Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1917
- Issue
- Nr. 9 - Oktober/November
- Date
- 1917-10-01
- Page
- Seite 132 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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eine Weiterentwicklung und Ausgestaltung der Grundsätze, welche der Orden von jeher in den Logen durch Tausende seiner Brüder zur Geltung gebracht hat, sowie ein bedeutsames Mittel für die Stärkung und Einigkeit des deutschen Judentums. Das Generalkomitee macht es allen Logen zur Pflicht, dem Werke des Zusammenschlusses jede mögliche Förderung angedeihen zu lassen und erwartet, daß ihre Betätigung den Ueberlieferungen des Ordens wie der Stellung der GroßJ«ge als Gründungskörpersebäft in gleichem Maße gerecht werde." Br. Timendorfer bemerkt, daß zur Deckung iler Kostenfrage für di« Zentralwohlfabrtssterie unsrerseits eine Summe von 6000 Mark in dem Etat Eingestellt werden würde. Br. Maximilian Stein referiert über jden Antrag des Verbandes der. jüdischen Jugendvereine auf E^öhung des Jahresbeitrages von 1000 lauf 2000 Mark. Er bringt dabei einen Brief des Br. Apfel ^ur Verle-ung, in dem dieser zum Ausdruck bringt, daß er sich bemühen werde, eine engere Verbindung zwischen Großloge und Juge.idverband herbeizuführen. Der Gescbäftsausschuß hatte sich zunächst;dahin ausgesprochen, dafc für das Jahr 1917 ein Beitrag ven 10«0 Mark, lüdis Jahr 191S nach nochmaliger Erwägung eine "Erhöhung nm 1000 Mark erfolgen solle. Br. Stein tritt dafür ein,., daß die (Erhöhung auf 2000 Mark bereits für das Jahr 1)917 zugesprochen werden solle. ■r. Hirsch wünscht, daß' der Beschluß des Geschäftsausschusses aufrecht erhalten werden solle. Br. Baumann beantragt, die Angelegenheit dem Geschäftsausschuß, zur definitiven Beschlußfassung mit der Ermächtigung zu überweisen, 2000 Mark Beitrag zu gewährm. Das Generalkomitee ist damit einverstanden. . Br. T i m e ■ d o r f e r berichte',' daß der Geschäftsausschui sich entschlossen habe, einen größeren Betrag zwecks Verpflegung jüdischer Mannschatten an den Herbstfeiertagen zur Verfügung zu stellen. Es dürfte wohl z»e:kmäß g sein, möglichst alle Feldrabbiner, die dem Orden angehören, zu beteiligen. , Br. Li ss er betont dem gegenüber, daß eine Summe von 1000 Mark angesessen wäre, da | die me'sten Großgemeinden die erforderlichen Summen aufbrächten. Unsere Unterstü zung habe mehr die Bedeutung einer Sympathiekundgebung. Die Versammlung ist damit einverstanden. Br. A p f e I beantragt, die Tagegelder für die Mitglieder des Generalkomitees von 10 auf 20 Mark zu erhöhen, da die gegenwärtigen Zeit Verhältnisse eine derartige Erhöhung von selbst rechtfertigen. Br. Lieb hold meint, daß nur die Großloge selbst einen entsprechenden Beschluß fassen könne, wir könnten uns nicht selbst derartige Bewilligungen aussprechen. Br. Beer macht den Vorschlag: 3 Diätentage ä 15 Mark sowie Fahrkarte 2. Klasse erü. mit Schlafwagen anzusetzen. Br. Moritz ist dafür, daß die Bewilligung mit Rücksicht auf den Krieg jetzt gleich ausgesproche i wird. Ein Vertagungsanlrag des Br. Cohn wird abgelehnt. Es wird beschlossen, die Erhöhung auf 20 Mark mit rückwirkender K a'i auszusprechen. Br. Hirsch referiert über den Antrag des Krankenschwesternkomitees: Beträge, die als Spenden im Laufe eines Jahres der Schwesternorganisation zufließen, auf das Konto „Dispositionsfond des Krankenchwesternkomitees" zu verbuchen. Er führt aus, daß in manchen Ordenskreisen Mißtrauen gegen das Schwesternkomitee geherrscht habe, da so häufige Etatsüberschreitungen vorgekommen seien. Das würde wohl jetzt schwinden, denn eine derartige Sorge brauchte man nicht mehr zu hegen. 40 Schwestern und 8 Lehrschwestern befinden sich in Tätigkeit. ■ * <t Die Logentracht ist eingeführt und staatlich genehmigt, das Versicherungswesen durchgeführt. Heute handelt es sich darum, einen Fond zu begründen, dem die Spenden für das Krankemchwesttrnwesen zugeführt werden sollen und zwar mit der Möglichkeit, diese Spenden auch iper den Etat hinaus für die Schwestern nu'zbar zu machen. Br. Merzbach ist für den Antrag Hirsch, nicht aber da'ür, daß die Ueaerschüsse des einen Jahres dem Etat des folgenden Jahres zugeführt werden sollen, wie es-das Krankschwesternkomitee ursprünglich beabsichtigt habe. Br. Maximilian Stein klärt hierbei auf, daß auch das Finanzkomitee eine solche Uebertragung von einem Etatsjabr auf das andere abgelehnt habe. Br. Moritz sieht keine Entlastung in' dem Antrage Hirsch für den Etat des Krankenschwesternkomitees. , Br. Alexander-Katz bemerkt, daß das Krankenschwesternkomitee eine spezielle Organisation darstelle. Wenn wir nicht die ganze Summe ausgegeben haben, müssen die Ersparnisse für das nächste Jahr gebucht werden. Der Fond brauche