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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-08-01 · Nr. 7 - August · p. Seite 102

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 7 - August
Date
1917-08-01
Page
Seite 102 (sequence 10)
Language
German
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haltung erhebliche stände von schuldig geblieben z.Zt.: 109 Rbr. und Bewachung des Hauses nebst Steuern würdige Greisengestalt schmerzlich vermissen. Se n Kosten. In dem Gesamt - Effektenbe- Andenken wird bei uns immer M. 61 000"sind M. 29 000 Kriegsanleihe werden. Esch enthalten, auf welche die Loge M. 5000 ist. Die Milgliederz;ihj beträgt / ■ Manfred Berliner, Präsident. Düsseldorf-Loge, Düsseldorf. (Nachruf.) Unser ersterPräsident, Gustav Herzfe 1 d, Ist Im hohen Alter von 89 Jahren gestorben. Er war jein hervorragender Mann und in seinen kräftigen Jahren im öffentlichen wie im Jüdischen Leben Düsseldorfs eine bedeutende Erscheinung. Im Dezember 1828 in Neuß geboren, übernahm er in jungen Jahren die kleine Weberei seines Vaters und entwickelte sie zusammen mit seinen Brüdern zu einem großartige« Unternehmen, einem der führenden Deutschlands. Im öffentlichen Leben trat er in früberen hervor. Viele Jahrzehnte lang war er neter und bemühte sich als solcher mit folg um die Beseitigung von Schranken, noch der Industrie gezogen waren. Auel ahren eifrig itadtverordgroßem Erdie damals der Städtischen Schuldeputation in Düsseldorf geborte er lange Zeit an. Zwar war er kinderlos, aber er hatte einen starken Drang zum Erzieher und .ein leibhaftes Verlangen, Menschen zu bilden. In seiner Stellung zum Judentum folg e er Idealen der 40er .und 50er Jähre. 'Der Religion stand er mit zurückhaltender Ehrerbietung gegenüber, die ein zelnen Bekenntnisse aber hielt-er für schädlich. Denn er strebte nach der Einheit des M nschengeschlechtes und verlangte gar sehr nach d ■ Beseitigung aller trennenden Schranken. Aber die Liebe zum Judentum lag ihm trotzdem im Blut und wußte sich auch den Strömungen, die die Welt seiner Jugend- und Mannesjahre beherrscht hatten, zum Trotz zu behaupten. Jahrzehnte lang gehörte er mit großer Anteilnahme und Hingebung der Repräsentantenversammlung an, lange als ihr Vorsizender. er den „Vereir Bis in sein hohes Alter hinein leitete er den „Verein zur Förderung der Handwerke' unter den Juden]" Und als die Düssddorlloge gegründet wurde, beteiligte er sich lebhaft an den Vorarbeiten und nat m, obgleich bereits hoher Siebziger, das Amt des Pr isidenten an, in dem er sich ausgezeichnet bewährte. Sein hohes Alter hatte ihn schon seit vielen Jahren unseren Versammlungen ferngehalten Dennoch werden wir seine bedeutende Erscheinung, seine ehr- Leopold Zunz-Loge in Braunschweig. (Berk 1916/17, trstatlet E über das Logen jähr 1917 vom Präsidenten Gustav Wenn über die Logentätigkeit Zeitabschnitt Rechenschaft, in Ehren gehalten e I b a c h e r. h für nes lt am 21. Mai engrün.) einen gewissen amtlichen Chadie e rakters nicht entbehrt, abgelegt werden soll, ist die Frage nach der Pflichterfüllung in' Bezug auf Wohltätigkeit, Brüderlichkeit und Eintracht an erster Stelle zu beantworten. Diese drei grundsätzlichen Pflichten, -die einem Ben Briss obliegen, sollen in sein Leben, in sein Fühlen und Denken verwebt sein, sollen ihm / in unserer Gemeinschaft und nach außen hin ein ge wisses charakteristisches Gepräge geben. Bei jeder Angelegenheit, die er zu des M! menschen Wohl zu prüfen und zu beurteilen hat, an seinem Himmel leuchten, so sollen jene Leitsterne laß auch der Außenstehende die erziehlichen Ergebnisse der Loge erkennt. uns ein Bekenntnis ist die Ausübung'der für den Bestand der unsrig en In reichem aber Von den drei Tugenden, die und ein Gruß geworden sind, Wohltätigkeit die leichteste, einer brüderlichen Gemeinschaft wie von ganz außerordentlicher Wichtigkeit Maße ist sie im abgelaufenen Logen jähre geübt worden. Ob ein freudiges Ereignis den Bruder beglückte oder ein tiefes Leid ihr heimsuchte, dur:h reiche Gabe ward ihm die Frei de erst zum Genuts, das Leid zu einer erträglichen Schickung. Es ist einmal gesagt worden, daß Wohltat gkeit auch da draußen sich in reichem Maße zeige; wohl wahr, und doch ist dieses Wort nicht ganz zutreffend! Wieviele Spenden würden unterblieben ein, wenn die Loge die Wohltätigkeit nicht zum Grundsatz erhoben hätte, urd dieser nicht zur Uebung und Gewohnheit geworden wäre! Von all den Gaben, die uns über- :h reicht worden sind, gedenke der Berichterstattung der edlen hingen unserer Brüder S c h e y ( Von des Segens reicher Fülle gab < um durch seinen Zehnten zu erfreuen. Um des Vaters Andenken zu ehren und für halten, gaben die andern und haben mit der Spende von M 5QO0.— die Leopold Sd eyer-Stifiung errichtet,, den Kindern ein Segen, dem Judentum zur Ehre und den Armen zum Tröste. in dieser Stunde und prächtigen Stife r und L i p m a n n. ideV Idztere M.3000.|-, sich des eigenen Gutes liebes und gesegnetes :wige Zeiten waebzu- 102 — r

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