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Bericht der Großloge für Deutschland · 1917-07-01 · Nr. 6 - Juli · p. Seite 79

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Journal
Bericht der Großloge für Deutschland
Volume
1917
Issue
Nr. 6 - Juli
Date
1917-07-01
Page
Seite 79 (sequence 3)
Language
German
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auf einzelne Ausführungen Baumam's eingegangen. Das zeitigle bei Br. Baumann den Wunsch, nunmehr die yeröffentlichung folgen zu lassen und veranlaßte ' ihn zu der Bitte an Br. Mare zki einige einleitende Sätze verauszuschicken. Daß eine einheitliche Auffassung nicht vorlag, sollte sofort durch die zusätzlichen Bemerkungen des Br. Goldschmidt zum Ausdruck gebracht werden. In ihnen war ausgeführt, daß ein neuer Weg mit den Baumann'schen Ausführungen nicht aufgezeigt war, daß wir eigentlich schon längst auf dem Wege zum heroischen Typ v»ärenf daß wir aber in einem andern Sinne als dem Baurr.an'schtn um unserer selbst willen — ganz allgemein gedacht heroischen Br. Baumanr sondern Groß in beruf wi: Krieg spietswej konnten Reglern haae .1 Es ist zu begrüßen, daß einen engeren Kreis bestimmten Ausführungen von Br. Baumann der Gesamtheit der Brüder, .zugängl ch gemacht worden sind. Mit dieser Veröffentlichung erhält die persönliche Ansicht des Verfassers eine umfassendere Bedeutung, und jeder einzelne Br., dem die Entwicklung" und die Zukunft des Judentums am Herzen liegt, darf darin gewissermaßen eine Aufforderung erblicken, s ch zu der „Schicksalsfrage" zu äußern. Eine Schicksalsfrage ist fün das deutsche Judentum in der Tat vorhanden, wenn die beiden Übel, von denen es bedroht erscheint, die großstädtische Entartung und der Abfall der in die Höhe gelangenden Schichten wirklich den Umfang angenommen haben, welchen Br.'Baumann voraussetzt. Nehmen wir an, e; verhalle sich so, und es liege eine unmittelbare Lebeisbedrohung des deutschen Judentums aus den beiden ermähnten Ursachen vor. Ich teile zwar mit sehr vielen deutschen Juden diese Meinung nicht, aber die (Joel sind zweifellos vorhanden, ihre Heilung ist eine dringende Fordet ung, und es braucht daher kein Streit über das Ausmaß und die Tiefe des Leidens zu entstehen. Das deutsche Judentum krankt also an innerer Schwäche, die Glieder, die berufen sind, für die Festigung seines Wesens zu arbeilen, versagen, und der überzeugte, an unsere Kultur- und Menschheitsaufgabe glaubende Jude, schaut nach Rettung um angesichts des bevorstehenden Zusammenbruchs. Nichts liegt näher, als die Frage der Beurteilung des großen Kreises zu unterwerfen, der ein durch Taten erworbenes Recht dadt.n «n vergänglichen Gehalt des Judentums geht Nach über" Ireiß'g wegen der Ständigjen A ifeindungen — einen Weg zu gehen hätten." i c h t w i t z führt zu dem Artikel vcm Br» aus, daß in Deutschland nfcht* der Olfizler; der Agrarier — und in neuer Zeit au&i der d|ustrielle—der führende Mann sei DerOffliziersrde in seiner Wicmigkeit überschätzt. Dieser erwiesen, wie scrneH andere. Länder pbeise England .— den Militarismus nachmächen Die Zulassung de rgslauibann seien J> ebenfrägen. »Nach Schluß des Krieges würden andere Aufgaben Sich einstellen, die unstre ganze AujmerTcsarrfkeit erheischen werden. der Croßlagei Eine Schicksalsfrage. Erwiderung auf die Ausführungen irrt / pril-Bericht Von Br. Olleitdorff, ] B; rmen. \: die ursprünglich für rauf ha . überall da in erster Lirij* gehört zu Werden, wo es \ mdie Würde, die Ehre Und Jahren |;e?egneer Arbeit f der unbedingten Annahme Br. Bauma'in doch wohl e nis lür Juden zur Oi'iziers- und ir -diese :Ziele wü »Je . in der Voraussetzung^ rr-des vas Wie ein Armut izeugmseren Orden liefen, und wenn es wahr wäre, .d ,ß der „ADSptöckelungsprozeu" in immer schleunigerem Tempo weitergehlen wird'!, dann < ürften die Werbetätigkeit für den Orden wie das Ver raue.i, auf die Zukunft des deutschen 'Judentums sd jveren Schaden nehmen, [i zur Verneinung jü^iUch-idealen Wirken ' bei manchem Bruder führen, der eine solche mindestens nicht hoffnungsstarlte Ansibauün]» von gewichter. Stelle vertreten! sieht. DjßMJr. Bau cnanns Ausfüllungen andererseits dem.■ehrlichsten-W msche' . entpriigen, dam deutschen Judentum neue, Lebens- . kraft zu geben, seine Stellung und sein Ansehen im Vaterlande zu erhöhen, ist selbstverständlich'; eine Frucht ,iuf richtigster Überzjsugüßg1, verdienen sie Achtung und Bea^ung, ob man sjch zustimmen 1 verhält oder nicht. Wir alle sind gewiß darin rait Br. BaumärU einig, daß die Zugehörigkeit zdm Judentum als Ehre und Vorzug geweittet werden sMl. Lm das zu erreichen, haben wir nicht zulefzt den Orden in ' Deutsch and heimisch und groß werden lasseil, . und mich dunkt, das deutsche Judentum sei nicht s :hlecht gefahren mit der Hilfe, 'welche die stille Arbiit der Logen allem Lebens- und Erhaltungsf?rtigen in üriserer Glaubensgemeinschaft hat* angedeihen -lassen. Freilich zum Ausruhen, auf unseren Lorbeeren ist die — 79 — t

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