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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-07-01 · Nr. 6 - Juli · p. Seite 89

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 6 - Juli
Date
1917-07-01
Page
Seite 89 (sequence 13)
Language
German
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Ireter des Mitteldeutschen Logenverbandes, der w. Germania-,Anhalt-, Erfurt - und Berend Lehmann-Loge; femer Vertreter des N i e d « r ■ sächsischen Logen Verbandes und der w. Leopold Z u n z - Loge , und schließlich Vertreter c es Hessischen Logen Verbandes. Nach einem Harmonium-Vorspiel und einem :rhebeiiden Qesange des Br.de Haas begrüßte der w. Pfä:ident die erschienenen Angehörigen des Heimgegangenen sowie die auswärtigen Delegierten und :rteilte Br. S t e i n h a r d t das Wort zur Gedächtnis Re!e. Br. S! e i n h a r d t, ein langjähriger Freund des Entschlafenen, mit dem er ein Vierteljahrhundert durch gemeinsame Logenarbeit verbunden war, entwarf ein treffliches Lebensbild des Heimgrgarger en und legte die Stellung Bacher's in und zu unserer Loge) sowie zum Judentume in schlichten und markigen Worten dar. In seiner fünfjährigen Präsidentenschaft hat Br. Bacher der Mendelssohn-L^ge das Gepräge gegeben und den geistigen Unterbau geschaffen, durch welchen sich die Brüder in die hohen Ideen und Ziele des Ordens hineinzuleben vermochten. Auch nach Niederlegung des Päiidtnten-Amtes blieb er der gei't ge Führer und Berater unserer Loge. Der neuen Zeitanschauung Rechnung tragend, trat er für die Heranziehung der Frauen auf sozialem Gebiete mit Wärme ein, und als der Frauenbund unserer Loge begründet wurde, wurde der En schlafene als erstes Mitglied in den Beirat gewählt,, welches Ehrenamt er auch bei seinem Tode inne halte. Als ein überzeugter Anhänger des liberal en Judentums, achtete er die ehrliche Ueberzeugung anderer und bewahrte eine weitgehende Tolerarz gfgen Andersdenkende. - Bacher wurzelte sowohl im Judentum wie auch im Orden B n e i B r i s s, und beide Begriffe h.beh sich bei ihm ineinander verschmolzen. Mit der Versicherung, daß Bachtr's Name im Kreise der Binder für alle Zeiten fortleben wird, sch oß Br. Steinhardt seine eindrucksvolle Gedenkrede.* Br. Fxpräs. Kirschstein, Berlin, überb.achte' die btüderliche Teilnahme 'der Großloge. Auch sie empfinde de i Verlust dieses Bruder» üttraus schmerzlich, da er zu ihren eifrigsten und treue&ten Mitarbeitern gehörte, sowohl während seiner Zjgehör gkeit zum Generalkomitee als aueti später. Das Bestreben Bachers, der Betätigung der Frauen neue I 'Diese wird von der w. Mendelssohn-Loge durch .den Druck vcrölfentlicht werden. Wege zu öffnen, hat im Generalkomitee und bei der Großloge Verständnis und Förderung gefunden; insbesondere hat er sich als Mitglied der Krankenschwestern-Organisation durch! seine eifrige Hingabe und gediegene Sachkenntnis sehr, bewährt. Das Normal-Statut unserer K-ankenschwestern-Organisation trägt -den Stempel seines Geistes; dadurch ist aas Andenken des Verklärten mit dieser Organisation für ewig verknüpf'. Für den Mitteldeutschen Logenverband und für die w. w. Germania-, Erfurt- und Anhalt-Loge sprach Br. Präsident W a 1 d s t e m; er. würdigte die Verdiente des Entschlafenen um den Logt n verband und versprach, daß dieser im Sinne dieses heimgegangenen Bruders weiter arbei'en und dadurch das Andenken an ihn wach erhalten werde. ' Namens der w Berend Lehmann- Loge gab Br. Siegfried HitscH Andruck herzlichsfer Teilnahne und wünschte, daß der w Mendelsso h n- Loge beschieden sein möge, hervorragende Peinlichkeiten, wie Bacher, zu den ihren^zu zählen. Lr. Leopold Cohn jvon d :r w. Nassw-Loge ver^, lieh m Nam.n des hessischen Logenvtroandes dem Mitgefühl und der Trauer um den Vertust beredt* n Ausdruck. Der Entschlafene war ein: Zurde für den ^Ord:n und der Loge; er gehörte zu den Vielen, deren Andenken im Orden wie auch im Hessischen Logen- Verbände fcrileben werden, rür den Niedr sächsischen die w. Leopold Zun z L«ge •¥ Logenverband und für sprach Br Dr. Wolf sdorf. Der Name Bacher! besitzt im Orden Und in Braunschweig einen guten Klang/ Er war <s, der redlich mitgeholfen tut, unsh:m Orden eine Pilanzs ä.le in Braunschweig zu scfulfen... ,, _ [>".'.'- Herauf dankt detj w. P.ätident alten Delegierten und dtn durch sie vertretenen Logen für die brüderliche Tei nahne sowie die ehrenden Worte, die sie dem Heimgegargenen gewidmet haben. Er versicherte, daß das Wirken und Schilfen Br. Bachers den Brüdern und den SchwisUrn des Frauei buhdes unserer jrge alltzeil vorbildlich sein werd-, und daß sie bestrebt sein werden, sich in sainem Sinne zu b lä igen. Der Gedanke Bachers, jüdische Mädchen durch die Krai kenpflege neuen Lebensaufgiben zuzuführen, sei auch bei uns auf fruch b re i Boden gefallen, und wir weiden dieser Arbeit weiUr ernste Aufm rk,-ainkeit schenken. D.r w., Prä ident machte noch dalen Mitteilung, daß sich ein ge Brüder zusammengetan und | bireits Bacher- Stillung" begründet - 89 - eine JusUzrat Richard hätten. Er hofte/rdaß

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