Bericht der Großloge für Deutschland
- Journal
- Bericht der Großloge für Deutschland
- Volume
- 1917
- Issue
- Nr. 4 - April
- Date
- 1917-04-01
- Page
- Seite 48 (sequence 4)
- Language
- German
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und Landwehrmann Frank sind nur Beispiele für viele glänzende Muster des heroischen Typus. Welches auch immer die Erfolge Sein mögen, um unserer selbst willen müssen wir dem heroischen Typus zustreben. Deutschland liegt +■ angriffsausgesetzt im Herzen Europas und wir—leben in--Deutschland. Es sei dahingestellt, ob die bisherigen Bemühungen, Zugang zu der Offiziers- und der höheren Regierungslaufbahn zu gewinnen, unausreichend gewesen sind, ob es möglich ist, diese Bemühungen in der Zukunft wirksamer zu machen. Eins aber ist sicher: heroisch müssen wir sein oder werden oder in gesteigert e m Maße werden. 4 die bestel Wie sollen die bestehenden Wohlfahrtseinrichtungeh des Ordens nach dem Kriege weitergeführt werden ■ Referat gehalten in der w. Monteliore-Loge v.n Br. Wilhelm Neumann. Mit weilvorsorgendem Blick hat Bruder Maretzki einen Zyklus von Vortragsthemen zusammengestellt,*) in denen alle Variationen erschöpft werden, die sich auf die Gestaltung des Ofdenslebens nach dem Kriege beziehen. Unter den zu behandelnden Stoffen ist der mir zugefallene wähl der sprödeste. Denn das Thema Wie seilen die bestehenden Wohlfahrtseinrichtungen ' des Ordens nach dem Kriege weitergeführt werden?' betrifft nicht eine einzelne allgemeine Frage, sondern es fordert, daß eine Reihe von. Institutionen und Bestrebungen, die unter sich recht verschieden, die meist •hne Beziehungen unter einander sind, unter den Gesichtswinkel ihres künftigen Verhältnisses zum Orden gerückt werden. -Wünschenswert wäre es daher gewesen, daß der Referent wenigstens die meisten Institute und ihre Verbindung mit uns aus eigener Anschauung kennte, um aus denkendem Miterleben zu praktischen Vorschlägen zu gelangen. ' Mit Ausnahme der Beelitzer Anstalt trifft das bei mir leider nicht zu, und wenn ich mich auch stets für alles, was Wohlfahrtsbestrebungen heißt, interessiere, so habe ich mich doch auf die Lektüre der Berichte und sonstige, mir bereitwillig zur Verfügung gestellte schriftliche Auskünfte beschränken müssen, zumal mich Krankheit verhindert hat, den vielfach ergangenen freundlichen Einladungen zur persönlichen Augenschau Folge zu leisten. Immerhin ist der Gegenstand mir dank der Verhandlungen in der Loge und im „Gemeinsamen Unterstützungs-Komitee" nicht unbekannt Zudem habe ich vor meiner Erkrankung da» Thema mit einigen Brüdern, d:e im Mittelpunkt der Frage stehen, und ver allem mit dem Auftraggeber selbst, mit Bruder Maretzki, besprochen und bin so über seine Intentionen informiert, mit denen ich einig gehe. •> S. Protokoll der 425. GesthäftSausschuß-Sitzuirg. Insbesondere bin ich auch darin mit dem Anreger einverstanden, daß das Thema sich licht auf die Wohlfahrtsinstitute beschränkt, sondern auch die allgemeine Frage mit umfaß-, wie die Beteiligung des Ordens an der Wohlfahrtsübung sich nach dem Kriege zu gestalten haben wird, also, wie wir es künftig mit der Mitarbeit an allgemein-patriotischen und sozialen Wehltätigkeitsaktionen interkonfessioneller Art halten wollen, welche Haltung wir zu dem nternationalen Hilfswerk an den unglücklichen Glaubensgenossen in den Ländern der Unterdrückung einzunehmen, wie wir uns zu den jüdischen, nicht von dir Loge ressortierenden humanitären Einrichtungen des Inlandes zu stellen haben, schließlieh, wie jwir diejenigen von unsern eigenen Wohlfahrtsbesujebungen, die nicht als besondere Institute oder Stiftungen auskrystallisiert sind, weiterzuführen gedenken. Lassen Sie mich auf die' aufgeworfenen Fragen sogleich die Antwert geben. Was das; Heraustreten aus den Grenzen des Ordensgebietes betrifft, wie es als-Kriegshilfe in Gestalt unsere) Lazaretts und des Lazarettzuges in eine Erscheinung gebeten ist, die den Logen zu dauerndem Ruhm gereichen wird, was unsere sonstige Beteiligung an interkonfessionell« humanitären Werken betrifft, wie sie die Oroßloge während der Dauer des Krieges übt] — und unser Thema schließt ja dm Anteil der Qroßloge in demselben Mtße wie den der einzelnen Logen ein,—so befinde ich mich mit Bruder Maretzki] wie mit den schriftlichen, mir zur Verfügung gestellten Aufzeichnungen eines in vorderster Reihe der humanitären Ordenstäligkeit stehenden Bruders, und wie ich hoffe, auch mit der Mehrheit von Ihnen, meine L Br., in Übereinstimmung. Ich bin nämlich der Meinung, daß diese interkonfessionelle Tätigkeit nach dem Kriege in die durch unsere eigentlichen Aufgaben als jüdischer Orden