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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-01-01 · Nr. 9 - Oktober/November · p. Seite 26

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 9 - Oktober/November
Article
Beilage zu Nr. 9
Date
1917-01-01
Page
Seite 26 (sequence 18)
Language
German
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■ Dank auszutauschen, und bat mit Erfolg das Kartenspiel an den Logenabenden abgescharrt Br. Heil bronn-Nürnberg belegt durch einzelne bedauerliche Beispiele, wie notwendig es sei, einen erziehlichen Standpunkt für die Logen als Ot und salz zu betonen. | Br. Dreyfuß-München gibt dem an die Großloge für die beutige Zusammenkunft Ausdruck. Er hält für angebracht, daß nicht bloß ausschließlich jüdische Themata vorangestellt werden. Er wendet sich gegen die gesteigerten Bestrebungen für eine jüdische Volksschule. In allem Kampf aber müsse man die ehrliche Ueberzeugung der anderen achten. I , Br. Eichengrün - Wolfenbüttef sieht sich veranlaßt^ an dieser Stelle zu betonen, idiß er die von ihm geübte Kritik nicht für seine Loge, soncem lür andere zum Ausdruck gebracht habe Die Arbeit der Leopold-Zunz Loge sei von Anbeginn an von Außenstehenden immer hoch gewertet worden. Br. Alexander-Katz-Berlin glaubt, daß nur eine selbständige Tätigkeit auch in den kleinen Logen helfen könne. Der Vorwurf gegen die Geschäftsausschußprotokolle sei ungerechtfertigt. Es seien genug Anregungen darin, man müßte nnr verstehen, sie zu sehen und sie zu vertiefen. Eine Frage wie die der ZentraLwohlfahrtsstelle müßte beispielsweise allein auf Grund der hierbei berührten Mitteilungen ausreichenden Anlaß bieten, um eine Sitzung mit interessantem Material zu erfüllen. Aber selbstverständliche Voraussetzung sei eben hierfür, daß die Frage studiert werde. Ein fertiger Roman könne niemals geliefert, werden, Br. Alexander Katz tritt für eine Erleichterung der Aufnahmegebühr junger Leute in den Orden ein. Br. Baumann - Danzig bedauert, daß der Sonderausschuß' für geistige Interessen im jKriege nicht zusammengerufen worden sei. Es hätte sieb auch während des Krieges reiches Material gefunden; nicht bloß die kleinen, auch die großen Logen böten ein wenig erfreuliches Bild. Berlin habe beispielsweise eine prozentual viel zu geringe Mitgliedszahl. Die Sitzungen seien verhältnismäßig schlechter besucht als In de kleinen Logen. An Selbsterziehung sei noch viel leisten. Die Zulassung politischer und rel Themen ist unab weislich. Br. Maximilian Stein-Berlin verweist in ähnlichem Sinne wie bereits vorher Br. Timen I giösfef dorfer auf den Beschluß des Jahres 1012 und bemerkt, daß die beutige Versammlung keine weiteren Beschlüsse in dieser Frage fassen könne. Br. Marx-Heidelberg erzählt, daß man mit den Heidelberger Jugendvereinen keine günstigen Erfahrungen gemacht habe. Leider entzögen sich gerade die Söhne von Brüdern diesen Vereinen. Br. Peiser-Breslau: In allen Logen sei geradezu ein Hunger nacb geistiger Nahrung vorhanden. Das habe sich durch den Krieg noch gesteigert, alle Logen leiden in dieser Beziehung. Als besonderes Thema empfehle sich Harmonisierung zwischen Deutschtum und Judentum. Der Gedanke, die großen Logen zu teilen, um eine engere Fühlungnahme der Mitglieder zu ermöglichen, werde immer unab weislicher. Bei einer Mitgliedschaft über 203 fange schon die Erschwerung an. Br. Unna-Hamburg bringt zum Ausdruck daß über all' den Debatten gewissermaßen die Frage stünde: „Wie fessele ich meine Brüder". Dis Interesse müßte aber auch hinaus auf die Feldgrauenerstreckt werden. Alle Logen müßten wie die Hamburger ■ Logen den draußenstehenden Brüdern ihre Protokolle znsenden. Br. Kaufmann-Berlin bemerkt gegenüber den Ausführungen von Br. Baumann, daß die Berliner Logen mit ihren Brüdern ganz zufrieden sein können, in allen großen Institutionen seien sie vertreten. Man dürfe nicht vergessen, daß Berlin zwar eine große Bevölkerungsziffer habe, daß aber nicht alle Schichten lür die Logen geeignet seien. Br. Neuberg-Bielefeld führt als Beispiel für die Kriegsschwierigkeiten der kleinen Lögen seine eigene' Loge an, die die größten Krisen durchgemacht habe. Es habe sich aber aueti dann wieder eine Hebung vollzogen, 12 neue Brüder seien eingeführt worden, weitere Kandidaten stünden in Aussicht. So helle sich auch, die Zukunft wieder auf. ✓ Br. Kohn-Wien bemerkt zum Schluß der eben vollendeten Aussprache, daß es sein Wunsch gewesen sei, einmal zu sehen, wie]die deutschen Logen während der Kriegszeit lebten. Er habe manche Anregung gefunden, und es sei gewiß lehrreich gewesen,, zu sehen, welch ungewöhnlich«. Schwierigkeiten die kleinen Logen zu überwinden hätten. Br. Maximilian Stein dankt als stellvertretender Versammlungsleiter in seinen Schlußworte - - 26 - » -I

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