hilfreichen allzeit aufgeblickt, als Vollendeter, als Seliger wird er unsere sehnsuchtsvollen flicke zu sich hinanziehen. Da ist es für unsj ein Glück, daß seine Lehren für den Orden zumeist durch Drucklegung uns erhalten geblieben sind undj eine ständige Quelle bilden werden zur Nfeicheiförung und dauernden Erinnerung an den Vqlljendeteh. Hat uns auch der Verstorbene verboten ihn zu rühmen, so kann er uns .doch nich! verbieten, ihm zu danken für alles, was er dem Orden gewesen ist, und was wir auch an dies<r Stelle — an dem Grenzsteindes Lebens, aber niiht des Liehens von Maretzki — sagen könnten] es würde doch nur austönen können in Dank?; Dank für alles, was eruns war und was er ups gegeben kraft der hinreißenden Gewalt seines Wasens. Wohl denen, die oft und tief in ihn hineinblicken durften und' vordringen durften bis 'zu dem letzten Kern deiner-reichhaltigen Persönlichkeit. Siejmußten erkennen, daß die tiefsten Wurzeln seiner fugenden in Ehrfurcht vor der Verantwortung und, Bedeutung seiner Pflichten als Mensch und Bruder und in der Reinhtit des Denkens und Empfindens Zagen. Man kann von dem Verstorbenen sagen, daß , er bei allen Tugenden eines geistesstarken Mannes sich eine wahre „Kinderreinheit erhalten hat! Alle Brüder des Orden:», wir von der Oroß»- loge insbesondere, die wir neben ihm und mit ihm gearbeitet haben, werden das Bild dieses lieben und treuen Mannes stets im Gedächtnis behalten. Den Tag des siegreichen Friedens, den er als Mann des Friedens so inbrünstig ersehnt hat, er hat ihn nicht mehr erleben können. Wir aber werden seiner namentlich gedenken, wenn dieser siegreiche Friede gekommen sein wird und darüber hinaus allzeit, so lange der Orden überhaupt besteht Ich möchte schließen mit den Worten, mit denen er selbst die Trauerfei sr für unseren unvergeßlichen Br. Adolph Mayer geschlossen : „Die Pietät ist eine der edelsten Blüten kultivierten Menschentums. Nur kleine Menschen beugen sich nicht in Ehrfurcht vor den Großen, lie im Grabe ruhen 1" Das Bild schöner Menschlichkeit, das unser Br. Maretzki im Leben bot, soll Vergangenheit sein, dem wir ein Ideal der Zukunft, dem wir zusteuern. Darin liegt das Versöhnende mit der Schwere des Geschickes und ein verklärende S|chimmer breitet seine Flügel über unsere Trauer. So erheben wir uns von1 den Sitzen, grüßen wir seine Manen, beugen wir u nser Haupt vor seiner unsterblichen Seele. Heilig und teuer sei uns sein Gedächtnis! Mit dem Liede „Weinet dowskV schloß die schlichte, Trauerfeier. T"*-' Der Orden Bnei Briß hat einen unersetzlichen Verlust erlitten — der eifrigste und erfolgreichste Vorkämpfer für unsere edle Sache, unser allverehrter und geliebter Meister und Führer, Ex-GroßpTäsident Br. Dr. Louis Maretzki, hat nach kurzer Krankheit am 7. Januar 1918 unmittelbar nach seinem fünfundsiebenzjgsten Geburtstage Jas Zeitliche vollendet Die Kunde dieses traurigen Ereignisses hat die Herzen unserer Brüder aufs tiefste erschüttert Jeder von uns ist sich bewußt, daß der Heimgegangene ein Mensch von ganz besonderer Art war, der losgelöst vom. Weltgetriebe aus ragender Höhe Louis Maretzki Von Br. Vizegroßpräsident K u z n i t z k y die Dinge überschaute und, sb dem Himmel näher als der Erde, der Menschheit die Tore des Friedenstempels öffnete. Was al*: erstreben sollen Und doch fast immer ein unerreichbares Ideal bleibt sich so zu veredeln, wie die Heiligung des Lebens gemietet, hat diesen Gipfel menschlicher Vollendung haf der verklärte Bruder erklommen. Wir schürten zu ihm auf in ehrfurchtsvoller Bewunderung, er war unser aller Liebling, und jeder fühlte, dsft er ihm zu unendlicher Dankbarkeit verpfhchtei sei. Natürlich war unser erster Gedanke bei seinem Tode, diesen Empfindungen vor der Welt gebührenden Ausdruck zu nicht ein Traum der nachweinen, sondern nicht" von Lewanstimmungsvolle göttliche Satzung zur