Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1917
- Issue
- Nr. 9 - Oktober/November
- Date
- 1917-10-01
- Page
- Seite 129 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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um ■'■ wieder einmal mit den deulschen Brüdern zuamen zu sein. Da am nächsten Tage, Sonntag, den 9. September er. die Präsidentenkonferenz stattindet, wird die Besprechung über den Bericht des Droßpräsidenten auf diese Sitzung verlegt. Finanzbericht: Referent Oroßschatzmeisfer Bruder Maximilian Stein /erweist auf den im Druck vorliegenden Bericht Im Oroßlogenfond halten sich Voranschlag und effektive Ausgaben mit je ca. 50 000 Mk. die Wage Daher erwähne der Bericht des Finanzkomitees nicht! inwieweit sich innerhalb dieser Oesamtsumme Sä einzelnen veranschlagten Beträge etwa geändert haben Br. Stein ergänzt die Ziffern dahin, daß beim Mutterhaus Mk. 1 100 — für Besuche bei Logen Mk. 1 900.— für-Anschaffungen, Honorare, Bibliothek etc. Mk. 1 510.— , weniger verausgabt als veranschlagt wurden. Dagegen wurden für Büro, Gehälter und Druck Sachen etwa Mk. 2 700 — mehr ausgegeben als ver anschlagt war. Die Ausgaben für Büro und Gehälter sind auch weiterhin steigend geblieben Es gehe dies auf die allgemeine Verteuerung der Unkosten und Gehälter aber auch darauf zurück, daß das Großlogenbüro immer neue Arbeiten übertragen bekommt. Im Zentralfond sind bei mehreren Posten, wie aus dem Finanzbericht ersichtlich, erheblich wenigen als ursprünglich veranlagt, ausgegeben worden, ohne dass demgegenüber größere Ausgaben auf anderen Kenten gegenüberstehen. Die Zwischenbilanz per 30. Juni 1917 bewegt sieli im Rahmen des Etats. Dar neugeschaffene Unterstützungsfond für Brüder, für den wir laut Bcschluss des Generalkomiteeu Mk. 20 000.— aus den gesammelten Geldern abgezweigt haben, bedarf in einem Punkte der Klarstellung!. Es ist nicht bestimmt, ob dieser Fond als eiserner Fond zu betrachten ist, aus dem etwa nur die Zinsen des Kapitals aufgewendet werden dürfen, oder ob auch das Kapital selbst verwendet werden darf. Es werde letzteres angenommen, denn die Mk. 20 000.— sollen dazu dienen, r.ctigenfalls Brüder zu unterstützen, wobei mit den Zinsen natürlich wenig zu helfen wäre. Referent; bittet zu Protokoll zuzustimmen, daß auch das Kapital für Unterstützungen an Brüder verwendet werden darf. In unserer Bilanz sei bisher ein Konto „Brodacz" .geführt worden, das jetzt rund mit Mk. 44 000 — als ab ■ :■ 1 \; mggjri',,; geschlossen betrachtet werden könne. Der Geschäftsausschuß habe beschlossen, dieses Konto mit dem [ulius Bien-Fond zu vereinigen . Die im Etat vorgesehenen, nicht verausgabten Mk. 1500.— für eugenische Bestrebungen behalte sich der Oescbäftsausschnß vor, evtl. dem Verband; der Jugeidvereine oder den Vereinen direkt für Zwecke dir Eugenik zuzuwenden. Auf dem Konto . Krankenschwestern" steht jetzt ein Betrag von etwa Mk. ,13 000— für Lieferung von Stoffen für die Schwesternkleidung an die Reichsbekleidungssteile ' Es sei jedoch nur ein Durchgangs- * posten, da die betr. Beträge nach Lieferung der S'.of'e an die verschiedenen Krankenpflegerinnen - Vereine wieder eingehen. Das „Lazarettzug •■■ Konto" hat nur noch etwa Mk.9000 per 30Juni 1917 aufzuweisen. Wenn der Krieg noch längere Zeit dauert, Würden wir für {Jen Lazarettzug neu& Mittel benötigen, die uns die Logen und Logenbrüder nötigenfalls für diesen Zweck zweifellos bereitwillig geben werden. Der in der letzten Bilanz von Mk. 35 000 auf Mk. 21 000. — reduzierte „Fond für ausländische Juden' ist je z .au'eivi Mk 1100).— zusammengeschmolzen infolge Zuwendungen an Warschau, Saffed, für Pogromwaisen etc. Der Eingang der Logenbeträge ist befriedigend. Für 4 Logen mußten die Beiträge für im Felde stehende Brüder gestundet werden. Mit Rücksicht darauf, daß die gesamte geschäftliche Tagesordnung in gedrängter Kürze an dem einen Sitzungsabend erled'gt werden soll, beschränkt sich der Referent auf die gemachten kurzen Bemerkungen, da heute keine größere Finanzdebatte beabsichtigt sei. Er spricht Br. Expräsident Helfft für seine umsichtige Wirksamkeit als Vorsitzender des Finanzkomitees herzlichen Dank aus. Die Besprechung, die sich an die kurzen Auseinandersetzungen des Br. Stein anfügt, erstreckt sich hauptsächlich auf die Frage, ob die s. Zt. als. Kriegshilfsfond lür Brüder abgezweigte Summe, die gegenwärtig Mk. 19C00. — beträgf, im Kapital angegriffen werden könnte. B r. L i s s e r beantwortet diese Frage bejahend, da ' die Zinsen viel zu gering seien, um damit irgend etwas leisten zu können. Br. Baerwald beantragt den Fond aus .dem Julius Bien-Fond um 10 000 Mk. zu erhöhen, jedoch zu gestatten, daß nicht nur die Zinsen, sondern auch das Kapital des Fonds für Beihilfe an durch, den Krieg in Not geratene Brüder verwendet werden kann. — 129 - /•..